Erste Gespräche USA Kuba bestätigt

Blick auf die US-Botschaft in Havanna, während Gespräche zwischen Washington und Kuba derzeit festgefahren sind. Foto: epa/Ernesto Mastrascusa
Blick auf die US-Botschaft in Havanna, während Gespräche zwischen Washington und Kuba derzeit festgefahren sind. Foto: epa/Ernesto Mastrascusa

HAVANNA: Vertreter der USA und Kubas sollen in Havanna verhandelt haben. Der Austausch verlief laut kubanischem Außenministerium «respektvoll und professionell».

Erstmals seit Verschärfung der Spannungen zwischen Kuba und den USA unter US-Präsident Donald Trump hat Havanna Gespräche mit US-Vertretern auf der sozialistischen Insel bestätigt. In Kuba habe kürzlich ein Treffen zwischen Delegationen beider Länder stattgefunden, sagte der für US-Angelegenheiten zuständige Beamte des kubanischen Außenministeriums, Alejandro García del Toro, der Zeitung «Granma».

Del Toro machte keine näheren Angaben zum Inhalt der Gespräche, da es sich um ein «sensibles Thema» handele. Es seien allerdings keine Fristen gesetzt oder Drohungen ausgesprochen worden. Der Austausch sei «auf respektvolle und professionelle Weise» verlaufen. An dem Treffen sollen stellvertretende Außenminister beider Seiten teilgenommen haben.

Trump spricht von einer möglichen «Übernahme» Kubas

Zuvor hatten US-Medien unter Berufung auf Vertreter der Trump-Regierung von dem Treffen berichtet. Laut dem Nachrichtenportal Axios trafen beide Seiten am 10. April in Havanna zusammen. Ein Enkel des 94-jährigen kubanischen Revolutionsführers Raúl Castro soll dabei gewesen sein. Raúl Guillermo Rodríguez Castro, auch «Raulito» oder «Die Krabbe» genannt, gilt als der engste Vertraute seines Großvaters.

Trump hatte zuletzt mehrfach mit schärferem Vorgehen gegenüber Kuba gedroht und offen von einer möglichen «Übernahme» gesprochen. Mit seinem Kurs will Washington wirtschaftliche und politische Reformen auf der von der Kommunistischen Partei regierten Karibikinsel erreichen. Für Havanna hat die Aufhebung der seit Januar bestehenden US-Ölblockade gegen die Insel derzeit höchste Priorität. Der Mangel an Erdöl hat die jahrelange Wirtschaftskrise auf der Insel weiter verschärft.

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Ingo Kerp 21.04.26 14:30
Während der Diktatur von Fulgencio Batista dürften sich die US-Amerikaner wohl sehr wohl auf Kuba gefühlt haben. Egal ob es die Zucker-Barone waren oder die Mafia, die sich von Meyer Lansky vertreten ließ. Das jähe Ende kam dann mit Fidel Castro, der anfänglich noch ein gutes Verhältnis zu den USA hatte, bis diese den Überfall auf die Schweinebucht veranstalteten, bei dem sie sich eine blutige Nase holten. Ob das Verhältnis jemals wieder gut wird zwischen den USA und Kuba, das steht noch in den Sternen.

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