Kosten der Abfallbeseitigung: Hersteller sollen mehr dafür zahlen

Müll liegt in den Straßen während der 28th Street Parade, einer jährlichen Tanzmusikparade, in der Innenstadt und am Zürichsee. Foto: Melanie Duchene/Keystone/dpa
Müll liegt in den Straßen während der 28th Street Parade, einer jährlichen Tanzmusikparade, in der Innenstadt und am Zürichsee. Foto: Melanie Duchene/Keystone/dpa

BERLIN (dpa) - Im Kampf gegen Müll will Bundesumweltministerin Schulze die Kommunen stärker entlasten. Hersteller von Wegwerfartikeln sollen künftig an der Abfallbeseitigung beteiligt werden.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze will Deutschlands Kommunen bei den Ausgaben für die Abfallbeseitigung entlasten. Die SPD-Politikerin plant, die Hersteller von Wegwerfartikeln wie Zigaretten und Einwegkaffeebechern künftig stärker an den Kosten der kommunalen Stadtreinigung zu beteiligen. Konkrete Vorschläge will Schulze an diesem Montag (10.00 Uhr) in Berlin vorlegen. Mit dabei bei der Präsentation ist der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD), der auch Präsident des Verbandes Kommunaler Unternehmen (VKU) ist.

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Hermann Hunn 13.08.19 10:09
Svenja Schulz und die Streetparade
Da dieser Artikel im "Schweizer-Teil" plaziert ist, das Foto mit Müll anlässlich der vergangenen "Streetparade Zürich" entstanden ist, kann durchaus angenommen werden, dass die deutsche Umweltministerin Svenja Schulze zusätzlich in grosszügiger Weise die Kommune "Stadt Zürich" finanziell unterstützt. Hoffentlich rollt Daniel Leupi als zuständiger Departementsvorsteher der deutschen Delegation rechtzeitig den roten Teppich aus. ;-)
Thomas 12.08.19 18:23
Richtig so,
ich gehe sogar einen Schritt weiter: Alles was im Rahmen der Herstellung, Zulieferung und In handel bringen NICHT verbraucht wird (Getränke, Essen) muss vom Hersteller verantwortet werden. Am Besten komplette Rücknahme und keine Auslagerung an Subunternehmen, die dann pleite gehen etc. - Wenn dann auch endlich die Transportkosten steigen und spürbar Preisunterschiede hinterlassen, oder die Firmen weite Rücknahmedistanzen vermeiden wollen, sind wir bei besseren, weniger Emissionsrelevanten eher lokalen Produkten. usw.