Friedensnobelpreis geht an Machado

​Venezolanische Oppositionsführerin geehrt – Trump geht leer aus

Maria Corina Machado wird für ihren Einsatz für Demokratie und Menschenrechte in Venezuela mit dem Friedensnobelpreis geehrt. Foto: dpa/Jesus Vargas
Maria Corina Machado wird für ihren Einsatz für Demokratie und Menschenrechte in Venezuela mit dem Friedensnobelpreis geehrt. Foto: dpa/Jesus Vargas

OSLO: Die feierliche Nobelpreisverleihung in Oslo wird in diesem Jahr ohne Donald Trump stattfinden. Der von ihm so sehr begehrte Friedensnobelpreis geht stattdessen an eine mutige Frau aus Venezuela.

US-Präsident Donald Trump hat ihn so lautstark für sich beansprucht wie kein Zweiter, doch letztlich geht der wichtigste politische Preis der Erde nach Südamerika: Die venezolanische Oppositionsführerin María Corina Machado wird in diesem Jahr mit dem Friedensnobelpreis geehrt. Die 58-Jährige erhält die prestigeträchtige Auszeichnung «für ihren unermüdlichen Einsatz für die demokratischen Rechte des venezolanischen Volkes und für ihren Kampf für einen gerechten und friedlichen Übergang von Diktatur zur Demokratie». Das gab das norwegische Nobelkomitee in Oslo bekannt.

«Der Friedensnobelpreis 2025 geht an eine mutige und engagierte Meisterin des Friedens: an eine Frau, die die Flamme der Demokratie inmitten einer wachsenden Dunkelheit am Brennen hält», sagte der Vorsitzende des Komitees, Jørgen Watne Frydnes, bei der Preisbekanntgabe. Als Anführerin der demokratischen Kräfte in ihrem Land sei Machado eines der außergewöhnlichsten Beispiele für zivilen Mut in Lateinamerika in der jüngeren Geschichte.

Machado war sprachlos, als sie von ihrer Auszeichnung erfuhr. «Oh mein Gott! Mir fehlen die Worte», sagte die Politikerin in einem kurzen Telefonat mit dem Direktor des norwegischen Nobelinstituts, Kristian Berg Harpviken. Nicht sie verdiene den Preis, sondern das venezolanische Volk, für das die Auszeichnung eine riesige Anerkennung sei. «Das ist eine Errungenschaft einer ganzen Gesellschaft. Ich bin nur eine einzelne Person», sagte sie.

«Mutige Meisterin des Friedens»

Machado gilt als einende Kraft der venezolanischen Opposition und entschiedene Widersacherin des seit 2013 regierenden autoritären Präsidenten Nicolás Maduro. 2010 wurde sie mit einer Rekordzahl an Stimmen in die Nationalversammlung ihres Landes in der Hauptstadt Caracas gewählt, ehe Maduros Führung sie vier Jahre später aus dem Amt trieb.

Ihren Kampf für die Demokratie setzte Machado trotzdem fort, half 2017 unter anderem dabei, ein Oppositionsbündnis pro-demokratischer Kräfte im Land aufzubauen. Sie erklärte 2023 ihre Kandidatur für die Präsidentschaftswahl im darauffolgenden Jahr, durfte wegen angeblicher Unregelmäßigkeiten während ihrer Zeit als Abgeordneter aber nicht antreten. Stattdessen machte sie sich für den Oppositionskandidaten Edmundo González stark, der nach Angaben der Opposition die Wahl gewann - die linientreue Wahlbehörde erklärte aber Maduro zum Sieger. Die Opposition spricht von Wahlbetrug.

Demokratie als Grundlage für Frieden

Dank Machado habe die einst zutiefst gespaltene Opposition in Venezuela einen gemeinsamen Nenner in ihrer Forderung nach freien Wahlen und einer repräsentativen Regierung gefunden, würdigte Frydnes. «Genau das ist der Kern von Demokratie: unsere gemeinsame Bereitschaft, die Prinzipien der Volksherrschaft zu verteidigen, auch wenn wir uns uneinig sind», sagte er. «In einer Zeit, in der die Demokratie bedroht wird, ist es wichtiger denn je, diese gemeinsame Basis zu verteidigen.»

Demokratische Kräfte wie Machado müssten auch im Namen des Friedens unterstützt werden, forderte der Norweger. «Wir glauben, dass Demokratie eine Voraussetzung für Frieden ist.»

Der Direktor des Stockholmer Friedensforschungsinstituts Sipri, Karim Haggag, betrachtet gerade diese Verbindung zwischen Demokratie und Frieden als wichtige Botschaft des Nobelkomitees. Die Auszeichnung von Machado sei überraschend, aber eindeutig äußerst verdient, sagte Haggag der Deutschen Presse-Agentur. «Sie sendet ein sehr positives Signal für das Anliegen der Demokratie weltweit», sagte er.

Trump geht leer aus

Der Friedensnobelpreis gilt gemeinhin als wichtigste politische Auszeichnung der Erde. US-Präsident Trump hatte in den vergangenen Wochen immer wieder betont, man möge ihm den Preis zusprechen. Unter anderem vor der UN-Vollversammlung in New York führte er im September an, innerhalb von nur sieben Monaten sieben Kriege beendet zu haben. «Jeder sagt, dass ich den Friedensnobelpreis für jede einzelne dieser Errungenschaften bekommen sollte», meinte er.

Noch dazu konnte Trump in dieser Woche einen ersten Durchbruch bei den indirekten Verhandlungen zur Beilegung des Gaza-Kriegs zwischen Israel und der islamistischen Hamas verkünden. Das dürfte ihn in seinen Ambitionen weiter bestärkt haben.

Was gegen Trump sprach

Experten glaubten vorab jedoch nicht an eine Preisvergabe an Trump - auch weil ihrer Ansicht nach keiner der sieben von ihm genannten Konflikte wirklich nachhaltig gelöst worden ist. Auch bei Trumps Plan für Gaza ist trotz des Durchbruchs unklar, ob er dauerhaften Frieden bringen wird.

Kritiker halten Trump zudem vor, die regelbasierte internationale Zusammenarbeit auf Basis multilateraler Verträge, Abkommen und Werte zu untergraben. Gegen Trump sprach außerdem die Nominierungsfrist: Die lief Ende Januar ab - zu dem Zeitpunkt war Trump erst elf Tage offiziell im Amt.

Es könne also rein aus verfahrenstechnischen Gründen durchaus sein, dass der Name Trump beim Nobelkomitee in diesem Jahr gar nicht als Nominierter vorgelegen habe, sagte Haggag.

