Man kann keine Länder annektieren

​Frederiksen an Amerikaner 

In Nuuk geht ein Mensch mit seinem Hund im Schnee spazieren. Foto: epa/Mads Claus Rasmussen DÄnemark Out
In Nuuk geht ein Mensch mit seinem Hund im Schnee spazieren. Foto: epa/Mads Claus Rasmussen DÄnemark Out

NUUK: Die dänische Ministerpräsidentin erteilt US-Präsident Trump bei einem Besuch auf Grönland ihre bislang klarste Absage. Um ihre Botschaft zu untermauern, wechselt sie sicherheitshalber ins Englische.

Mit einer direkten Botschaft an die USA hat Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen Besitzansprüche von US-Präsident Donald Trump auf Grönland zurückgewiesen. «Nationale Grenzen, Souveränität der Staaten, die Integrität von Territorien: Das ist im Völkerrecht verwurzelt. Das sind grundlegende Prinzipien», sagte sie in der grönländischen Hauptstadt Nuuk. «Sie wurden nach dem Zweiten Weltkrieg geschaffen, damit kleine Länder keine Angst vor großen Ländern haben müssen.»

Frederiksen betonte, es gehe nicht nur um Grönland oder Dänemark, sondern um eine über Generationen aufgebaute gemeinsame Weltordnung über den Atlantik hinweg. Auf dem Inspektionsschiff «Vædderen» fügte sie hinzu: «Man kann keine anderen Länder annektieren. Auch nicht mit einem Argument internationaler Sicherheit.» Die Botschaft wiederholte sie anschließend auf Englisch.

Bislang klarste Ansage an Trump

Trump hat in den vergangenen Monaten immer wieder erklärt, die Kontrolle über Grönland übernehmen zu wollen. Grönland ist weitgehend autonom, gehört aber offiziell zum Königreich Dänemark. Trump begründete seine Forderungen entweder mit der nationalen oder der internationalen Sicherheit. Dänemark warf er mehrmals vor, nicht genügend für die Sicherheit Grönlands und in der Arktis zu tun.

Frederiksen ist noch bis Freitag auf der größten Insel der Welt zu Besuch. Sie hat in den vergangenen Wochen immer wieder das Recht der Grönländer auf Selbstbestimmung betont und Trumps Ansprüche höflich, aber möglichst deutlich zurückgewiesen. Mit ihren aktuellen Aussagen positionierte sie sich jedoch deutlicher als zuvor gegen den US-Präsidenten.

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Thomas Sylten 04.04.25 19:00
Allein das unverantwortliche Gerede der Trump-Administration über diese Gedankenspiele willkürlicher Annektionen aus welchen Gründen auch immer verändert die Realität bereits in Richtung der Möglichwerdung solcher Annektionen auch von anderer Seite: JEDE Großmacht (die sich dafür hält) kann Gründe für ähnliche Ansprüche vorbringen - Trump schafft sich gerade Pobleme in China/Taiwan, Russland/Nachbarn oder auch Türkei/griechische Inseln etc pp ohne Ende. Auch wenn ihm die meisten dadurch verursachten Brandherde völlig egal sein dürften, wird dies seinen angestrebten Rückzug in die Isolation hintertreiben..
Ingo Kerp 04.04.25 15:10
Groenland kaufen, den Panama-Kanal wieder den USA übergeben, im Gaza eine Riviera aufbauen, den Krieg RUS-UKR innerhalb von 24 Std. beenden, dem Iran schlimmste Bombardierung androhen etc. Die Liste der Ankündigungen von Trump ließe sich endlich fortsetzen. Was ist davon bisher eingetroffen = NICHTS. Luftblasen und Geschwätz, mehr kam bisher nicht und die Zollnummer wird den Amerikanern noch auf die Füße fallen.

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