Färöer: Neue Koalitionsregierung der politischen Mitte

Parlamentswahlen auf den Färöern. Foto: epa/Alvur Haraldsen
Parlamentswahlen auf den Färöern. Foto: epa/Alvur Haraldsen

TÓRSHAVN: Die nordatlantische Inselgruppe bekommt eine neue Regierung. Eines ihrer Anliegen ist es, dass die Färöer ihre außenpolitischen Interessen selbst vertreten und so den Einfluss Dänemarks reduzieren.

Nach der Parlamentswahl auf den Färöern haben sich drei Parteien der politischen Mitte auf eine Koalitionsregierung geeinigt. Das sagte der designierte neue Regierungschef, Beinir Johannesen, dem Nachrichtenportal «dagur.fo» zufolge bei einer Pressekonferenz. Demnach werde dessen konservative Partei Fólkaflokkurin zusammen mit der liberalen Sambandsflokkurin und der sozialdemokratischen Partei Javnaðarflokkurin die neue Regierung bilden. «Die nächsten vier Jahre werden gut», sagte Johannesen laut «dagur.fo».

Die Inseln mit ihren rund 54.000 Einwohnern sind - genau wie Grönland - weitgehend autonom, gehören aber offiziell zum Königreich Dänemark. Vor allem für Fragen der Sicherheits- und Verteidigungspolitik liegt die Verantwortung in Kopenhagen.

Aus den Wahlen am 26. März war Johannesens konservative Partei mit 26,7 Prozent aller Stimmen als stärkste Kraft hervorgegangen. Mit 29 Jahren wird Johannesen der jüngste Regierungschef in der Geschichte der nordatlantischen Inselgruppe. Er übernimmt das Amt von seinem Onkel, dem Sozialdemokraten Aksel V. Johannesen.

Färöer wollen über dänischen Einfluss verhandeln

Bei der Pressekonferenz sagte Beinir Johannesen laut «Dagur.fo», die neue Regierung wolle daran arbeiten, dass junge Färinger in der Heimat bleiben, statt das Land fürs Studium zu verlassen. Auch wolle man mit der dänischen Regierung über die Möglichkeit verhandeln, dass die Färöer ihre außenpolitischen Interessen selbst vertreten.

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