PATTAYA: Eine 24-jährige LGBTQ-Frau erhebt schwere Vorwürfe gegen eine Schönheitsklinik in Bangkok. Nach einer Brustvergrößerung sei es zu erheblichen Komplikationen gekommen. Trotz einer zweiten Operation habe sich die Wunde nicht geschlossen, aus dem Operationsbereich unter der linken Brust trete weiterhin Blut aus. Die Betroffene fordert die Klinik auf, Verantwortung zu übernehmen, und lehnt eine weitere Behandlung durch denselben Arzt wegen des aus ihrer Sicht verlorenen Vertrauens ab.
Nach Angaben der Betroffenen ließ sie sich am 12. Juni 2026 in einer Filiale der Klinik im Bangkoker Stadtteil Udom Suk operieren. Zunächst verlief die Genesung unauffällig. Am 18. Juni habe sie jedoch dunkles, später auch frisches Blut aus der Wunde unter der linken Brust bemerkt und daraufhin ein Krankenhaus aufgesucht, wo die Wunde zunächst versorgt worden sei.
Arzt stuft Wunde als normal ein
Anschließend habe sie die Klinik informiert und sich in deren Filiale in Pattaya vorgestellt. Dort sei die Wunde zunächst von einer Arzthelferin versorgt worden. Fotos seien an den behandelnden Arzt übermittelt worden, der den Zustand zunächst als unauffällig eingestuft und einen Termin für den folgenden Tag vereinbart habe.

Beim Arzttermin habe ihr der Mediziner nach eigenen Angaben mitgeteilt, dass eine erneute Operation erforderlich sei. Grund sei der Verdacht auf abgestorbenes Gewebe im Bereich der Wunde gewesen. Bei dem Eingriff am 21. Juni seien das betroffene Gewebe entfernt, die Brusttasche gereinigt und die Wunde erneut verschlossen worden. Die zweite Operation sei vom selben Ärzteteam durchgeführt worden.
Beschwerden kehren erneut zurück
Rund eine Woche später seien die Beschwerden erneut aufgetreten. Nach Angaben der Betroffenen trete weiterhin dunkles Blut aus der Wunde aus. Zudem leide sie unter Schmerzen, Schwellungen sowie unterschiedlich großen Brüsten. Die anhaltenden Beschwerden hätten sowohl körperlich als auch psychisch zu einer erheblichen Belastung geführt.
Die Klinik habe ihr nach eigenen Angaben erneut dieselbe Behandlungsmethode vorgeschlagen. Aufgrund des verlorenen Vertrauens wolle sie sich jedoch nicht mehr von demselben Arzt behandeln lassen. Stattdessen fordert sie eine Behandlung durch einen anderen Facharzt sowie eine Übernahme der Verantwortung durch die Klinik.

Nach Angaben der Betroffenen beeinträchtigen die Komplikationen inzwischen ihren Alltag erheblich. Die anhaltenden Schmerzen und die Sorge um ihren Gesundheitszustand hätten zu starkem psychischem Stress geführt. Sie müsse Schlafmittel einnehmen, könne jedoch dennoch kaum zur Ruhe kommen.
Warnung vor Schönheitsoperationen
Mit ihrer öffentlichen Beschwerde wolle sie nach eigenen Angaben die Klinik nicht angreifen, sondern andere Menschen vor möglichen Risiken kosmetischer Eingriffe warnen und zu einer sorgfältigen Information sowie Nachsorge anhalten.
Die geschilderten Vorwürfe beruhen ausschließlich auf den Angaben der Beschwerdeführerin. Eine Stellungnahme der betroffenen Klinik sowie des behandelnden Arztes lag zunächst nicht vor. Die Ursache der Komplikationen und mögliche Verantwortlichkeiten sind bislang ungeklärt.