Kirche will Missbrauchsopfer entschädigen

Symbolfoto: epa/Christophe Petit Tesson
Symbolfoto: epa/Christophe Petit Tesson

PARIS (dpa) - Nach Belgien, der Schweiz und Deutschland hat nun auch die Katholische Kirche in Frankreich beschlossen, Entschädigungen an Missbrauchsopfer zu zahlen. Dabei soll es sich um einen Pauschalbetrag handeln, sagte der Präsident der Bischofskonferenz Eric de Moulins-Beaufort am Samstag in einer Video-Pressekonferenz.

Über die Höhe der Geldsumme habe man noch nicht entschieden, erklärte der Kleriker. Die Entscheidung wurde im Marien-Wallfahrtsort Lourdes im Süden Frankreichs auf der Herbstvollversammlung der französischen Bischofskonferenz getroffen.

Die Maßnahme betrifft Opfer, die zum Zeitpunkt der Tat minderjährig waren. Der Fonds soll unter anderem mit Geldern der Kirche finanziert werden. Aber auch die Verantwortlichen sollen finanziell zur Verantwortung gezogen werden.

In Deutschland bezahlt die Kirche den Opfern bislang in der Regel bis zu 5000 Euro. Auf der diesjährigen Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz wurde jedoch vorgeschlagen, die Grundentschädigung zu erhöhen. Weltweit haben Priester Tausende Kinder belästigt und vergewaltigt.

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