Merz sieht Gespräche mit Putin skeptisch

Bundeskanzler Friedrich Merz trifft in Abu Dhabi den Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate, Sheikh Mohamed bin Zayed Al Nahyan. Foto: EPA/Mohamed Al Hammadi/uae Presidential Court Handout
Bundeskanzler Friedrich Merz trifft in Abu Dhabi den Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate, Sheikh Mohamed bin Zayed Al Nahyan. Foto: EPA/Mohamed Al Hammadi/uae Presidential Court Handout

ABU DHABI: Der französische Präsident bemüht sich um einen direkten Draht Europas in den Kreml. Das sei so abgestimmt, sagt der Kanzler. Er lehnt «parallele Gesprächskanäle» aber ab.

Bundeskanzler Friedrich Merz hat sich skeptisch zu möglichen direkten Gesprächen europäischer Staats- oder Regierungschefs mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin über ein Ende des Ukraine-Kriegs geäußert. Er erinnerte während seiner Reise durch die Golfregion Abu Dhabi an einen Besuch des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban in Moskau, dessen Ergebnis wenige Tage später «heftigste Bombardements bis hin zu einem Kinderkrankenhaus in Kiew» gewesen seien. «Ich möchte keine Gespräche führen, die zu solchen Ergebnissen führen, sondern ich möchte alle Gespräche unterstützen, die dem Ziel dienen, diesen Krieg zu beenden», sagte Merz.

«Keine unabgestimmten Einzelmaßnahmen»

Die Europäer würden sich - wenn überhaupt - nur abgestimmt untereinander und mit der Ukraine und den USA in den Verhandlungsprozess einschalten, wenn es denn hilfreich wäre. «Aber wir werden sicher keine unabgestimmten Einzelmaßnahmen ergreifen, die zum Gegenteil dessen führen, was wir alle gemeinsam erreichen wollen», betonte Merz.

Die europäische Seite wolle dazu beitragen, dass die derzeit laufenden Gespräche zwischen der Ukraine, Russland und den USA erfolgreich verlaufen. Aber man werde «hier keine parallelen Gesprächskanäle öffnen».

Macrons Berater in Moskau

Unterhändler der Ukraine, Russlands und der USA hatten sich am Mittwoch und Donnerstag in Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten getroffen. Die Gespräche sollen nach dem Wunsch des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj «in allernächster Zeit» fortgesetzt - wahrscheinlich in den USA. Die Europäer sind daran nicht beteiligt.

Macron selbst hatte sich zuletzt für direkte Gespräche der Europäer mit Putin ausgesprochen. Sein außenpolitischer Berater Emmanuel Bonne war diese Woche nach Moskau gereist. Merz sagte dazu: «Das ist mit uns eng abgestimmt gewesen. Wir haben darüber schon seit längerer Zeit gesprochen.»

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Helmut Loehr 07.02.26 20:40
Friedensverhandlungen
Ohne Merz, Macron, Starmer gäbe es bereits eine Frieden Ukraine/Russland.
Erst die USA unter Trump haben Friedensverhandlungen mit Russland geführt.
Die EU hat vier Jahre lang nichts unternommen.
Plötzlich mischen sie sich ein,
Es geht um die Investitionen BlackRock in der Ukraine. Die haben die Ukraine praktisch gekauft. Merz versucht mit allen Mitteln zu verhindern, dass Russland zu viel Einfluss bekommt. Am liebsten noch deutsche Soldaten an die Front. Das ist der absolute Wahnsinn.

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