Ob der US-Präsident im nächsten Jahr eine Chance haben könnte? «Das ist sicherlich möglich», sagte der Sipri-Direktor. Der gerade verkündete Gaza-Deal sei zweifelsohne eine große Errungenschaft. «Aber Frieden ist das noch lange nicht. Vieles hängt davon ab, was jetzt passiert», sagte er. Es gebe noch zahlreiche Herausforderungen und offene Fragen, unter anderem die Linderung der katastrophalen Lage der Menschen in Gaza oder zur Entwaffnung der Hamas.

Deutlich mehr Nominierte als im Vorjahr

Nach Angaben des Nobelkomitees sind für den Friedensnobelpreis in diesem Jahr 338 Kandidaten nominiert worden, darunter 244 Einzelpersonen und 94 Organisationen. Insgesamt waren das 52 Nominierte mehr als im Vorjahr. Wer dazu gehört und wer den entsprechenden Kandidaten vorgeschlagen hat, wird in der Nobelwelt stets 50 Jahre lang geheim gehalten.

Im vergangenen Jahr war die japanische Friedensorganisation Nihon Hidankyo mit dem Nobelpreis ausgezeichnet worden. Die Organisation von Überlebenden der Atomwaffenabwürfe auf die Städte Hiroshima und Nagasaki wurde für ihre auf Zeitzeugenaussagen beruhenden Bemühungen um eine atomwaffenfreie Welt geehrt.

Endspurt im Nobelpreis-Reigen

Vor der Friedensnobelpreisträgerin waren in dieser Woche bereits die Preisträger in den Kategorien Medizin, Physik, Chemie und Literatur verkündet worden. Am Montag folgt zum Abschluss noch die Auszeichnung in Wirtschaftswissenschaften. Die Nobelpreise werden traditionell in Stockholm vergeben, die Ausnahme bildet der Friedensnobelpreis in Oslo.

Auch in diesem Jahr sind die Nobelpreise erneut mit elf Millionen schwedischen Kronen pro Kategorie dotiert - umgerechnet entspricht das rund einer Million Euro. Feierlich überreicht werden die prestigeträchtigen Auszeichnungen traditionell am 10. Dezember, dem Todestag des schwedischen Dynamit-Erfinders und Preisstifters Alfred Nobel (1833-1896).

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Pivat Märkl 20.10.25 18:43
@ Thomas, verspätet - ist Gewöhnungssache !
1. Laut ZDF u. "Spiegel" hält sich Oppositionsführerin Machado unter Todesangst versteckt. Nach Wiederwahl Maduros schreibt sie nur noch aus ihrem Versteck. 2.8. 2025!
2. Wenn du informierter als das Komitee bist, das Zugang in alle Welt hat, dann ist es halt so.
3. Obama: Ok, gleiche Meinung.
4. Mit den Argumenten ist es immer so eine Sache. Auch bei dir? Oder machst du da die Ausnnahme?
Mein Spruch: Journalisten und all die TV- Talker wissen alles besser ... aber erst immer hinter her. Ich auch! :-)
Thomas, danke für deinen angenehmen u. fairen Schreibstil und Themenwechsei vllt. zum Klima, betr. den von Trump, AfD u. der SVP erzählten .....!
Thomas Sylten 20.10.25 16:20
@Pivat
Möglicherweise ist das ja so ein zu spät veröffentlichter Post -
aber er spricht verschiedene Dinge an, die mich "jucken":
- Dass Frau M sich versteckt halten soll, wundert mich, da sie ständig auf Wahlkampfveranstaltungen zu sehen war (für ihren Ersatzmann). Aber gut: Sie hat immer behauptet, bedroht zu sein.

Meine Hinweise auf die beschränkte (und weenn, dann amerikanisch gefärbte) deutsche Berichterstattung über Lateinamerika im Allgemeinen und Venezuela im Besonderen sollte übrigens kein "bashing" sein, sondern nur auf das beschränkte Interesse für diesen Raum hinweisen - der m.E. mehr eigenes Interesse verdient hat.

- Das Nobelpreiskommitee ist nicht sakrosankt: Auch dessen Mitglieder sind auf diese (halt beschänkten) Infos angewiesen und können nicht alles wissen - es gab diesmal wohl sehr viele Nominierte. Zudem können sie Fehler machen, bzw. steht es Jedem (auch mir) frei, eine Entscheidung begründet zu kritisieren. Die Entscheidungen zu Arafat oder Obama waren ebenfalls umstritten, und dass eine erklärte Kriegsbefürworterin, die Friedensaktivisten für Infiltranten hält, einen Friedenspreis erhält, ist nicht nur für mich nicht nachzuvollziehen.

Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass ich NIRGENDS Partei für die Gegenseite ergriffen habe, was mir hier reflexartig unterstellt wurde. Aber es wird ja auch Jedem, der den Ukainekrieg beenden will, sofort Putinismus unterstellt - offenbar zum Ablenken, wenn Argumente zum Thema fehlen.
Pivat Märkl 20.10.25 02:36
Danke, Hr. Mutz, "wenn lesen hilft.."
... dann lesen sie nur mal ihren eigenen Post vom 16.10. durch, was schwarz/weiß - Denken betrifft und welch allzu überhebliche Person da das Nobel - Gremium "der Lächerlichkeit preisgeben" will. Auf ihre ersten paar Sätze vom 19.10. will ich erst gar nicht eingehen, da für mich fern jeder Realität.

Zu Obama: der Friedenspreis sollte ihm kurz nach Regierungsübernahme quasi als Motivation in seinem polit. Werdegang und sozusagen als Vorschlußlorbeeren auf eine weitere Friedenspolitik dienen. Und ja, ich gebe ihnen recht, diese Hoffnung hat er dann nicht erfüllt.
Das nenne auch ich "politische Entscheidung", was aber bei Machado überhaupt nicht zutrifft.
Nochmal: die 5 Mitglieder des Gremiums haben Fr. Machado den Preis wegen ihrem "Einsatz für demokratische Rechte" zu recht verliehen.
Laut ZDF muss sie sich bis heute versteckt halten u. ihre 3 Söhne sind längst in's Ausland geflüchtet.
Martin Rüegsegger (Admin) 19.10.25 00:11
Hinweis der Redaktion:
Ich habe alle Beiträge in diesem Thread gelesen. Gelöscht wird keiner. Unverständlich bleibt, dass sich immer dieselben Schreiber nicht an Grundregeln halten: sachlich argumentieren, ohne persönliche Angriffe, ohne Spott.

Ab sofort deaktivieren wir für diese Kommentatoren die automatische Freischaltung. Künftige Beiträge gehen in die manuelle Prüfung und erscheinen – wenn überhaupt – erst zeitversetzt. Selber schuld. Beschwerden bei uns ändern daran nichts.

Halten wir’s einfach: Zur Sache schreiben, höflich bleiben, dann bleibt die Diskussion offen.

