EU gibt grünes Licht für Schweiz

​Neue Abkommen beschlossen – Entscheidung liegt nun in Bern

Guy Parmelin spricht am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos bei einer Pressekonferenz im House of Switzerland. Foto: epa/Laurent Gillieron
Guy Parmelin spricht am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos bei einer Pressekonferenz im House of Switzerland. Foto: epa/Laurent Gillieron

BRÜSSEL: Jahrelang verhandeln die Schweiz und die Europäische Union über ihre zukünftige Zusammenarbeit. Für ein gemeinsames Abkommen geben die EU-Staaten nun grünes Licht - das reicht aber noch nicht.

Die EU-Staaten haben den Weg für umfangreiche Abkommen und eine verstärkte Zusammenarbeit mit der Schweiz frei gemacht. Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union stimmten laut Mitteilung dem Vorhaben zu, neben der Aktualisierung bestehender Vereinbarungen auch neue Kooperationen einzugehen - etwa bei Themen wie Lebensmittelsicherheit, Gesundheit und Elektrizität.

Zugang zum Binnenmarkt und verpflichtender EU-Beitrag

Daneben solle etwa ein dauerhafter und fairer finanzieller Beitrag der Schweiz zum wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalt der EU festgelegt werden, heißt es in der Mitteilung. Die Schweiz ist zwar kein EU-Mitglied, hat aber schon weitgehend Zugang zum europäischen Binnenmarkt. Sie zahlt dafür bisher freiwillig einen dreistelligen Millionenbetrag an die EU, der nun verbindlich gemacht und auf etwa 375 Millionen Euro jährlich festgelegt werden soll.

Unterzeichnung im März vorgesehen - Widerstände in der Schweiz

Der Schweizer Bundespräsident Guy Parmelin plant dem Vernehmen nach Anfang März nach Brüssel zu reisen, um das Paket zu unterzeichnen. Es muss anschließend vom Parlament in Bern ratifiziert werden.

Die wählerstärkste Partei, die SVP, die jede Annäherung an Brüssel bekämpft, will das Prozedere möglichst lange hinauszögern. Zudem soll es eine Volksabstimmung geben, womöglich erst nach den Wahlen im Herbst 2027. Erst bei einer Annahme würde das Verhandlungspaket in Kraft treten.

Die Verhandlungen zwischen der Schweiz und der Europäischen Union waren nach Jahren im Dezember 2024 zum Abschluss gekommen. Auf EU-Seite muss das Europaparlament die Abkommen noch bestätigen.

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Roman Knöpfel 27.02.26 13:42
@ joe bachmann
Die 3. grösste Wirtschaft der Welt ist am Arsch, auf die Idee muss man mal kommen.
joe bachmann 27.02.26 10:53
@michael - falls putin gelüste ...., hat er aber nicht und wird er nicht bekommen.

