Corona-Überblick: Meldungen am Montag

Foto: Pixabay/Alexandra Koch
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Biden empfängt Macron im Dezember zu Staatsbesuch in Washington

WASHINGTON: US-Präsident Joe Biden wird Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron zu einem Staatsbesuch im Weißen Haus empfangen. Macron und seine Ehefrau Brigitte würden am 1. Dezember in Washington erwartet, kündigte Bidens Sprecherin Karine Jean-Pierre am Montag an. Macron sei der erste ausländische Gast, für den Biden seit Beginn seiner Amtszeit einen offiziellen Staatsbesuch abhalte. In der Vergangenheit habe es in erster Linie wegen Covid Arbeitsbesuche von Staats- und Regierungschef gegeben. «Er wird die tiefe und dauerhafte Beziehung zwischen den Vereinigten Staaten und Frankreich, unserem ältesten Verbündeten, unterstreichen», sagte Jean-Pierre weiter.

Macron war 2018 vom damaligen US-Präsidenten Donald Trump zu einem mehrtägigen Staatsbesuch empfangen worden. Im vergangenen Jahr hatte es in den Beziehungen zwischen den USA und Frankreich ordentlich geknirscht. Zu dem Streit zwischen den Nato-Partnern war es gekommen, als die USA mit Großbritannien und Australien ein neues Sicherheitsbündnis für den Südpazifik bekanntgaben. Das bedeutete, dass Frankreich ein Milliarden-Geschäft für U-Boote mit Dieselantrieb für Australien verlor. Das hatte in Paris zu wütenden Reaktionen geführt. Schließlich war US-Vize-Präsidentin Kamala Harris im November 2021 nach Paris gereist, um die Wogen zu glätten.


Internetblockade gefährdet Einkommen von Millionen Iranern

TEHERAN: Die weitgehende Internetblocke im Iran gefährdet einem Bericht zufolge die Einkommen von mehr als zehn Millionen Menschen. Wie das Nachrichtenportal Tejarat-News am Montag weiter berichtete, haben die Einschränkungen gravierende Folgen für die iranische Wirtschaft. Sie führten auch zu großen Verlusten von Unternehmern.

Nach der Corona-Pandemie wechselten wegen der Einschränkungen viele iranische Unternehmen auf soziale Medien wie Instagram und WhatsApp, um ihre Geschäfte online zu führen. Seitdem boomen die Online-Geschäfte im Land. Wegen der Proteste um den noch ungeklärten Tod der 22 Jahre alten Mahsa Amini im Polizeigewahrsam, hat die iranische Regierung letzte Woche die Nutzung des Internets massiv eingeschränkt. Sie will damit die Kommunikation unter den Demonstranten erschweren. Auch die Nutzung von Apps wie WhatsApp und Instagram wurden gesperrt.


Hannover Messe im April 2023 mit mehr als 4000 Ausstellern

HANNOVER: Mehr als 4000 Unternehmen wollen sich vom 17. bis 21. April 2023 auf der Industrieschau Hannover Messe präsentieren. Wie die Veranstalter am Montag mitteilten, werde es dabei vor allem um den Wandel der Industrie hin zu klimafreundlicheren Prozessen gehen. Themen seien etwa die Digitalisierung der Produktion, der Einsatz von Wasserstoff sowie Softwarelösungen zur Reduzierung der CO2-Emissionen. Zu den Ausstellern gehörten unter anderem Bosch, Microsoft, Nokia und Siemens. Als Gastland wird sich im kommenden Frühjahr Indonesien präsentieren.

«Konzerne, Mittelstand, Start-ups sowie Wissenschaft, Politik und Gesellschaft sind gemeinsam gefordert», sagte Messechef Jochen Köckler. «Nur im Zusammenschluss kann es gelingen, die industrielle Produktion und damit unseren Wohlstand und unsere Zukunft nachhaltig zu sichern und gleichzeitig den Klimaschutz voranzutreiben.»

In diesem Jahr war die Hannover Messe mit rund 2500 Ausstellern deutlich kleiner ausgefallen. Bei ihrem Comeback auf dem Messegelände nach zwei Jahren Corona-Pause lockte die Industrieschau auch weniger Besucher an als vor der Pandemie. Rund 75.000 Menschen verfolgten die Messe vor Ort, weitere 15.000 nahmen digital teil. In den Jahren vor Corona waren mehr als 200.000 Besucher nach Hannover gekommen.


Kanzler Scholz positiv auf Corona getestet

BERLIN: Der deutsche Regierungschef Olaf Scholz ist am Montag positiv auf Corona getestet worden. Er habe milde Erkältungssymptome und sich sofort in der Kanzlerwohnung im Bundeskanzleramt in Isolation begeben, teilte Regierungssprecher Steffen Hebestreit mit.

«Die öffentlichen Termine dieser Woche werden abgesagt, interne Termine sowie die angesetzte Zusammenkunft mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder will der Bundeskanzler virtuell wahrnehmen.»

Scholz war am Sonntag von einer zweitägigen Reise in die Golfstaaten zurückgekehrt. Vor Antritt der Reise hatte er einen PCR-Test gemacht, der negativ war. Am Sonntag war er nach Angaben aus Regierungskreisen ein weiteres Mal negativ getestet worden.

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