MfG Rüegsegger
Johann Mutz 19.10.25 00:00
Pivat Märkl 17.10.25 14:55
Sie werfen mir Schwarz/Weis Denken vor Blenden aber völlig die Tatsache aus das diese Dame einen Umsturz Unterschrieben und geplant hat und die Auflösung aller Demokratische Kräfte. Das dies Gesellschaftliche Unruhen für die Bevölkerung mit sich bringt kann man davon ausgehen. Ganz Sicher ist so jemand eines FNP würdig. Und nein, ich Glaube auch nicht das die Nobel Komiteemitglieder Deppen sind, habe ich dies jemals hier Behauptet !?.....Lesen hilft !!
Ich Glaube aber sehr wohl das dieses Komitee nicht Frei ohne Politischen Absichten ihre Preise Verteilt was dem ganzen ins Absurdum führt wie einen Herrn Obama zu geben bevor er irgend etwas getan hat und im nachhinein den grössten Drohnen Angriff in der Geschichte gegen Afganistan führte Kollaterall Schaden mit inbegriffen.
Pivat Märkl 18.10.25 16:44
Sorry Leute.
Auch ich hatte das Thema gestern mit dem untensteh. Post abgehakt.
Nur: Die letzten ca. 20 Posts werden in meinem Fall ausschließlich SO "reguliert": erst mal rot, dann oft ein Tag später die Verõffentlichung a l l e r von mir geschriebenen 20 Posts. Lb. Redaktion, liefere ich nicht dadurch den Beweis, dass ich ihre Spielregeln einhalte ?
Tut mir leid, dass dadurch dieses leidige Thema immer noch am "kochen" gehalten wird.
Pivat Märkl 18.10.25 13:43
Thomas, schwarz - weiß
Mit "Wenn man einer Seite immer recht gibt", war Hr. Muntz gemeint oder hälst du dir da selber den Spiegel vor die Nase.
Aus dem "GRAU-Bereich" heraus habe ich durch eigenes Nachlesen (rein aus Interesse) dann zur Mehrheit tendiert.
Lassen wir's. Siehe L. Uaan 16:20.
Es gibt inzwischen andere Themen wie z.B. CO2, wo wir bekanntlich 100% übereinstimmen.
Mein Kommentar dazu: rot wie immer die le. 20 Male. Du u. Johann sind da nicht allein l (>_<).
Thomas Sylten 17.10.25 16:20
@Pivat
Schwarz-Weiß-Denken ist es doch, wenn man einer Seite immer recht gibt, auch bei fragwürdigen Aspekten, während man der anderen Seite grundsätzlich widerspricht, auch bei begründeten Einwänden.

Insoweit ist es sicher nicht Herr Mutz, der hier schwarzweiß denkt, weil er (auch) die andere Seite für bedenkenswert hält, sondern diese hier von einigen so ausgeprägt rübergebrachte, betont einseitige ("Haltung zeigend", gell?) Aburteilung einer nicht genehmen Meinung, egal wie unerheblich diese ist. Oder was rechtfertigt diesen Furor gegen meine MEINUNG, dass hier die falsche Person mit dem FNP ausgezeichnet wurde? Wen interessierts?? Warum reagieren da manche Leute wie angestochen?? Darf ich das nicht?

Das wirkt ja schon irgendwie "psychologisch", finden Sie nicht?
Thomas Sylten 17.10.25 16:10
@Ling
Ich dachte, das Thema wäre für Sie abgeschlossen - aber wie Sie hier nachtreten, ist einfach ungezogen:

1. Ich habe mich nie zum Experten für Venezuela erklärt, habe aber - weil interessiert - vor Ort mit unzähligen Menschen weißgott aller politischen Richtungen gesprochen, die mit ihrer Meinung auch nicht hinter den Berg halten, sondern durch die Ereignisse politisiert und engagiert sind. So kenne ich die Meinungen und Befürchtungen von Befürwortern und Gegnern der Regierung teils bis ins Detail.

2. Das habe ich nicht in ein paar Tagen "Urlaub" erlebt und besprochen, sondern in wiederkehrenden längerfristigen Besuchen in verschiedenen Teilen der Region, insgesamt bin ich dort (Lateinamerika) seit über 30 Jahren unterwegs und arbeite ausschließlich mit einheimischen Dienstleistern vor Ort. Ich lege bei unseren Expeditionen Wert darauf, dass die Gäste nicht NUR die beeindruckenden Naturschönheiten zu Gesicht bekommen, sondern auch soziale und historische Hintergründe des jeweiligen Landes erfahren.

3. Ich habe - im Gegensatz zu Ihnen - hier nirgends die gesamte Politik Venezuelas diskutiert, sondern lediglich mein Unverständnis darüber geäußert, dass eine Person, die bekanntermaßen keine Friedensaktivistin ist, sondern zur ausländischen Intervention aufruft, MEINES ERACHTENS NACH nicht wirklich für einen Friedenspreis geeignet ist.

So viel Meinungsfreiheit sollten Sie zulassen können, ohne total getriggert zu reagieren. Also beruhigen Sie sich mal wieder - Danke.
Pivat Märkl 17.10.25 14:55
@ J. Mutz, IHR Schwarz -Weiß -Denken...
...ist für mich eine grobe und zudem falsche Vereinfachung der Realität!
Ist es bei diesem Thema nicht vielmehr SO, dass sie nur DENJENIGEN (T.S.), für besonders aufgeklärt und gescheit halten, der IHRE Meinung vertritt ?Weil er in diesem Land ein paar Tage o. Wo. als Reiseführer tätig war ? Einen Überblick oder gar Urteil über inländische Politik hätte ich mir nach meiner großen 3- wöch. T - Reise vor 27 J. jedenfalls nicht zugetraut.
Lassen wir es dabei: Die Nobelpreis - Komiteemitglieder sind nun mal keine Deppen, sondern haben wesentlich mehr Ahnung und Hintergrundwissen als ich und sie zusammen Hr. Mutz.
Roman Knöpfel 16.10.25 16:20
Tja
Das eine hängt eben mit dem Andern zusammen, auch wenn da seinige Protagonisten nicht sehen wollen.
Aber, was weiss ich kleine Nummer schon.
Thomas Sylten 16.10.25 15:10
@Horst Flügge
Richtig: Beim FNP geht es um Friedensiniativen - auch lokale, aber eigentlich nicht um die Stärkung eines "genehmen" Protagonisten in einem politischen Machtkampf, schon gar nicht wenn dieser explizit nicht zum Frieden, sondern zum militärischen Eingreifen (also Krieg) aufruft.

