Dänen wählen neues Parlament

Bleibt Frederiksen?

Mette Frederiksen und Troels Lund Poulsen debattieren vor der Parlamentswahl in Kopenhagen im Christiansborg-Palast. Foto: epa/Mads Claus Rasmussen
Mette Frederiksen und Troels Lund Poulsen debattieren vor der Parlamentswahl in Kopenhagen im Christiansborg-Palast. Foto: epa/Mads Claus Rasmussen

KOPENHAGEN: Im Wahlkampf ging es um Benzinpreise, Ausländer und das Leid von Zuchtferkeln. Vor allem aber geht es für Regierungschefin Frederiksen um den Machterhalt. Jetzt machen die Dänen ihr Kreuzchen.

Dänemark wählt am Dienstag ein neues Parlament. Die sozialdemokratische Regierungschefin Mette Frederiksen kämpft um ihre Wiederwahl - Konkurrenz macht ihr der rechtsliberale Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen.

Die Wahl findet zwar mitten im Konflikt mit den USA um Grönland statt. Im stark fragmentierten Wahlkampf stand allerdings nicht die Zukunft der Arktisinsel im Mittelpunkt. Stattdessen stritten die Parteien etwa über Lebensmittel- und Benzinpreise und die Zukunft der Landwirtschaft. Sauberes Trinkwasser und Schweinezucht standen weitaus stärker im Fokus als sicherheitspolitische Themen. Rechtspopulisten versuchten mit Rufen nach einer noch härteren Ausländerpolitik zu punkten.

Rund 4,3 Millionen Däninnen und Dänen sind aufgerufen, zwischen 8 und 20 Uhr ihre Stimme abzugeben. Frederiksen will ihre Landsleute in der aktuellen sicherheitspolitischen Lage als gute Krisenmanagerin überzeugen. Mit Poulsen hat sie bislang in der von ihr geführten Regierung aus drei Parteien der Mitte zusammengearbeitet. In Umfragen sieht es aber nicht danach aus, als hätte diese nach der Wahl eine Zukunft.

Gleichzeitig erreichen voraussichtlich weder der links-grüne noch der bürgerlich-konservative Block eine Mehrheit von 90 der 179 Sitze im Parlament. Deshalb könnte der Ex-Regierungschef und aktuelle Außenminister Lars Løkke Rasmussen mit seiner Mitte-Partei Moderaterne erneut den Joker spielen.

Das Endergebnis könnte im Laufe der Wahlnacht feststehen.

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