Najib scheitert mit Hausarrest-Antrag

Malaysias Ex-Premier bleibt trotz Einspruch im Gefängnis

Ein verurteilter Krankenpfleger verbirgt sein Gesicht im Gerichtssaal, während neue Ermittlungen und mögliche Exhumierungen geprüft werden. Foto: dpa/Oliver Berg
Ein verurteilter Krankenpfleger verbirgt sein Gesicht im Gerichtssaal, während neue Ermittlungen und mögliche Exhumierungen geprüft werden. Foto: dpa/Oliver Berg

KUALA LUMPUR: Der in einen Korruptionsskandal verwickelte ehemalige Ministerpräsident Malaysias will gegen seine Gefängnisstrafe vorgehen. Vorerst bleibt er aber weiter hinter Gittern.

Der wegen Machtmissbrauchs, Untreue und Geldwäsche verurteilte ehemalige Regierungschef Malaysias, Najib Razak, muss weiter im Gefängnis bleiben. Das oberste Gericht des südostasiatischen Landes lehnte in der Hauptstadt Kuala Lumpur einen Antrag des 72-Jährigen ab, den Rest seiner Haftstrafe in Hausarrest umzuwandeln. Eine in dem Antrag aufgeführte angebliche königliche Anordnung erklärte das Gericht für ungültig.

Der Politiker war 2022 zu einer zwölfjährigen Haftstrafe und einer hohen Geldstrafe verurteilt worden. Im vergangenen Jahr halbierte ein Gericht die Gefängnisstrafe auf sechs Jahre. Bei dem Verfahren ging es um 42 Millionen Ringgit (rund 8,8 Millionen Euro), die aus dem Staatsfonds 1Malaysia Development Berhad (1MDB) abgezweigt und auf das Privatkonto des 72-Jährigen geleitet worden sein sollen. Der Fonds sollte die wirtschaftliche Entwicklung des Landes vorantreiben.

Anwalt kündigt Berufung an

Najib, der als Ministerpräsident von 2009 bis 2018 im Amt war, hatte als Finanzminister 1MDB mitaufgebaut. Er hatte stets jegliches Fehlverhalten zurückgewiesen und betont, er sei von betrügerischen Finanzberatern in die Irre geführt worden.

Der Anwalt des 72-Jährigen kündigte an, gegen die jüngste Gerichtsentscheidung Berufung einzulegen.

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