PATTAYA/SURIN: Schwere Gefechte an der thailändisch-kambodschanischen Grenze haben am Donnerstag (24. Juli 2025) für große Besorgnis bei Thais mit Angehörigen in der Region gesorgt. Einer von ihnen ist Bunphleng, 54 Jahre alt, ein mobiler Eierverkäufer, der seit mehr als zehn Jahren in Pattaya lebt.
Wie er gegenüber Reportern erklärte, habe ihn seine Familie am Morgen telefonisch informiert, dass in seinem Heimatdorf im Bezirk Prasat, Provinz Surin, anhaltend Schüsse und Explosionen zu hören gewesen seien. Hintergrund seien erneute Zusammenstöße zwischen kambodschanischen und thailändischen Truppen.
Behörden evakuieren Dorfbewohner in Bunker
„Während der Kämpfe schlugen Geschosse von kambodschanischer Seite nahe dem Dorf ein, in dem mehrere meiner Verwandten wohnen“, sagte Bunphleng. Die Behörden hätten die Bewohner in von der Regierung bereitgestellte Schutzbunker gebracht.
Raketen treffen Dörfer und Krankenhaus

Bunphleng gab zu, dass er sich große Sorgen um seine Familie mache – umso mehr, als Berichte bekannt wurden, wonach kambodschanische Raketen zivile Dörfer trafen, wobei es Verletzte und Tote gegeben habe. Sogar auf ein Krankenhaus sei geschossen worden. „Ich bin geschockt und zutiefst traurig“, sagte er.
„Unschuldige dürfen nicht Ziel sein“
„Ich verurteile das Vorgehen Kambodschas aufs Schärfste. Kämpfe sollten keine Unschuldigen treffen. Das ist kein normaler Krieg, sondern Guerillataktik ohne Zielauswahl, wahlloses Schießen. Ich möchte allen Thais im Kampfgebiet Mut zusprechen: Passt gut auf euch auf, verfolgt die offiziellen Nachrichten und ich hoffe, dass unsere Soldaten sicher aus diesem Einsatz zurückkehren.“
Eskalation schlimmer als im Jahr 2011
Nach seinen Worten erinnere die aktuelle Eskalation an die Grenzkonflikte von 2011, wirke aber noch heftiger. Er hoffe, dass die Gewalt bald ende, um Frieden und Sicherheit für beide Länder wiederherzustellen.