Dass einige Foristen diesen Hinweis mit einem Eintreten für den Antagonisten in diesem Machtpoker verwechseln und entsprechend überreagieren, liegt an der oft gering ausgebildeten Fähigkeit, zu differenzieren und sachlich am Thema zu bleiben: Plötzlich wird es zu einer allgemeinen Diskussion um Weltanschauungen mit entsprechend harten Frontstellungen, getrieben von Unterstellungen und Behauptungen, die so nie angesprochen waren. Es ist manchmal sehr schwer, einen eigentlich klar umrissenen Sachverhalt zu besprechen, sobald Leute (fälschlich) glauben, man wolle ihre Ideologie infrage stellen: Sie fühlen sich dann angegriffen, obwohl davon nie die Rede war. So wie einem hier sofort Maduro-Unterstützung angedichtet wurde, obwohl es ausdrücklich um Machado ging. Und auch nicht darum, ob Machado recht oder unrecht hat, sondern ob ihr Handeln einen FNP verdient.
Johann Mutz 16.10.25 14:32
Dank Herr Flügge..
das Hautthema ist der in meinen Augen der umstrittene FNP an jemanden der alles andere als Friedlich in der Vergangenheit war. Und nicht Maduro was von einigen hier gerne vermischt wird.
Ich Danke auch Herrn Sylten für seine Insider Information statt aus der Einheitspresse.
Und nochmals für die Gläubigen die meinen Machado hätte den FNP verdient:
"..es gab mal einen Staatsstreich 2002 den sie mit Unterschrieben hat bekannt als das Carmona-Dekret das zum Ziel hatte die Entmachtung aller demokratische Institutionen im Land, also wie Maduro nur auf der anderen Seite bei den Rechten. 2025 warb Machado in einem AS/COA-Format für massive Privatisierungen, Öffnung der Öl- und Gasreserven für ausländische Konzerne und eine schnelle Transition. Das ist eine marktradikale Agenda zugunsten von Reichen Oligarchen."
Machado war bereit eine Diktatur im Lande zu schaffen ( und wahrscheinlich immer noch ) was soll daran Bitte Friedlich sein das denn Preis Gerechtfertigt ,ausser das dieser Preis ein weiteres mal in die Lächerlichkeit und Politisch Motiviert gezogen wird !!
Nebenbei auch wenn es nicht das Thema zum Beitrag ist u. ich bin kein Anhänger oder Freund von Maduro, aber was hier an Meinungen über ihn herrscht zeigt nur wie wenig man sich wirklich mit ihn und dem Land beschäftigt hat. Dieses Schwarz/Weis Denken ist ja so bequem, es ist immer vielschichtig egal wo in der Welt. Nur wer vorort im Land war hat ein besseres Bild.

Horst Flügge 16.10.25 07:20
Machado
Auch ich habe mich gefragt, in welcher Form sich Frau Machado um den Frieden in der Welt verdient gemacht hat.
Das heisst doch nicht , daß ich Maduro unterstützen will. Bei dem Preis geht es um den Weltfrieden (oder?) und nicht um die politischen Verhältnisse in einem Land.
Thomas Sylten 15.10.25 20:30
Danke Pivat
für den fairen Beitrag.
Mir ging es ja auch so, dass ich mich immer vorab gut informiert fühlte, wenn ich ein mir neues Land bereiste - bis ich nach Cuba (und später nach Venezuela) kam und erstaunt feststellte, dass es sich dort ganz anders darstellt als bei uns berichtet. Das heißt natürlich nicht, dass dort alles Gold wäre - aber derart, wie diese Länder bei uns runtergeschrieben werden, ist es halt bei Weitem auch nicht. Es ist also auch nicht etwa Gegenteilig - sondern einfach ganz anders.

Diese Erfahrung teile ich gern mit am Thema interessierten Leuten, die das auch gemeinhin sehr interessiert zur Kenntnis nehmen - meist Leute, die mich kennen und wissen, dass ich selten Unsinn erzähle.

Hier im Forum treffe ich natürlich auf Leute, die diese westliche Berichterstattung verinnerlicht haben und jeden Zweifel daran brüsk zurückweisen - schließlich wird über Thailand etc. durchaus fair berichtet. Dass es sich bei Ländern, die das westliche System in Frage stellen, anders verhält, mag man dann nicht glauben - solange man nicht selber wirklich dort war (und damit meine ich nicht die Playa Varadero).

Dass auch du nix anderes findest, wundert mich also nicht -
aber versuch doch mal (wenn es dich wirklich interessiert), wie schon an anderer Stelle empfohlen "amerika21" aufzurufen: Auch das muss man nicht alles 1:1 übernehmen - aber es erweitert den Blickwinkel.
Pivat Märkl 15.10.25 17:55
Fr. Machado, zu guter Letzt.
Ich habe mich bei diesem Thema bis jetzt zurückgelehnt. Meine Kompetenz- ohne genügend Wissen - reicht nicht aus, um mir ein endgültiges Urteil zu bilden. Nach Berichten im TV, laut denen Fr. Machado im Jan. bei Maduros Amtseinführung kurzfristig festgenommen und sich seitdem versteckt hält, um weiteren Reprässalien zu entgehen und ich die Geschichte Venezuelas gelesen habe, schließe ich mich der Mehrheit hier an.
Nur, diejenigen hier im Forum, die sich bemühen bei diesem Thema einen fairen Dialog aufrecht zu erhalten, sollten nicht in diesem Maße "verprügelt" werden. Ich jedenfalls habe von T. S. noch nie ein gehässiges oder beleidigendes Wort gelesen.
Mit N. Schettlers Kommentar 10:10 und Ling Uaans Aussage: " Das Nobelpreis- Komitee hat viel mehr Ahnung als unsereins" gehe ich zu 100% konform.
P.S.: für dich, Michael v. W., Venezuela!
Falls du in meinem Kommentar einen Schreibfehler findest - einer ist vorhanden - finde ihn u. du darfst ihn behalten. :-))))))))))))
Thomas Sylten 15.10.25 13:20
@Ling Uaan
Nach einigem Daddeln hab nun per Zufall Khun Hunns "netten Kommentar" gefunden - aber nicht in diesem Thread hier, sondern unter "Allgemeine Diskussion & Kommentarregeln": Die Zuordnung der eingehenden Beiträge ist mir noch nicht wirklich nachvollziehbar - ich sehe nur Beiträge unter dem Artikel, über den gerade diskutiert wird.

