Landraubvorwurf: Razzia in Luxusresort

Foto: Star Over Sea
Foto: Star Over Sea

SATTAHIP: Die Königlich Thailändische Marine hat ein Luxusresort im Bezirk Sattahip angewiesen, den Betrieb einzustellen, weil es angeblich auf staatlichem Land errichtet wurde.

Die Anordnung erging, nachdem kürzlich in den sozialen Medien Anzeigen für Zimmer mit Meerblick geschaltet worden waren, die im Internet die Frage aufwarfen, ob das Star Over Sea Resort legal gebaut wurde.

Vizeadmiral Suthin Laicharoen, Befehlshaber des Marinestützpunkts Sattahip, führte am Freitag (10. März 2023) eine Inspektion des Resorts im Tambon Samae San durch, bei der u.a. auch Polizeibeamte und Ortsvorsteher teilnahmen.

Bei der ersten Inspektion wurde festgestellt, dass es weder Dokumente für eine legale Landbesetzung noch eine Baugenehmigung gab.

Ein Anwalt der Marine wurde beauftragt, bei der Polizei von Sattahip Anzeige gegen den Betreiber des Resorts zu erstatten, weil er illegal auf staatliches Land eingedrungen ist. Im Falle einer Verurteilung würde der Eigentümer zum Abriss aller Bauten auf dem Gelände aufgefordert.

Bei der Razzia war eine Frau anwesend, die sich als Verwalterin des Resorts ausgab. Sie konnte keine Dokumente vorlegen. Die Beamten unterrichteten sie über die Anklage wegen Landraubes.

Auf der Facebook-Seite des Star Over Sea werden Zimmerpreise von 15.000 Baht pro Nacht für große Villen angegeben, die bis zu vier Personen beherbergen können. Das Hotel liegt auf einem Hügel mit Blick auf das Meer und verfügt über sechs umgebaute Container, die jeweils über einen Swimmingpool verfügen.

Nach den Unterlagen der Marine wurde am 7. November 2019 die Erlaubnis beantragt, das staatliche Land unter der Obhut der Marine für Wohn- und landwirtschaftliche Zwecke zu mieten. Die Immobilienabteilung des Marinestützpunkts Sattahip hat am 18. August letzten Jahres einen Brief an den Verwalter des Resorts geschickt, um ihn um Zusammenarbeit zu bitten, damit die Bebauungspläne für das Land ausgesetzt werden.

Das Schreiben wurde versandt, nachdem Beamte der Abteilung festgestellt hatten, dass sechs Frachtcontainer auf dem Gelände aufgestellt worden waren, obwohl die Genehmigung zur Anmietung des Grundstücks noch nicht erteilt worden war.

Der Name des Eigentümers der Anlage wurde nicht genannt. Khun Akkhaset sagte nur, dass es sich um eine Person von außerhalb Chonburis handele, die sich für eine gewisse Zeit im Tambon Samae San aufgehalten habe, bevor sie sich entschloss, in das Resortgeschäft einzusteigen.

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