@jörg - apropo ökonomisch und ökologische geisterfahrer, vor vielleicht zwei jahren +/-, meintest du mal, dass in deutchland alles zum besten sei. nicht wortwörtlich, aber sinngemäss. ich war komplett anderer meinung. wer hat denn recht gehabt?
ich würde mal sagen, dass dein deutschland sowas von "am arsch" ist.
nein ich freue mich nicht darüber. es ist aber trotzdem so.
Michael R. 26.02.26 20:10
@Rudolf Ram
Es ist nichts dagegen einzuwenden wenn die Schweiz ihr ganz eigenes Ding machen will. Dann aber bitte mit allen Konsequenzen! Das heißt, für die EU muss die Schweiz ein Staat wie z.B. Burkina Faso sein. Keine besonderen wirtschaftlichen Vorteile, keine Einreise in einen EU-Staat ohne Visum, keine Finanztransaktionen usw.
Unter diesen Bedingungen können die Eidgenossen bzw. deren Stimmbürger dann gerne jegliche Übereinkunft mit der EU ablehnen.
Ach ja, und übrigens, falls Putin Gelüste auf weitere Eroberungen haben sollte, könnte ihm die EU einen freien Korridor von Weissrußland über Polen und Deutschland bis an die Schweizer Grenze anbieten. Solange er sich an diesen Korridor hielte, könnte er in der Schweiz dann nach Belieben schalten und walten.
Alles Andere wäre nur Rosinenpickerei von Schweizer Seite.
Rudolf Ram 26.02.26 12:32
Chris Jomtien
Das hat man ja gesehen wie so etwas ausartet:
Zu Corona Zeiten kam keiner rüber und der Detailhandel in Konstanz & Co. jammerte.
Bei der 2. Welle durften die Schweizer 24 h rüber, denn das Virus hat die EU-Verordnung über bekommen, 24 h nicht ansteckend zu sein.
Ich lach mich schief, wenn man solche Kommentare hört....
Jörg Obermeier 26.02.26 08:50
Es ist ja eigentlich ganz interessant zu beobachten, wie so ökonomische und/oder ökologische Geisterfahrer immer wieder glauben, dass ausgerechnet sie das wirkliche Volk wären. So hin und wieder kommt da bei mir schon der Verdacht hoch, dass es bei denen mit der Volksgesundheit nicht zum besten stehen könnte.
Roman Knöpfel 26.02.26 07:10
@ joe bachmann
Seit bestehen der EU wird von den rechten Parteien, der Untergang derselben herbeigefleht, Die EU. ist gerade stärker denn je. Trump sei Dank. Und auch die Putinfreunde in der EU, Slowakei und Ungarn, werden nicht längerfristig auf EU- Zahlungen verzichten wollen. Weil dem Zaren in Moskau, langsam die Kohle ausgeht! Und wenn euer Säulenheiliger in Herrliberg, nicht den EWR in Grund und Boden verflucht hätte, ohne Not die bilateralen II aufgekündigt hätte, müssten wir nämlich nicht mit der EU verhandeln! Vielleicht sollten Sie ihre Sünnelibrille mal mit einem Modell tauschen, das die Fakten wieder durchlässt.
joe bachmann 26.02.26 06:30
da machen sich ein paar eu-angehörige und -fans lustig über die schweiz. macht weiter so, kein problem.
im moment muss die schweiz zwar noch bangen zu dem verein dazu zu gehören. nicht weil "wir, das volk" es wollen, sondern weil unsere 7 zwerge in bern nicht tun was sie tun müssten, nämlich den willen von "uns, dem volk" klar und deutlich zu vertreten.
aber mittelfristig mache ich mir keine sorgen. die eu ist eh grad mittendrinn sich aufzulösen. also alles gut.
Michel Maillet 25.02.26 20:00
@Jomtien
Dazu fällt mir ein Lied und eine Satire ein (etwas abgeänderter Text) Ist die Schweiz überflüssig?
Chris Jomtien 25.02.26 18:10
Ansichtssache
Aus europäischer Sicht profitieren die Schweizer erheblich von den umliegenden Staaten. Als reiner Nutznießer der EU leben sie wie die Maden im Speck, aber immer wenn von Seiten der EU oder eines ihrer Mitglieder eine Wunsch oder gar eine Forderung kommt, dann bestehen die Schweizer darauf, nicht dazu zu gehören. Vielleicht wäre es für die EU-Staaten besser, die Schweiz komplett von allen Vorteilen auszuschließen. Einreise in die Nachbarländer nur mit Reisepass, Visapflicht ab 30 Tage Aufenthalt, und Einfuhr von schweizer Produkten nur nach in der EU durchgeführter Zertifizierung.
Roman Knöpfel 25.02.26 15:20
Es ist
wie bei den Konvertiten, die eingebürgerte Rechte zelebriert sich als Rütlischwurteilnehmer. Wenn in der Schweiz 10% Spinner sich als Volk sehen, okay! Was machen Sie in Thailand, bleiben Sie in der Schweiz!
Jörg Obermeier 25.02.26 14:50
Immer wenn ein Dracomir Pires den Satz "wir das Volk" nutzt, schaudert es mich.
Dracomir Pires 25.02.26 14:20
Wir, das Volk ...
... werden diesen Unterwerfungsvertrag - auch Kapitulationsabkommen genannt - an der Urne abschmettern. Das ist laut Umfragen so gut wie sicher. Die EU betrachtet die Schweiz als ihre eierlegende Wollmilchsau. Unserer devoten Regierung ist dies egal, NICHT aber dem Stimmbürger.
Rudolf Ram 25.02.26 14:09
Ich werde dagagen stimmen
Es gibt keine Grund, diesem korrupten Club der Selbstbedienungs-Politiker beizutreten, welche sich mehr Gedanken über Milchverpackungen als um die Weltpolitik macht.
Um ständig am Katzentisch zu sitzen brauchts es von uns keine 300 Milliarden.,..

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