Explosionsgefahr im Munitionslager

Schweizer brauchen Schutzkeller

Foto: wikimedia/Draemmli (roland Rytz)
Foto: wikimedia/Draemmli (roland Rytz)

BERN (dpa) - Wegen Explosionsgefahr in einem verschütteten Munitionslager haben Schweizer Behörden die Einwohner einer Berggemeinde aufgefordert, Schutzkeller einzurichten. Sofortmaßnahmen seien zwar nicht nötig, hieß es bei einer Informationsveranstaltung in Kandergrund rund 50 Kilometer südlich von Bern am Mittwochabend. Häuser brauchten aber einen Schutzraum, in dem sämtliche Bewohner einen Tag lang sicher ausharren könnten.

Das Munitionslager Mitholz war 1947 bei einer Explosion verschüttet worden. Die Behörden sahen über Jahrzehnte keine Gefahr, doch eine neue Expertenkommission kam im Sommer zu einem anderen Ergebnis. Sie stellte fest, dass die Explosionsgefahr höher ist als angenommen. Die Behörden wollen das Lager nun mit Sensoren, Video- und Wärmebildkameras besser überwachen und prüfen, wie die Gefahr gesenkt oder beseitigt werden kann.

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Leserkommentare

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Hermann Hunn 10.12.18 15:27
… Schweizer Behörden die Einwohner einer Berg-
Gemeinde aufgefordert, Schutzkeller einzurichten. Die Redaktion des Farang täte gut daran, die Glaubwürdigkeit ihres bevorzugten dpa/thp-Korrespondenten (Deutsche? Presse-Agentur) nicht per Copy-Paste zu übernehmen und den Wahrheitsgehalt einem Gegencheck zu unterziehen. Die Passage im Merkblatt des Kanton Bern lautet: “… unter anderem empfohlen, einen Keller vorzubereiten, in dem sich alle Bewohnerinnen und Bewohner des Gebäudes mindestens einen Tag lang aufhalten können.“ Liest man das vollständige Merkblatt, zeigt sich letztendlich, wie hilflos die involvierten Ämter und die "selbsternannten Experten" die gefährdete Bevölkerung informieren und mindestens teilweise einem «hirnlosen Aktionismus» verfallen.