Zu Khun Hunns Beitrag kann ich nur anmerken "Wer lesen kann ist klar im Vorteil": Im Satz nach dem bemängelten habe ich ja erläutert, wie es gemeint ist - ich könnte auch zu Maduro einiges Erhellendes Beitragen, was über die bei uns dominierende parteiisch westliche Informationspolitik hinausgeht - aber dieses Fass wollte ich jetzt nicht auch noch aufmachen, obwohl einige Foristen ihren Fokus ja klar auf Maduros Politik legten, um den FNP für die kriegstreibende, ja Krieg ultimativ verlangende Frau Machado zu feiern. Das darf der Regimegegner ja tun - aber doch nicht das FRIEDENSnobelpreiskommitee. Meine Meinung, für die ich im eher unpolitischen Farang-Forum kein Verständnis erwarte, die aber zumindest besser begründet ist als die Wutreaktion z.B. eines bayrischen Ole, der sich allen ernstes darüber beklagt, dass ich antworte, wenn ich angesprochen werde. Kinderstube ist halt auch ein Privileg, ist mir klar. Gute Nacht.
Konrad Benz 15.10.25 13:20
Khun Uann
Kleine Arbeitseinweisung; er ist wirklich weg
Konrad Benz 15.10.25 13:19
Khun Knöpfel
Von Hass geprägte Kommentare von T.S? Wo erkennen Sie den?
Thomas Sylten 15.10.25 13:19
@alle - Verschiedenes
Auch ich bin der Meinung, dass alles zum FNP gesagt ist - Dank dafür. Aber es kommen dann doch wieder Dinge auf, die m.E. einer Antwort wert sind:

@Ling: Danke für den Hinweis - tatsächlich hatte ich letzte Nacht beim Daddeln den Beitrag von Khun Hunn auf diese Weise zufällig gefunden (war mir neu - man wird alt wie ne Kuh..) und meinen Senf dazugegeben - war wieder rot, aber weil harmlos wird es ja vielleicht später noch erscheinen.

@Roman: Meine Postings sind nicht von Hass getrieben - ich versuche, über Hintergründe aufzuklären. So sagen Sie, das Fr. Machado "Ihres Wissens nach nicht gefordert hätte, ins Präsidentenamt zu gehören". Das ist, mit Verlaub, nicht korrekt: Sie wollte sich für die diesjährige Wahl am 28. Juli als Präsidentschaftskandidatin aufstellen lassen, wurde jedoch von Wahlprüfungsausschuss und Oberstem Gerichtshof nicht zugelassen. Sie berief dann einen Kandidaten ihrer Wahl, Herrn Edmundo Gonzales Urrútia, zum sie stellvertretenden Kandidaten, der von sich aus sagte, er habe keine eigene Agenda, sondern folge der von M. Als erklärte Marionette machte er auch keinen eigenen Wahlkampf, sondern ließ M auftreten. Als der frühere Oppositionskandidat Capriles die Wähler mit dem Spruch "Das Öl gehört dem Volk" beschwichtigen wollte, widersprach M - sie verfolgt eine marktradikale Privatisierungsagenda.

Und ich arbeite (weltweit) mit einheimischen Agenturen zusammen - nicht mit Regierungen. Nirgends.
Roman Knöpfel 15.10.25 10:40
@ Norbert
Ich habe nur auf die von Hass getriebenen Postings von Thomas, reagiert.
Norbert Schettler 15.10.25 10:10
Roman
Ihr werft Thomas vor, er verrenne sich da in etwas und solle es doch nun gut sein lassen. Du selbst schreibst am 12.10., Du ziehst Dich zurück. Und heute fängst Du wieder an. Hier herrschen gegenteilige Meinungen, was auch gut ist, zum FNP ist jetzt aber alles gesagt, meine Meinung.
Roman Knöpfel 15.10.25 08:10
@ Thomas
Wenn sie in Venezuela im touristischen Bereich aktiv sind, haben Sie mit der Regierung zu tun! Weil jemand vergibt Lizenzen und will Steuern eintreiben.
Zu ihren Angestellten und ihrer Meinung zur Opposition. Fragen Sie mal einen Chinesen über Demokratie aus, oder ob er das herrschende Regime unterstützt.
Frau Machado hat meines Wissens nicht gefordert, dass sie ins Präsidentenamt gehört. Sie verlangt seit Jahren freie und transparente Wahlen! Beides verweigert Maduro und lässt Oppositionelle verhaften und auf Demonstranten schiessen.
Das der gute Herr nebenbei seinen Familienclan am Drogenhandel & den Öl- Einnahmen partizipieren lässt, ist auch nicht zu leugnen.
Jörg Obermeier 15.10.25 07:50
Vielleicht noch als einer der auch keine Ahnung von den Verhältnissen in Venezuela hat meine Meinung dazu. Gelernt habe ich, dass die Verleihung des FNP ähnlich kontrovers gesehen werden kann wie vielleicht seinerzeit für Arafat. Neue Argumente oder Hintergrundinfos kommen ja nicht mehr unbedingt. Insofern ist der weitere Streit dazu relativ überflüssig. Zumindest meiner Meinung nach.
Thomas Sylten 15.10.25 02:50
@Ole - Warum so giftig?
Wenn Sie mit einer freundlich geführten Diskussion nicht umgehen können oder wollen - warum beteiligen Sie sich dann daran? Wenn Ihnen die Standpunkte anderer Floristen nicht gefallen - dann sollen diese gefälligt endlich still schweigen?? Wieso denn: Ich habe Spaß am Diskutieren, und ich denke ich kann etwas beitragen, um den recht engen Wiissenshorizont dieses Themas bei uns mit eigenen Beispielen von vor Ort etwas zu weiten.

Ich habe nirgends behauptet, dass es den Venezolanern sonderlich gut geht - die Gründe dafür liegen zum guten Teil bei der Regierung (aber nicht nur), aber das war hier nicht das Thema, weshalb ich dazu nicht viel gesagt habe. Ich weiß aber, das Frau Machado eine in Venezuela extrem umstrittene Person ist, die Positionen vertritt, die mit einem FNP nicht wirklich kompatibel sind. Wenn Sie das nicht hören wollen, schalten Sie weg. Ganz einfach - ich falle ja auch Ihnen nicht ins Wort bei Themen, von denen ich nix weiß, oder nix wissen will.

Mich würde ja wirklich mal interessieren, was Wessis we Sie eigentlich zum Thema "demokratischer Meinungsaustausch" gelernt haben, wenn es zu solch seltsamen Reaktionen kommt auf Meinungen und - Obacht: Berichte (!), die nicht genehm sind.
Oder ist das irgendwie speziell bayrisch? Fragt sich ein "Ehren-Ossi" (Danke für die Blumen: in Wahrheit alter West-Berliner - aber das interessiert die auf alternativen Fakten bestehende Vorurteilsgemeide ja schon gar nicht). Gute Nacht.
Ole Bayern 15.10.25 02:10
TS ..... geben Sie doch nun endlich ....
.... die auch von Ihnen angekündigte Ruhe in des Causa Machado , ist besser für Alle . Merken Sie denn eigentlich wirklich nicht , wie Sie 2/3 des Forums und deren Teilnehmer .... mir eingeschlossen .... extrem mit Ihrer " Klugscheißerei " auf den Senkel gehen. Bei uns in Bayern gibt es ein gut umschriebenes Sprichwort ......
" Gebt ihm doch recht und ihr habt eure Ruhe " . ..... Und wenn ca. 8 Mio Venezolaner mit den Füßen abstimmen und das Land verlassen , aufgrund der politischen und wirtschaftliche Situation ( zweitgrößte Fluchbewegung weltweit ) , braucht es nicht ein de facto hochgescheiten T.S. aus der ehemaligen Ostzone , welcher uns uns hier " seine objektive alternataive Wahrheit ) erzählen muß , und so kommt es mir ja bald vor wie Missionärsarbeit der Ex Kommunisten.

