Verlängerung der Evakuierung unwahrscheinlich

Britischer Minister zur Afghanistan Evakuierung

Foto: Pixabay
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LONDON: Der britische Verteidigungsminister Ben Wallace hält eine Verlängerung der Evakuierungsmission in Afghanistan über das Monatsende hinaus für unwahrscheinlich. Das sagte er dem Nachrichtensender Sky News am Dienstag vor einem virtuellen Treffen der G7-Staats- und Regierungschefs. «Nicht nur wegen dem, was die Taliban gesagt haben, sondern es ist auch unwahrscheinlich angesichts der öffentlichen Äußerungen von US-Präsident Biden», so Wallace. Es lohne sich aber, für eine Verlängerung zu werben - «und das werden wir», fuhr der Minister fort.

Gleichzeitig gestand Wallace ein, dass die Sicherheitsrisiken bei dem Evakuierungseinsatz immer höher werden. Terrorgruppen wie der Islamische Staat seien darauf aus, den Westen aus Afghanistan hinauszujagen. «Wir wären sehr verletzlich, sollte ein Terrorist zuschlagen», sagte er.

Derzeit werden täglich Tausende Menschen aus der afghanischen Hauptstadt Kabul ausgeflogen. Der Flughafen ist der einzige Teil des Landes, der noch unter der Kontrolle der westlichen Militärallianz steht. Doch die Zeit wird knapp. Am 31. August sollen alle ausländischen Truppen das Land verlassen haben. Die militant-islamistischen Taliban, die nun weite Teile einschließlich der Hauptstadt kontrollieren, wollen eine Verlängerung der Mission nicht akzeptieren.

Viele Menschen, die wegen ihrer Tätigkeit für die afghanische Regierung, westliche Streitkräfte oder ihr Engagement für Menschenrechte mit Vergeltungsaktionen der Taliban rechnen müssen, müssen dann ihrem Schicksal überlassen werden, so die Befürchtung.

Großbritanniens Premierminister Boris Johnson will den Gipfel am Dienstagnachmittag nutzen, um sich bei Biden für eine Verlängerung der Frist stark zu machen.

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