Geiselnahme in Regionalzug in der Schweiz

Menschen gerettet

Polizisten der Kantonspolizei Waadt besichtigen den Travys-Zug, in dem sich die Geiselnahme im Bahnhof Essert-sous-Champvent ereignet hat. Foto: epa/Laurent Gillieron
Polizisten der Kantonspolizei Waadt besichtigen den Travys-Zug, in dem sich die Geiselnahme im Bahnhof Essert-sous-Champvent ereignet hat. Foto: epa/Laurent Gillieron

BERN: Auf einer Routinezugfahrt im abendlichen Berufsverkehr nimmt ein Bewaffneter in der Schweiz Passagiere und Zugführer als Geiseln. Nach stundenlangen Verhandlungen greift die Polizei ein.

Bewaffnet mit Messer und Axt hat ein Mann in einem Regionalzug in der Schweiz am Donnerstagabend 14 Passagiere und den Zugführer bedroht und fast vier Stunden als Geiseln festgehalten. Nach einem Polizeieinsatz gegen 22.15 Uhr konnten die Menschen den Zug unverletzt verlassen, der Täter wurde erschossen, wie Generalstaatsanwalt Eric Kaltenrieder bei einer Pressekonferenz in der Nacht zu Freitag sagte. Bei dem Täter habe es sich um einen 32-jährigen Asylbewerber iranischer Nationalität gehandelt. Das Motiv für seine Tat sei noch unklar.

Betroffene hatten aus dem Zug auf der Linie zwischen Baulmes und Yverdon-les-Bains in der französischsprachigen Westschweiz die Polizei alarmiert. Mehr als 60 Beamte hätten den Zug umstellt, der mit verschlossenen Türen an der Haltestelle Essert-sous-Champvent zum Stehen gekommen war, teilte die Polizei mit. Ein Dolmetscher sei hinzugezogen worden, um mit dem Geiselnehmer - teilweise per WhatsApp - zu verhandeln. Was der Mann wollte, teilte die Polizei nicht mit.

Die Einsatzkräfte hätten schließlich eine Gelegenheit genutzt, als der Täter sich kurz von den Geiseln entfernte, um einzugreifen. Dabei sei Sprengstoff zum Einsatz gekommen, um ihn abzulenken. Der Mann sei daraufhin mit der Axt auf einen Polizisten losgestürmt, der deshalb geschossen habe. Der Angreifer sei noch an Ort und Stelle gestorben.

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Leserkommentare

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Norbert Kurt Leupi 11.02.24 15:40
Richtig so !
Es ging nicht um Ärger und um Geld zu sparen , sondern es ging um Notwehr ! Aber trotzdem wird der Polizist vor Gericht erscheinen müssen !
Fabian Sieger 11.02.24 14:13
Richtig so!
Vollkommen richtig gehandelt und bitte weiter so liebe Polizisten in der Schweiz, viel Ärger und Geld erspart! In DE undenkbar, denn da ist man ja dann böse und rechts....zusätzlich nimmt man dann den Täter womöglich noch unnötigerweise fest, um ihn nach kurzer Zeit wieder freizulassen. Aber vielleicht geht er auch in Haft, in einem schönen Gefängnis in DE, vom Steuerzahler finanziert.
Norbert Kurt Leupi 11.02.24 14:11
Geiselnahme
Auch die Schweiz " schafft es nicht " ( wie Deutschland ) , das Flüchtlingsproblem zu lösen ! Darum startet richtigerweise die SVP eine neue Volksinitiative gegen die Einwanderung !
Phuket Ernest 11.02.24 13:57
Was erlaubt sich der? Asyl beantragen und dann sowas. Asyl benötigt er ja jetrtvkeines mehr.