Hallstatts Geschichte neu datiert

​Funde belegen Besiedlung vor 7.500 Jahren

Foto: Pixabay
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HALLSTATT: Wenn im österreichischen Hallstatt gebaut wird, rücken oft die Archäologen an, um das Erdreich zu untersuchen. Diesmal wurden sie besonders fündig - und drehen an einem Datum.

Die ersten Siedlungsspuren im für seinen Salzabbau berühmten Hallstatt im heutigen Österreich sind rund 500 Jahre älter als bisher angenommen. Archäologen des Naturhistorischen Museums Wien stießen bei Grabungsarbeiten auf etwa 7.000 bis 7.500 Jahre alte Klingen, Tierknochen und Keramiken. Die zahlreichen Funde zeigten, dass schon die ersten europäischen Bauern und Viehzüchter über die Flüsse bis tief ins Salzkammergut nach Hallstatt vorgestoßen seien, hieß es.

Die Forscher gingen derzeit davon aus, dass das Wissen um salzhaltiges Gestein in der Gegend durch die Beobachtung der Tiere, die auf der Suche nach dem wichtigen Mineral salzhaltige Quellen aufsuchten, vorhanden gewesen sei, sagte Grabungsleiter Gerald Raab der Deutschen Presse-Agentur aus Anlass der öffentlichen Präsentation der Artefakte.

Hallstatt: ein archäologischer und touristischer Hotspot

Bei der Fundstelle handle es sich um einen Holzbearbeitungsplatz, so Raab. Auf einer Fläche von nur wenigen Quadratmetern seien die Forscher in etwa drei Metern Tiefe auf die Tausende von Jahren alten Fundstücke gestoßen. Anlass der Grabung war eine Baustelle. «Die Auswertung der Funde geht jetzt erst so richtig los», sagt Raab.

Hallstatt hat einer europäischen Kulturepoche (800 v. Chr. bis 450 v. Chr.) seinen Namen gegeben. Es gilt als wichtiger archäologischer Hotspot. Das NHM forscht seit über 100 Jahren in Hallstatt.

Die Gemeinde am Hallstätter See ist jedes Jahr Ziel von mehr als einer Million Touristen. Grund ist weniger die archäologische Bedeutung, als die durch TV-Serien bekannte malerische Kulisse.

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