Mexiko spendet mehr als 800 Tonnen Hilfsgüter

Im Hafen von Havanna läuft ein mexikanisches Hilfsschiff als Zeichen der Solidarität ein. Foto: Ernesto Mastrascusa/epa
Im Hafen von Havanna läuft ein mexikanisches Hilfsschiff als Zeichen der Solidarität ein. Foto: Ernesto Mastrascusa/epa

HAVANNA: Mexiko bringt Lebensmittel und Hygieneartikel nach Kuba - und will zwischen Havanna und Washington vermitteln. Das US-Ölembargo verschärft die humanitäre Krise auf der Insel.

In der kubanischen Hauptstadt Havanna sind offiziellen Angaben zufolge zwei mexikanische Marineschiffe mit mehr als 800 Tonnen Hilfsgütern eingetroffen. Nach den Zolldrohungen der USA gegen Kubas Öllieferanten hat sich die schwere Wirtschaftskrise in dem sozialistischen Karibikstaat verschärft. Der kubanische Botschafter in Mexiko, Eugenio Martínez, bedankte sich für die Hilfe: «Der Humanismus und die Solidarität Mexikos begleiten Kuba», schrieb er auf der Plattform X.

Mexiko war zuletzt Kubas größter Ölversorger gewesen, nachdem Washington die Öllieferungen aus Venezuela gestoppt hatte. Da es kein Öl mehr liefern kann, verschifft Mexiko nun Lebensmittel und Hygieneartikel nach Kuba, um die Krise zu lindern. Sobald die Schiffe nach Mexiko zurückgekehrt sind, sollen weitere Hilfslieferungen folgen, sagte die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum am Donnerstag (Ortszeit). Die Schiffe waren am Sonntag aus dem Hafen von Veracruz ausgelaufen. Auch die Regierung von Chile und eine internationale Koalition von Aktivisten und Aktivistinnen namens «Nuestra América Flotilla» kündigten an, humanitäre Hilfe nach Kuba zu schicken.

Mexiko will Dialog zwischen Havanna und Washington vermitteln

Um einen Ausgang aus der Krise zu finden, sei Mexiko bereit, einen Dialog zwischen den USA und Kuba zu ermöglichen, sagte die linke mexikanische Präsidentin erneut. Dieser könne in Mexiko stattfinden.

Laut Washington werden bereits Gespräche mit Kuba geführt. Die sozialistische Regierung Kubas sagt hingegen, es habe bisher nur einen informellen Nachrichtenaustausch gegeben. Präsident Miguel Díaz-Canel hat erklärt, dass Kuba zu Gesprächen mit Washington bereit sei. Diese müssten allerdings ohne Druck, ohne Vorbedingungen und auf Augenhöhe geführt werden.

Seit der Revolution von 1959 unter Fidel Castro sind die Beziehungen zwischen den USA und Kuba angespannt. Nun erhält der Karibikstaat seit mehr als einem Monat wegen der von US-Präsident Donald Trump beschlossenen Ölblockade kein Öl mehr aus dem Ausland. Angesichts der Energiekrise haben Kubas Behörden drastische Sparmaßnahmen ergriffen. Krankenhäuser haben ihre Dienstleistungen reduziert, Busse und Züge fahren seltener und in der öffentlichen Verwaltung gilt eine Vier-Tage-Woche.

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Charly Otto 22.03.26 21:00
dieser Trumpel gefährtet immer mehr den Weltfrieden, wird Zeit, das man diesem orangenen mal einen entgültigen Riegel vorschiebt.
Thomas Sylten 13.02.26 20:40
Man stelle sich einmal vor was los wäre, wenn China Taiwan so blockieren würde.. (..und das wird möglicherweise kommen..)

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