Hitze stört Formel-1-Spitzenreiter nicht

«Bin Italiener»

Andrea Kimi Antonelli im Fahrerlager des Red Bull Rings vor dem Formel-1-Grand-Prix von Österreich. Foto: EPA/Anna Szilagyi
Andrea Kimi Antonelli im Fahrerlager des Red Bull Rings vor dem Formel-1-Grand-Prix von Österreich. Foto: EPA/Anna Szilagyi

SPIELBERG: Kimi Antonelli verzichtet trotz enormer Hitze auf eine Kühlweste beim Rennen in Österreich. Der Mercedes-Fahrer hat keine guten Erinnerungen an das Hilfsmittel.

Trotz Gluthitze verzichtet Formel-1-Spitzenreiter Kimi Antonelli beim Großen Preis von Österreich auf eine Kühlweste. «Ich bin Italiener, ich bin dieses Wetter gewohnt», sagte der 19-Jährige vor dem Rennen am Sonntag (15.00 Uhr/Sky) in Spielberg. Nach einem Defekt ohne WM-Punkte zuletzt in Barcelona muss der Mercedes-Fahrer in der Steiermark den nächsten Angriff von Rekordweltmeister Lewis Hamilton im Ferrari abwehren.

«Das wird eine harte Nummer», sagte Antonelli mit Blick auf den 22 Jahre älteren Briten, der in der Gesamtwertung 41 Zähler hinter ihm liegt und zuletzt in Spanien gewonnen hatte: «Er ist in Topform und es wird schwer gegen ihn, weil er super gut gefahren ist.» Antonelli selbst gewann allerdings fünf der bisherigen sieben Saisonrennen und führt noch recht komfortabel.

«Man wird ordentlich schwitzen»

Vielleicht ist die erwartete Hitze in Österreich mit Temperaturen von bis zu 36 Grad aber sogar ein Vorteil für ihn. Der Grand Prix wurde vom Automobilweltverband Fia bereits offiziell als Rennen mit hoher Hitzegefahr eingestuft. Ab Temperaturen von mehr als 31 Grad Celsius wird diese Warnung herausgegeben. Die Regelung sorgt dafür, dass die Fahrer eine eigens konzipierte Kühlweste verwenden können, um sich zu schützen.

«Ja, es ist definitiv sehr warm, im Auto wird man ordentlich schwitzen, aber die Weste kam letztes Mal nicht gut bei mir an», erzählte Antonelli. Im Vorjahr beim WM-Lauf in Austin im US-Bundesstaat Texas hatte es ein technisches Problem gegeben. «Im Auto ist es total heiß geworden, danach war ich ziemlich fertig», sagte der Italiener. Er wolle warten, bis das System ausgereifter ist, auch wenn es schon Verbesserungen gibt. Auch der viermalige Weltmeister Max Verstappen aus den Niederlanden verzichtet auf die Weste.

Anstatt auf technische Hilfsmittel setzt Antonelli auf hartes körperliches Training, um sich an die Bedingungen zu gewöhnen. «Es ist sehr warm, also muss sich der Körper auch anpassen», sagte Antonelli: «Und ich habe versucht, mich so gut wie möglich anzupassen, um die Hitze im Auto so wenig wie möglich zu spüren.»

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