Flüchtlingsboot vor Malaysia gekentert

​Mindestens sieben Tote, viele Menschen werden noch vermisst

Rettungskräfte bringen einen Überlebenden an Land, nachdem vor der Küste Malaysias ein Boot mit Migranten gesunken war. Archivfoto: epa/Ahmad Yusni
Rettungskräfte bringen einen Überlebenden an Land, nachdem vor der Küste Malaysias ein Boot mit Migranten gesunken war. Archivfoto: epa/Ahmad Yusni

KUALA LUMPUR: Immer wieder wagen Flüchtlinge aus Myanmar die gefährliche Überfahrt nach Malaysia. Nun kam es zu einem tödlichen Unglück.

Nach dem Kentern eines Bootes mit Migranten vor der Nordwestküste Malaysias sind mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen. 13 Menschen seien gerettet worden, berichtete die Nachrichtenagentur Bernama unter Berufung auf die Marinebehörde (MMEA). Das Unglück ereignete sich demnach nahe der Grenze zum Nachbarland Thailand. Das Boot sei am Samstag gekentert, an Bord hatten sich Schätzungen zufolge etwa 100 Menschen befunden.

Befürchtet wird, dass sich die Zahl der Opfer noch stark erhöhen könnte. Die Suche nach möglichen Opfern soll an diesem Montag fortgesetzt werden.

Nach Angaben der Behörden handelt es sich bei den Menschen um Flüchtlinge aus Myanmar. Dort hat 2021 das Militär die Macht übernommen. Regimekritiker werden seitdem brutal verfolgt. Schon zuvor wurden Angehörige der muslimischen Minderheit der Rohingya brutal aus ihrer Heimat im überwiegend buddhistischen Myanmar vertrieben. Jedes Jahr riskieren Hunderte von ihnen ihr Leben auf dem Seeweg und suchen Zuflucht in Malaysia oder Indonesien.

Überzeugen Sie sich von unserem Online-Abo:
Die Druckausgabe als voll farbiges PDF-Magazin weltweit herunterladen, alle Artikel vollständig lesen, im Archiv stöbern und tagesaktuelle Nachrichten per E-Mail erhalten.

Sind Sie bereits Online-Abonnent? Lesen Sie die vollfarbige PDF-Ausgabe DER FARANG.