No comment from me again about this .... 100 % , Ole
Thomas Sylten 15.10.25 00:10
Schade - den Beitrag von Herrn Hunn sehe ich nicht. Sehen wir verschiedene Threads??

Aber zu Ihnen, Khun Ling:
Tatsächlich habe ich "geschäftliche Interessen" in der Region - allerdings im touristischen Bereich, mit der Regierung habe ich absolut nichts zu tun. Der touristische Sektor ist in Venezuela durchaus regimekritisch eingestellt - so kenne ich sowohl die Regierungs- wie die Oppositionspropaganda. Beides lässt mich kalt - mehr interessiert mich die Lage im einfachen Volk, welches z.B. das Personal stellt - und ich denke, eine solche Stimme direkt von dort könnte auch für uns in Europa interessant sein, die wir ja zumeist auf indirekte Nachrichten angewiesen sind, die - wie auch überall woanders - durch alle möglichen Filter gelaufen sind, bevor sie uns erreichen. Was Sie ja mit Ihrer Recherche auch indirekt bestätigen. Daher ist die Annahme, dass wir (im Gegensatz zu allen Anderen?) "objektiv" informiert werden (s. m.v.w.), wirklich rührend naiv.

Da es sonst ja niemanden zu interessieren scheint, was "der einfache Venezolaner" denkt, lasse ich Sie an meinen dortige Erfahrungen teilhaben - es ist keine Regierungspropaganda, sondern leicht nachvollziehbar, dass die Venezolaner sich ganz gern das Schicksal der Ukraine oder Gazas ersparen würden und über solcherlei mörderische "Hilfe" nicht wirklich glücklich wären.
Thomas Sylten 14.10.25 20:10
@Ling
Auch Ihnen werde ich - sobald ich Zeit habe - gern angemessen antworten. Denn wie gesagt: Das ist hier ein Diskussionsforum, da geht es hin und her. Vorzugsweise aber ohne unbegründete Unterstellungen, okay? Später mehr. (Ach so: Welcher nette Post von Herrn Hunn? Ich sehe keinen) :)
Thomas Sylten 14.10.25 17:00
Wo ist denn Romans Beitrag hin - ich sehe ihn nicht mehr..??
Was war denn gemeint mit dem Orakel von Hua Hin und dem alternativen Historiker -
ich bin auf diesem Gebiet offenbar unterinformiert..(?)
Konrad Benz 14.10.25 16:41
Danke Khun Mutz
Im Gegensatz zu Khun Knöpfel haben Sie es erkannt...der FNP ist ein Witz, und weder die venezuelanische Machado noch damals Arafat hat einen solchen Preis verdient. Angenommen und sich darum bemüht wird er natürlich gerne...es geht schliesslich um ein paar Milliönchen Dollar. Da versteht man vieles gleich besser.
Thomas Sylten 14.10.25 16:10
Die werten Mitfloristen möchten bitte einmal bedenken, wie oft sie hier in einer Diskussion um einen FRIEDENSPREIS ihre Abneigung gegen einen unbeteiligten Dritten (Maduro) in den Mittelpunkt stellen - um den es doch aber gar nicht geht. Sondern darum, ob eine politische Akteurin, die nicht etwa stille Friedensarbeit für Unterprivilegierte betreibt, sondern laut eine krasse neoliberale Politik zugunsten ihrer Oberklasse einfordert und dafür gern bereit ist, über unzählige Lei.chen zu gehen, ausgerechnet einen FRIEDENSpreis verdient.
Thomas Sylten 14.10.25 16:00
@Roman
Wie meinen?

Ich halte das hier für ein Diskussionsforum und freue mich über engagierte Beiträge, die naturgemäß divergieren - sonst wäre es ja keine Diskussion. Schön ist es halt, wenn man dabei seine gute Kinderstube nicht vergisst und die Kirche im Dorf lässt - am Liebsten so, dass ein Filter nicht nötig wäre, um den Spaß an der freien Rede nicht einzuschränken.

Richtig: Niemand von uns schickt Soldaten oder verweigert Medikamente - aber ich darf an den Anlass für diese Diskussion erinnern: Frau Machado fordert eben dies unaufhörlich und beteiligt sich an Allem was in diese Richtung geht - und erhielt dafür den höchsten (aber halt westlich geprägten) "Friedens"preis (den ich bislang nie in Anführungszeichen schrieb). In meinen Augen (tschulligung - ich kanns nicht ändern) blamabel, insbesondere wenn man im Vergleich viele andere Nominierte betrachtet, die wirklich (meist stille) Friedensarbeit leisten.
Thomas Sylten 14.10.25 15:20
Immer wieder ernüchternd zu sehen, wie leichtfertig macher Sofakrieger ein anderes Volk mit Krieg überziehen will, weil ihm eine bestimmte Richtung nicht passt. Klar verbittet er sich Widerspruch, aber ich weise dennoch darauf hin, dass wir nicht von einem Schachspiel reden, sondern es immer das angeblich zu befreiende Volk ist, dass die damit vebundenen Leiden zu ertragen hat. Wer einem darbenden Volk helfen will, sanktioniert vielleicht die unerwünschten Machthaber - blockiert aber nicht Medikamente und Lebensmittel, denn das trifft IMMER die Falschen. Und Krieg schon sowieso - was ist bloß schiefgelaufen bei Menschen die so gewalttätig denken und alternative Ideen nicht entwickeln können??
Johann Mutz 14.10.25 12:48
Thomas Gittner 13.10.25 14:19
Ich weis nichts von einer Verbindung zur AFD, mir ging es auch nicht welche Verbindungen sie hat und wie nahe sie zu Trump steht. Aber es gab mal einen Staatsstreich 2002 den sie mit Unterschrieben hat bekannt als das Carmona-Dekret das zum Ziel hatte die Entmachtung aller demokratische Institutionen im Land, also wie Maduro nur auf der anderen Seite bei den Rechten. 2025 warb Machado in einem AS/COA-Format für massive Privatisierungen, Öffnung der Öl- und Gasreserven für ausländische Konzerne und eine schnelle Transition. Das ist eine marktradikale Agenda zugunsten von Reichen Oligarchen. Sie ist kein deut besser als Maduro.
Man muss halt etwas besser Recherchieren dann findet man diese Hinweise, mit Sicherheit nicht im weisgewaschenen meanstream Medien und jetzt erst Recht nicht weil man ungern ein Makel im Nobel Preis sehen möchte. Das ist ein reiner Politischer Preis geworden, mit Frieden hat er relativ wenig zu tun.
Thomas Sylten 13.10.25 19:30
@Thomas Gittner
Ja: Die deutsche Berichterstattung zu Lateinamerika ist ja kaum vorhanden, und wenn, dann sehr vom amerikanischen Blickwinkel geprägt (vermutlich weil die dortigen Artikel abgeschrieben werden) -
eine unabhängige und für mich (beruflich viel in Lateinamerika unterwegs) aufschlussreiche Quelle mit guten Hintergrundinformationen ist z.B. "amerika21" mit eigener Website (sowie einem Leserforum auf Facebook).
Thomas Gittner 13.10.25 14:19
@ Johann Mutz, können sie bitte.....
....mal die Quellen benennen die für das intervenieren in die venzulanische Politik von Seiten Machado berichten und auch die Verbindung zur AFD wie Thomas Sylten es erwähnt, vielen Dank, ich konnte nichts der gleichen finden, vielleicht stelle ich mich auch zu doof an.
Plante HDV 13.10.25 14:18
Th.Sylten 12.10.25 03:40
Das stimmt Herr Sylten, früher waren die Diskussionen lebhafter und interessanter. Einen hässlichen Umgangston konnte man und kann man auch heute missachten. Nur es ist einfach nicht immer eindeutig warum eine Veröffentlichung so spät erfolgt.
Thomas Sylten 12.10.25 22:30
Perspektivwechsel ja bitte
Aufgrund meiner häufigen beruflichen Aufenthalte im ganzen lateinamerikanischen Raum bin ich bei einschlägigen Themen häufig engagiert, da bei uns sehr wenig Wissen über diese Region herrscht und die Informationen, die man erhält, allgemein die amerikanische Sichtweise transportieren.

