TRANG: Vor der Küste der südthailändischen Provinz Trang ist es Mitarbeitern des Marine-Nationalpark-Forschungszentrums 3 gelungen, seltene Aufnahmen von Dugongs während ihres Fortpflanzungsverhaltens zu dokumentieren.
Die Aufnahmen entstanden am 10. März 2026 mithilfe einer Drohne im Bereich der Mündung des Khlong Khao Bana. Die Bilder zeigen ein Dugong-Paar, das deutlich Balz- und Paarungsverhalten zeigt – ein Ereignis, das in freier Natur nur selten beobachtet und dokumentiert werden kann.
Drohne entdeckt Dugong-Paar bei Flut

Die Aufnahmen entstanden im Rahmen einer Untersuchung der Dugong-Population an den Stränden Hat Yong Ling und Hat Yong Lam. Mitarbeiter des Forschungszentrums entdeckten während eines Drohnenfluges bei auflaufender Flut zwei Tiere, ein Männchen und ein Weibchen. Das Männchen konnte anhand einer markanten Kratzspur oberhalb der linken Schwanzwurzel identifiziert werden, während das Weibchen durch mehrere am Körper haftende Seepocken mit hakenförmiger Anordnung auffiel. Nach Angaben der Behörden befanden sich beide Tiere in guter körperlicher Verfassung mit einem Body Condition Score von drei von fünf Punkten.
Schutzmaßnahmen zeigen erste Wirkung

Der Generaldirektor des Nationalparkamtes, Attapol Charoenchansa, erklärte, dass die Aufnahmen nicht nur eine seltene Naturbeobachtung seien, sondern auch ein Hinweis auf positive Entwicklungen beim Schutz der bedrohten Meeressäuger. Er führte dies unter anderem auf verstärkte Maßnahmen zur Überwachung seltener Meerestiere sowie auf strengere Kontrollen menschlicher Aktivitäten in sensiblen Küstengebieten zurück. Ziel sei es, Störungen durch Tourismus und Fischerei zu begrenzen und wichtige Lebensräume der Dugongs zu schützen.
Beweis für Fortschritte im Meeresschutz

Die Behörden sehen die Beobachtung zugleich als Bestätigung für laufende Schutzprogramme zur Wiederherstellung mariner Ökosysteme. Dazu zählt auch das Projekt „Meeresschutz“, das auf eine stärkere Einbindung der lokalen Bevölkerung setzt, um Lebensräume im Küstenbereich langfristig zu sichern und seltenen Tierarten wieder stabile Rückzugsgebiete zu bieten.