Emirate: Annexion des Westjordanlandes wäre «rote Linie»

Lana Zaki Nusseibeh, Ständige Vertreterin der Vereinigten Arabischen Emirate bei den Vereinten Nationen, spricht während einer Sitzung des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen über den Krieg zwischen Israel und der Ha... Foto: epa/Eduardo Munoz
Lana Zaki Nusseibeh, Ständige Vertreterin der Vereinigten Arabischen Emirate bei den Vereinten Nationen, spricht während einer Sitzung des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen über den Krieg zwischen Israel und der Ha... Foto: epa/Eduardo Munoz

ABU DHABI: Die Vereinigten Arabischen Emirate waren der erste Golfstaat, der mit Israel diplomatische Beziehungen aufnahm. Doch das einst historische Abkommen schwebt in Gefahr.

Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) haben Israel eindringlich vor einer möglichen Annexion großer Teile des besetzten Westjordanlands gewarnt. Solche Schritte würden die Chancen auf Frieden in der Region zunichtemachen und den Geist der mit Israel geschlossenen Abraham-Abkommen verraten, erklärte die Sondergesandte des Außenministers, Lana Nusseibeh. «Für die VAE ist dies nicht nur eine politische Frage. Es ist eine Frage des Prinzips und des Friedens für unsere Region. Es ist auch eine rote Linie», betonte Nusseibeh.

Vergangene Woche hatte Israels rechtsextremer Finanzminister Bezalel Smotrich erklärt, er wolle 82 Prozent des Westjordanlands annektieren. Nusseibeh bekräftigte, dass die Zukunft Palästinas der «Eckpfeiler für eine friedliche Zukunft des Nahen Ostens» bleibe.

Die VAE hatten Israel bereits vor einigen Tagen vor Annexionsplänen gewarnt. Laut einem Bericht der «Washington Post» stellte die israelische Regierung daraufhin entsprechende Diskussionen zunächst zurück.

Diplomatische Beziehungen zu Israel seit 2020

Die Emirate waren 2020 der erste Golfstaat, der mit Israel diplomatische Beziehungen aufnahm. Grundlage dafür waren die von den USA vermittelten sogenannten Abraham-Abkommen, die auch Bahrain unterzeichnete.

In den vergangenen Monaten hatten die Emirate Israel wiederholt kritisiert, unter anderem wegen der Kontrolle des Grenzübergangs Rafah zwischen Gaza und Ägypten, die Hilfslieferungen blockiert.

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