Frau Machado ist mir seit Jahren als missionarische Eiferin gegen das Maduro-Regime bekannt, die noch jeden Einigungsversuch oder Verhandlungsvorschlag torpediert hat und im Gegenteil das Volk unermüdlich aufwiegelt und in einen Bürgerkrieg zu reden droht. Das mag man als Regimegegner bewundern, schlägt aber jedem tatsächlichen Befriedungsversuch vor Ort ins Gesicht und ist das Gegenteil von Friedensarbeit. Jedes Indigenenprojekt zur Verteidigung ihrer Menschen- und Landrechte gegen die Interessen mächtiger Rohstoffkonzerne in Guatemala oder Peru hätte diesen Preis eher verdient, zumal deren Akteure täglich um ihr Leben fürchten und ständig den Mordanschlägen von "Oben" beauftragter Killerkommandos ausgesetzt sind.

Daher wollte ich meinen Augen nicht trauen, als ich von dieser Entscheidung erfuhr. Zu erklären versuche ich es mir jetzt damit, dass das Kommitee - nachdem Trump schon aus nominierungstechnischen Gründen nicht infrage kam - taktisch einen Kandidaten wählte, gegen den Trump schlecht was sagen kann.
Roman Knöpfel 12.10.25 18:00
@Thomas
Sie verrennen sich in diesem Thema. Ob Maduro, dessen Regime ebenfalls tausende Tote, zur Folge hatten, die bessere Wahl für Venezuela ist, wage ich zu bezweifeln.
Damit ziehe ich mich aus diesem Thread zurück.
Thomas Sylten 12.10.25 17:20
@Ole
Möglicherweise halten Sie Waffengewalt für ein notwendiges und legitimes Mittel um Ihre Sicht der Dinge unter Inkaufnahme unzähliger Opfer durchzusetzen - nur werden Sie für diese Einstellung normalerweise nicht mit dem FNP ausgezeichnet: Den gibt es eigentlich für andere Qualitäten.

Und ich habe zum Thema Waffengewalt tatsächlich eine diametral andere Auffassung - das möchte ich hier betonen. Daran haben auch meine mehrfachen Aufenthalte in Venezuela (vor und nach Chavez) nichts ändern können - die Menschen sind dort überwiegend sehr nett und haben es nicht verdient, von außen mit Krieg überzogen zu werden. Und wünschen sich das mehrheitlich auch nicht, Frau M.'s Gez.eter zum Trotz
MfG Motzki
Ole Bayern 12.10.25 16:30
Den FNP an Frau Machado zu verleihen ,
........war eine gute und richtige Wahl. Frau Machado wurde dafür geehrt , daß sie über Jahre hinweg vesucht ein brutales diktatorisches System zu verdrängen, zu bekämpfen und zu beseitigen, auch unter möglich persönlichen Opfern . Und durch die Verleihung des FNP an Frau Machado kommt nun auch wieder der Fokus der Welt auf die Tagesordnung für diese Region. Und das ist anzuerkennen wie der Vorsitzende des Nobelkomitees bei seiner Laudatio treffend und sehr gut formulierte. Und wenn hierzu zum Umsturz eben eine Militärintervention der U.S. oder UNO notwendig wird, um auch gleich noch mit Guyana vor Bedrohungen Maduros zu schützen. Um Frieden , Freiheit , Gerechtigkeit für Jedermann und das " Wegfegen " einer so schlimmen Diktatur zu erreichen , ist eben Waffengewalt auch ein notweniges und legetimes Mittel. Mit roten Nelken , Weißen Tauben , Gebete in Kirchen und s.g. Friedensdemo´s ist Typen wie Maduro nicht beizukommen. Und an die Herren Mutz / TS .... seien Sie froh das sie dort nicht ihr Dasein fristen müssen , sie würden aber sicher ganz ander denken als hier den Motzki raushängen zu lassen.

Ole
Thomas Sylten 12.10.25 15:30
@Ling Uaan
Ich habe hier mit keinem Wort der venezolanischen Regierung das Wort geredet - es geht in meinen Beiträgen um Frau M. und ob eine Person, die eine bewaffnete Intervention fordert, einen FNP (!) verdient. Das ist ja nicht irgendein Blech, sondern eigentlich der wichtigste Preis für FRIEDENSbeiträge, also möglicherweise für das ABWENDEN einer Intervention.

Aber ich sehe schon: Auch einige Floristen hier sehen den Nobelpreis inzwischen weniger als Preis für persönliche Friedensarbeit denn als politische Waffe gegen unliebsame Dritte.
Johann Mutz 12.10.25 11:30
Ich muss Herrn Sylten...
Recht geben.Dieser Friedensnobelpreis hat sicher nicht "Machado" verdient. Wer für Waffengewalt ist um ein Land zu Intervenieren weil ihr nicht die Regierungsmacht gefällt was soll da ein Friedenspreis !!
Wird übrigends von den Deutschen Medien Komplett ausgeblendet.
Stelle schon länger Fest das der einstige Friedens-Nobel nur noch ein Politischer Preis an denen Vergeben wird weil den so manche nicht in die Woke Westliche Denkweise hinein passt, so wie an Kritische Chinesische Schriftsteller oder Obama, ach so...der hat seinen Preis bekommen bevor er den grössten Drohnenangriff auf Afganistan Startete mit in Kauf genommen Kollateral Schaden von ganzen Familien.

