Duterte wettert gegen katholische Bischöfe

«Sie sind Dummköpfe»

Foto: epa/Abir Sultan
Foto: epa/Abir Sultan

MANILA (dpa) - Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte hat die katholischen Bischöfe in seinem Land als nutzlos bezeichnet. Ohne Gott hätte er es im Leben zu nichts gebracht, sagte Duterte am Mittwoch in Manila. «Aber eure Bischöfe, tötet sie. Sie sind nutzlos, sie sind Dummköpfe.

Sie kritisieren nur herum.» Sein eigener Gott besitze viel gesunden Menschenverstand, sagte der 73-Jährige. Doch der Gott der katholischen Kirche sei «dumm». Er betonte aber: «Ich habe nie gesagt, ich sei Atheist». Die Präsidentschaft sei ein Geschenk Gottes.

Duterte hat in Verbindung mit Korruptions- und Missbrauchsvorwürfen gegen Kleriker wiederholt gegen katholische Priester und Bischöfe gewettert. Er sagt, er sei selbst während seiner Schulzeit in Davao City missbraucht worden. Mit einem Katholikenanteil von 80 Prozent sind die Philippinen das größte mehrheitlich katholische Land Asiens.

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Leserkommentare

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Johannes Schulte 12.12.18 10:06
Wie lange haelt die Bevoelkerung noch still?
Duerte ruft zum Mord auf, jetzt auch an Priestern. Dieses Land steuert auf immer schlimmere Zeiten zu. Auch Touristen sollten vorsichtig werden.