Drei Maskierte rauben Tresor eines Briten

Täter erbeuten 2 Mio Baht und fliehen mit Pick-up

Überwachungskamera zeigt zwei maskierte Täter beim Betreten des Grundstücks in der Wohnanlage in Nongprue. Bild: TMN.TV
Überwachungskamera zeigt zwei maskierte Täter beim Betreten des Grundstücks in der Wohnanlage in Nongprue. Bild: TMN.TV

PATTAYA: Drei maskierte Täter haben am späten Donnerstagabend (26. Februar 2026) in Nongprue das Haus eines britischen Staatsbürgers überfallen und einen Tresor mit rund zwei Millionen Baht Bargeld erbeutet. Die Polizei fahndet nach den flüchtigen Verdächtigen und prüft mögliche Hinweise aus dem Umfeld der Opfer.

Gegen 22.50 Uhr erhielt Pol. Col. Natthaphon Phongsuksakul, Superintendent der Polizeistation Nongprue, die Meldung über einen Raub in einem Wohnhaus im Chokchai-9-Village, Soi Khao Noi, Moo 10. Er wies Pol. Lt. Col. Thana Wisetchai, Deputy Superintendent (Investigation), sowie Ermittler, Vernehmungsbeamte und Streifenpolizisten an, den Tatort umgehend zu überprüfen.

Tresor aus Schlafzimmer entwendet

Bei dem Gebäude handelt es sich um ein zweistöckiges Townhouse. Im Inneren trafen die Beamten auf den 32-jährigen Briten, seine 34-jährige thailändische Lebensgefährtin sowie zwei weitere ausländische Bekannte. Alle standen unter Schock. Der Tatort befand sich im Schlafzimmer im zweiten Obergeschoss. Der Tresor war vollständig entwendet worden. Darin befanden sich nach Angaben der Geschädigten mehr als zwei Millionen Baht Bargeld sowie ein iPhone.

Beamte der Polizeistation Nongprue sichern in der Nacht den Tatort in der Wohnanlage in Bang Lamung. Bild: TMN.TV
Beamte der Polizeistation Nongprue sichern in der Nacht den Tatort in der Wohnanlage in Bang Lamung. Bild: TMN.TV

Die Lebensgefährtin des Briten gab an, dass sie sich mit ihrem Freund, der als Koch arbeite, und insgesamt drei Freunden im Haus aufgehalten habe. Ein weiterer Freund sei zum Einkaufen unterwegs gewesen. Plötzlich seien drei Männer in schwarzer Kleidung mit Sturmhauben in das Haus eingedrungen. Einer der Täter habe ein Messer gezogen, nach dem Aufbewahrungsort des Geldes gefragt und allen Anwesenden befohlen, sich ruhig zu verhalten. Anschließend seien die Männer in das Schlafzimmer im zweiten Stock gelaufen, hätten dort gesucht und den Tresor mit dem Bargeld sowie ein Mobiltelefon an sich genommen.

Täter verladen den Safe auf einen Pick-up

Die Täter trugen den Safe aus dem Haus und luden ihn auf die Ladefläche eines schwarzen viertürigen Pick-ups. Anschließend flüchteten sie vom Tatort. Hilferufe der Bewohner kamen zu spät.

Ein maskierter Täter verlässt mit einem Messer in der Hand den Tatort. Bild: TMN.TV
Ein maskierter Täter verlässt mit einem Messer in der Hand den Tatort. Bild: TMN.TV

Ein Sicherheitsmitarbeiter der Wohnanlage erklärte, dass er das Eindringen der Täter nicht bemerkt habe. Als der betreffende Pick-up jedoch aus der Anlage herausfahren wollte, habe er sich hinter dem Wachhäuschen befunden. Er sei zurückgeeilt, um die Schranke zu bedienen, doch der Pick-up habe nicht angehalten, sondern die Schranke gerammt und erheblich beschädigt, bevor er die Anlage verließ.

CCTV zeigt Tatablauf um 22.35 Uhr

Aufnahmen der Überwachungskameras zeigen nach Polizeiangaben, dass die drei maskierten Männer bereits um 22.35 Uhr durch das vordere Schiebetor das Grundstück betraten. Kurz darauf seien Schreie zu hören gewesen. Die weibliche Geschädigte lief demnach aus dem Haus, um Nachbarn um Hilfe zu bitten. Wenig später verließen die Täter nacheinander das Gebäude. Der letzte trug den Tresor eng am Körper und verlud ihn in den wartenden Pick-up, der anschließend davonfuhr.