Es gibt unendlich viele Stille Preisträger die Echte Friedensarbeit Leisten ohne jeden auf die Füsse zu Treten. Regiem Gegner sind oft alles andere als Friedlich.
Thomas Sylten 12.10.25 03:40
@Herrn Schrader
Das hab ich durchaus kapiert - aber Beiträge, die erst am Folgetag veröffentlicht werden, können meist zur Diskussion nix mehr beitragen. Weshalb ich (ausnahmsweise - ein Versuch) meine Texte versuchte zu entschärfen - auch wenn mir nicht klar war, welche meiner ja nicht unflätigen Worte den Filter aktiviert hatten - und sie nochmals einzustellen in der Hoffnung, dass sie nun durchkämen. War aber nur bedingt erfolgreich.

Übrigens bin ich durchaus der Ansicht, dass Diskussionsforen zum Diskutieren da sind - so halten wir es hier bereits seit Jahren. Früher waren diese Diskussionen aber lebhafter und diverser, weil ohne Filter.
Thomas Sylten 11.10.25 20:00
Entschuldigung für Doppelposts -
die wurden immer rot in den Orbit geschickt, obwohl ich mir Mühe gab, nur korrekte, leicht nachprüfbare Tatsachen mitzuteilen.

@Ling Uaan: Welche "Hetse"?
Was ich sage kann man leicht nachprüfen -
und Frau M. wiederholt sich da ja auch oft genug.
Ich war sowohl vor wie nach Chavez in Venezuela und kenne sowohl den Unterschied (zugunsten der Armen, zum Nachteil der Reichen) sowie die Protagonisten und ihr standing zur Genüge.
Thomas Sylten 11.10.25 19:44
Frau M. ist leider absolut kein Friedensengel, sondern eine (oppositionelle) bestens vernetzte Oberschicht-Machtpolitikerin, AfD- und Trump-Freundin, die permanent einer US-Militärintervention mit unabsehbaren Folgen das Wort redet und der es ausschließlich um den eigenen Machtanspruch geht.

Wie sehr hätten die vielen unbekannten mutigen Menschen, die täglich ihr Leben riskieren in Opposition zu ihren Regimes in RUS, Belarus, Iran, Afghanistan, Paraguay, Kongo etc.pp. es gebraucht, dass die Welt einmal hinschaut und die Hand schützend über sie hält.
Thomas Sylten 11.10.25 19:44
Wieder rot - 2.Versuch
Frau M. ist leider kein Friedensengel, sondern eine ultrarechte Oberschicht-Politikerin, die permanent einer US-Intervention das Wort redet und ihr Land damit in einen verlustreichen Krieg stürzen will. Es geht ihr also um das Gegenteil von Frieden zur Durchsetzung ihres eigenen Machtanspruchs.

Wie sehr hätten die vielen mutigen, aber unbekannten Meschen, die täglich ihr Leben riskieren im Widerstand gegen ihre Regime in RUS, Belarus, Iran, Kongo etc.pp. es verdient, dass die Welt eimal hinschaut und die Hand schützend über sie hält.
Thomas Sylten 11.10.25 18:00
Frau Machado ist leider alles Andere als ein Friedensengel - z.B. ruft sie permanent Trump zur Invasion in Venezuela auf, was einen weiteren furchtbaren Krieg zur Folge hätte. Es geht ihr ausschließlich um die eigenen Machtansprüche - eigentlich keine Friedensnobelpreis-Kategorie.
Das Nobelpreiskommitee hat sich mit dieser absurden Wahl keinen Gefallen getan - das wird noch deutlich werden.
Ingo Kerp 11.10.25 14:40
Ob Trump sich freut, das die neue Friedensnobelpreisträgerin Machado ihn ausdrücklich als "Friedensapostel" erwähnt, sei dahingestellt. Ob es den Venezolanern hilft, das System Maduro zu besiegen, steht ebenso in den Sternen. Das Weiße Haus hat jetzt genügend gegen das Nobelpreis-Komitee gegiftet und kann sich ja auf das kommende Jahr konzentrieren, wo sie Trump erneut vorschlagen koennen. E kann dann seine "Siege" in Los Angeles, New York, Chicago, Portland etc. als Beweis anführen.
Ole Bayern 11.10.25 00:50
Widmung des FNP an Trumps Adresse........
..... Frau Machado ist sehr schlau, wohlwissend das sie es tunlichst vermeiden sollte den " gehörnten " Trump nun u.U. auch noch mit schrägen Kommentaren zu begegnen , dreht sie den Spieß um.
Sie weiß genau , sie braucht Amerika ohne deren Unterstützung Maduro freie Hand hat noch extremer gegen die Oppostion vorzugehen. Man muß eben auch einmal im richtigen Moment die richtigen Worte finden. Ob diese die eigene Überzeugung widerspiegeln oder eben nicht ggf. nicht ist dann momentan sekundär .
Die meisten Politiker sind hierzu nicht in der Lage.

VG Ole
Ole Bayern 10.10.25 22:50
Um den Friedensnobelpreis zu erhalten ....
.. muß eben auch die Aura und das friedensliebende Verhalten des Auszuzeichneten mit beachtet werden . Ich weiß, daß dies nicht immer so war in der Vergangenheit (Arafat), aber in der letzten Zeit haben alle FNP - Träger zurecht diesen Titel fühten dürfen. Und am norwegischen Nobelkomitee bestehen aus meiner Sicht auch nicht die kleinsten Zweifel an Redlichkeid un Korrektheit. Mithin ist Frau Machado eine aufgezeichnete Wahl für den FNP 2025. Ich kleiner Erdenbürgen kann nur dem Nobelkomitee und Frau Machado von Herzen für die Ernennung und Wahl gratulieren .

Und noch ein Wort - wie könnte es anders sein - zu Trump.
Man sieht es doch jetzt an seinen wieder einsetzenden wütenden Tiraden .
Er is doch als Person in keinster Weise würdig , weder heuer noch ferner diesen Titel verliehen zu bekommen. Er droht, schürt Angst und Schrecken in Politik und Wirtschaft weltweit, hebelt mit allerlei Taschenspielertricks die Gewaltenteilung in den U.S. auf, beschimpft die EX Präsidenten Biden und Nobelpreisträger Obama auf´s Übelste, lässt das Militär in U.S. Großstätten aufmarschieren - natürlich nur demokratisch geführte - , und das gegen den Willen der dortigen Gouverneure und Bürgermeister, ignoriert selbst Bundesgerichts - Urteile bei der Abschiebung etwaiger llegaler, droht z.B. Panama und Grönland mit Annexion, will aus Kanada den 52. Bundestaat u.U. auch mit Gewalt machen, erpresst die halbe Welt nach gutdünken

Und nun mal ehrlich, so einem Mann soll der FNP verliehen werden ? Ole

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