Eurokurs sinkt leicht zum US-Dollar

Foto: Pixabay/Pijon
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FRANKFURT/MAIN: Der Kurs des Euro ist am Freitag leicht gesunken. Am Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,0858 US-Dollar und damit etwas weniger als am Morgen. Der am Vortag erreichte höchste Stand zum Dollar seit zwei Monaten liegt aber nicht weit entfernt. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,0844 (Donnerstag: 1,0866) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9221 (0,9203) Euro.

Marktteilnehmer sprachen von einer Dollar-Stärke. Nachdem in dieser Woche eine schwächere Teuerung in den USA zeitweise für etwas raschere Zinssenkungen gesprochen hatte, ist dieser Effekt mittlerweile wieder fast vollständig verpufft. Im Gegenzug konnte der Dollar zulegen.

Preisdaten aus der Eurozone zeigten, dass der Rückgang der Inflation im April ins Stocken geraten ist. Sie stagnierte bei 2,4 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat in einer zweiten Schätzung bestätigte. EZB-Direktorin Isabel Schnabel kann sich eine erste Zinssenkung im Juni vorstellen. Zugleich dämpfte sie aber die Erwartungen für die Zinspolitik in den kommenden Monaten. Eine zweite Zinssenkung gleich im Juli sei keine ausgemachte Sache, sagte Schnabel der japanischen Wirtschaftszeitung «Nikkei». Schnabel machte deutlich, dass der Endspurt in der Inflationsbekämpfung der schwierigste Teil sei.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85685 (0,85850) britische Pfund, 168,96 (168,33) japanische Yen und 0,9855 (0,9822) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 2401 Dollar gehandelt. Das waren etwa 24 Dollar mehr als am Vortag.

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