TEL AVIV/GAZA: Obwohl seit Monaten eine Waffenruhe herrscht, gibt es im Gazastreifen erneut Todesopfer - darunter soll auch ein Kind sein. Laut Israels Armee galt der Angriff einem Hamas-Kämpfer.
Trotz geltender Waffenruhe hat es bei einem israelischen Luftangriff im Gazastreifen palästinensischen Angaben zufolge am Morgen erneut Tote gegeben. Die Al-Aksa-Klinik in der Stadt Deir al-Balah meldete vier Todesopfer, darunter ein sechs Jahre altes Mädchen und seine Eltern. Palästinensischen Berichten zufolge wurde das Wohnhaus der Familie getroffen. Ein weiteres Kind überlebte demnach.
Israels Armee bestätigte auf Anfrage einen Angriff in Deir al-Balah im zentralen Abschnitt des Küstengebiets. Dieser habe einem Kämpfer der Hamas gegolten. Weitere Details nannte das Militär zunächst nicht.
Die Angaben beider Seiten lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen.
Armee tötet laut eigenen Angaben immer wieder Hamas-Leute
Trotz der seit Oktober 2025 geltenden Waffenruhe gibt es derzeit fast täglich Berichte über Tote im Gazastreifen bei israelischen Angriffen und bewaffneten Zwischenfällen. Israels Armee meldet derzeit auch immer mal wieder gezielte Tötungen von mutmaßlichen Mitgliedern der Terrororganisationen Hamas und Palästinensischer Islamischer Dschihad (PIJ) im Gazastreifen.
Seit Beginn der Waffenruhe kamen laut der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde mehr als 1.000 Palästinenser in dem vom Krieg weitgehend zerstörten Gazastreifen ums Leben. Auslöser des Gaza-Kriegs war das Massaker der islamistischen Hamas und anderer Terroristen in Israel am 7. Oktober 2023.