EU weist Trumps Grönland-Pläne zurück

​Brüssel warnt vor Vorwand Sicherheitsinteressen

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen spricht nach dem EU-Gipfel zu Themen wie Ukraine, Haushalt, Erweiterung und Wirtschaftslage. Foto: Olivier Hoslet/epa/dpa
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen spricht nach dem EU-Gipfel zu Themen wie Ukraine, Haushalt, Erweiterung und Wirtschaftslage. Foto: Olivier Hoslet/epa/dpa

BRÜSSEL: Die EU-Kommission kritisiert Trumps Äußerungen zu Grönland. Können Sicherheitsinteressen Vorwand für Gebietsansprüche sein?

Sicherheitsinteressen dürfen nach Auffassung der EU-Kommission von Ursula von der Leyen niemals ein Vorwand für die USA sein, sich Grönland einzuverleiben. «Wir möchten daran erinnern, dass Grönland ein Verbündeter der USA ist und zudem unter den Schutz des Nato-Bündnisses fällt», sagte eine Sprecherin in Brüssel. Die Fälle Venezuela und Grönland seien in keiner Weise vergleichbar.

US-Präsident Donald Trump hatte am Sonntagabend (Ortszeit) erneut sein Interesse an der Insel im Nordatlantik bekundet und gesagt: «Wir brauchen Grönland mit Blick auf die nationale Sicherheit.» Die Insel sei von großer strategischer Bedeutung und aktuell von russischen und chinesischen Schiffen umgeben. Dänemark könne dort nicht für Sicherheit sorgen.

Diese Äußerungen erinnerten an die Begründung, mit der die USA zuletzt ihren Militäreinsatz in Venezuela und die Festnahme von Staatschef Nicolás Maduro gerechtfertigt hatten. Der seit 2013 amtierende Präsident ist in den Vereinigten Staaten unter anderem wegen des Vorwurfs des «Drogenterrorismus» angeklagt. Er soll aus Sicht der Ermittler sein Amt dafür genutzt haben, den Schmuggel Tausender Tonnen Kokain in die USA zu ermöglichen.

Die Insel Grönland ist Teil des Königreichs Dänemark, aber weitgehend autonom und kein EU-Mitglied. Sie ist strategisch unter anderem wegen ihres Rohstoffreichtums und als Basis für die militärische Kontrolle der Arktis interessant. Zudem ergeben sich mit dem zunehmenden Klimawandel zumindest im Sommer kürzere Schifffahrtsrouten. Die in der Arktis gelegene Insel ist zu vier Fünfteln mit Eis bedeckt und sechsmal so groß wie Deutschland, hat aber nur knapp 57.000 Einwohner.

Eine Sprecherin der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas betonte, die EU stehe solidarisch an der Seite Dänemarks und Grönlands. Grönland sei ein autonomes Gebiet innerhalb des Königreichs Dänemark, und etwaige Änderungen seines Status seien allein Sache der Grönländer und Dänen.

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Roman Knöpfel 07.01.26 07:20
Es geht
Trump im Grunde genommen nicht um Grönland. Er beabsichtigt Europa zu spalten und damit die EU zu zerschlagen. Die EU hat mit der Bussen Verteilung an die Tech -Oligarchen die Branche in Angst und Schrecken versetzt, denn sollte die EU die Tech-Giganten abschalten, würden die Gewinne der Firmen schmelzen wie Schnee in der Frühlingssonne. Damit würde die ganze KI Blase, die im Moment die Wirtschaftzahlenn der USA am Laufe hält, platzen. Und damit Donnys Präsidentschaft schädigen.
Michael R. 07.01.26 02:10
Die einen rüsten, die anderen träumen
"Wer sollte sich ihm in den Weg stellen?
DIe europäischen Länder, die jahrzehntelang so stolz auf ihre pazifistische Einstellung waren vielleicht? Während der Ami, der Russe und der Chinese unvermindert aufrüsteten.
Jan-Christian Severin 06.01.26 17:30
Dänemark kann Grönland an Amerika verpachten, bleibt aber gegenüber Grönland Eigentümer. Amerika beschützt Grönland und ward die Interessen von Dänemark und NATO Bündnis. So kehrt Ruhe ein um dieses Thema.
Ingo Kerp 06.01.26 14:00
v.d.Leyen, die bereits bei den Zöllen vor Trump zusammen gezuckt ist und einlenken mußte, will Trump vor der Einnahme von Grönland warnen. Er wird tief beeindruckt von seinem Vasallen EU sein und sich nehmen, was er will. egal ob es Grönland, Kolumbien, Panama, Kuba oder sonst etwas ist, was er haben möchte. Wer sollte sich ihm in den Weg stellen?

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