Drei Deutsche aus Haft entlassen

Angehörige politischer Gefangener halten vor dem Gefängnis Rodeo I in Zamora eine Mahnwache ab. Foto: epa/Miguel Gutierrez
Angehörige politischer Gefangener halten vor dem Gefängnis Rodeo I in Zamora eine Mahnwache ab. Foto: epa/Miguel Gutierrez

CARACAS/BERLIN: Drei Deutsche sind in Venezuela aus der Haft entlassen worden. Außenminister Wadephul spricht von einem Schritt zu besseren Beziehungen.

Drei Deutsche sind nach Angaben von Außenminister Johann Wadephul aus der Haft in Venezuela freigelassen worden. «Ich bin erleichtert, dass gestern Abend drei deutsche Staatsangehörige in Venezuela aus der Haft entlassen wurden», schrieb der CDU-Politiker auf der Plattform X. Dies sei «ein Schritt in die richtige Richtung und eine Geste hin zu konstruktiveren Beziehungen». Eine offizielle Bestätigung venezolanischer Stellen lag zunächst nicht vor.

Ein Sprecher des Auswärtigen Amts sagte in Berlin: «Wir haben diese drei Personen gestern in der Botschaft in Caracas schon in Empfang nehmen können.» Zu weiteren Details wollte er aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes keine Angaben machen. Die genauen Haftgründe habe man aber nicht nachvollziehen können.

Man habe sich vor Ort und in Berlin «sehr hochrangig» für die Festgenommenen eingesetzt und deutlich gemacht, dass «die Voraussetzung dafür, dass wir konstruktivere Beziehungen haben», unter anderem die Freilassung der Deutschen sei, sagte der Sprecher weiter. Man wisse zudem von «einer niedrigen, einstelligen Zahl» von Personen mit deutscher Staatsangehörigkeit, die dort immer noch in Haft seien.

Dem vorausgegangen war eine von venezolanischen Behörden angekündigte Freilassung zahlreicher Gefangener im Zuge der politischen Veränderungen in dem südamerikanischen Land. US-Soldaten hatten Anfang des Monats den autoritären Staatschef Nicolás Maduro festgenommen und in die Vereinigten Staaten gebracht, daraufhin übernahm die bisherige Vizepräsidentin Delcy Rodríguez die Führung.

Menschenrechtsgruppen und offizielle Stellen meldeten in den vergangenen Tagen eine Reihe von Entlassungen, darunter auch von ausländischen Staatsangehörigen. Seit dem 8. Januar wurden nach Angaben der Regierung 116 Häftlinge entlassen. Verschiedene Menschenrechtsorganisationen bestätigten bislang etwas niedrigere Zahlen an Freilassungen.

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Laddawan Sukkon 18.01.26 10:46
Schon interessante Wortwahl .....
"US-Soldaten hatten Anfang des Monats den autoritären Staatschef Nicolás Maduro festgenommen und in die Vereinigten Staaten gebracht."

Maduro und seine Gattin wurde nicht "festgenommen" sondern im Klartext völkerwiderrechtlich aus seinem Heimatland entführt, Dutzende seiner Bediensteten verloren ihr Leben dabei.

Interessant wäre auch zu wissen, warum die drei Deutschen überhaupt in Venezuela inhaftiert wurden; Falschparkieren dürfte es nicht gewesen sein. Aber Wadephul geniesst scheinbar das selbstverteilte, loriotsche Lametta .......

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