Regierung will Maskenpflicht weiter verlängern

Der italienische Premierminister Giuseppe Conte, der eine Gesichtsmaske trägt. Foto: epa/Riccardo Antimiani
Der italienische Premierminister Giuseppe Conte, der eine Gesichtsmaske trägt. Foto: epa/Riccardo Antimiani

ROM: Italiens Regierung will die Maskenpflicht in geschlossenen Räumen und andere Maßnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus weiter verlängern. Das geht aus italienischen Medienberichten vom Mittwoch hervor.

Das Kabinett berate über eine Reihe von Vorschriften, die noch diese Woche angekündigt werden sollten, hieß es bei Nachrichtenagenturen. Zu den erwarteten Beschlüssen gehöre auch die weitere Stützung der notleidenden Wirtschaft im Umfang von rund 25 Milliarden Euro, schrieb die Agentur Adnkronos am Mittwoch. Es gehe zum Beispiel um Rabatte in Restaurants, die wegen der Tourismusflaute stöhnen, andere Konsumanreize und Hilfen für den Arbeitsmarkt.

Genaue Daten etwa für die Maskenpflicht gab es zunächst nicht. Außerdem soll die Regel bestehen bleiben, dass man im Alltag mindestens einen Meter Abstand zu anderen Menschen halten soll. Größere Menschenansammlungen blieben verboten, schrieb die Zeitung «Corriere della Sera».

Ministerpräsident Giuseppe Conte sagte dem Blatt über anstehende Beschlüsse: Atemschutz und Abstand «sind grundlegend, sie sollten aber nicht als Einschränkung empfunden werden». Er sprach von einer gemeinsamen «Rückkehr in die Normalität».

Italien ist seit Februar stark von der Pandemie getroffen worden. Inzwischen verbesserte sich die Lage deutlich. Bis zum 4. August registrierten die Behörden offiziell mehr als 248.000 Infektionsfälle mit dem Erreger Sars-CoV-2. Im Vergleich zum Vortag gab es am Dienstag 190 Neuinfektionen. Die Zahl der offiziellen Covid-19-Toten liegt bei gut 35.170.

Die Maskenpflicht war zuletzt Mitte Juni zunächst um rund zwei Wochen verlängert worden.

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