Die Ausfahrtsschranke der Wohnanlage wurde vom flüchtenden Pick-up erheblich beschädigt. Bild: TMN.TV
Die Ausfahrtsschranke der Wohnanlage wurde vom flüchtenden Pick-up erheblich beschädigt. Bild: TMN.TV

Pol. Col. Natthaphon koordinierte die Fahndung mit der Provinzpolizei Chonburi. Erste Ermittlungen ergaben, dass der verdächtige Pick-up bereits seit dem frühen Abend mehrfach durch die Wohnanlage gefahren war, offenbar um das Gelände auszukundschaften.

Polizei prüft mögliches Insiderwissen

Ob eine Person aus dem näheren Umfeld der Geschädigten in die Tat involviert war, wird geprüft. Besonderes Augenmerk gilt der Person, die während des Überfalls angeblich zum Einkaufen unterwegs war.

Der britische Geschädigte und seine thailändische Lebensgefährtin sprechen nach dem Überfall mit den Ermittlern vor dem Wohnhaus. Bild: TMN.TV
Der britische Geschädigte und seine thailändische Lebensgefährtin sprechen nach dem Überfall mit den Ermittlern vor dem Wohnhaus. Bild: TMN.TV

Die Ermittler werten derzeit die mögliche Fluchtroute aus und versuchen, über das GPS-Signal des gestohlenen Mobiltelefons Hinweise auf den Aufenthaltsort der Täter zu erhalten.

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thochem Bittrow 28.02.26 09:00
Dubiose Geschehnisse
32 Jahre, Koch und über 50000£ die sich in einem anscheinend billigen nicht befestigten Tresor (wenn das der Bezeichnung überhaupt entspricht) befanden. Entweder wollte er mit Freunden eine Ablöse für ein Lokal zahlen, was für ein kurzes verweilen des Betrages sprechen würde, oder das Geld ist aus anderen ( illegalen) Geschäften dort gebunkert gewesen. Es haben also irgendwelche Leute im näheren Umfeld davon Wind bekommen und sich halt gedacht, das könnten wir uns holen. Wie auch immer, die zu schnappen wird schwer werden, und selbst wenn, wer sagt denn das dort tatsächlich 2 Millionen Baht im Tresor waren? Die Beweislast liegt beim Geschädigten.
Helmut Loehr 27.02.26 20:40
Thomas Sylten
Stimmt, nur einzelne sind schlecht.
Thomas Sylten 27.02.26 19:40
Herr Loehr,
Sie schließen wieder (zu) kurz:
Die MENSCHHEIT ist nicht schlecht - nur einige Artgenossen versuchen, es sich einfach zu machen. Geht zum Glück meist nach hinten los, wenn es kriminell wird.
Helmut Loehr 27.02.26 16:30
Michel Maillet 27.02.26 15:40
Ganz genau. Niemand darf etwas erfahren. Die Menschheit ist schlecht.
Die werden geschnappt. Bin ich mir sicher.
Hoffentlich ist das Geld nicht weg.
Michel Maillet 27.02.26 15:40
Geld@Loehr
Da kommen viele in Frage, Bankmitarbeiter, Bekannte, der Hausverkäufer oder Verwandte dessen. Das Geld wurde vor kurzem bei einer Bank von dem Paar abgehoben um ein Haus zu kaufen. Da sind eine Menge Leute die davon wissen und die Adresse kennen. Heikle Sache. Tresore gehören grundsätzlich fest verschraubt. Allerdings wäre dann wahrscheinlich jemand gezwungen worden ihn zu öffnen. Sicherheit fängt als erstes damit an, dass keiner von hohen Summen weiß und Banktransfers wären wohl auch eine Möglichkeit zum Kauf einer Immobilie gewesen. Der Nachteil bei schlecht gesicherten Tresoren ist auch dass man es Räubern leicht macht, alles Wertvolle an einem Ort.
Helmut Loehr 27.02.26 14:30
Insider Wissen
Diese Ganoven müssen genau gewusst haben, dass im Tresor viel Geld liegt.
Doch die Thailändische Polizei ist gut. Anhand von cctv Daten werden die bald geschnappt.
Besser arbeiten gehen. Mein Ratschlag.

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