Bärin greift Wanderer an

Muttertier verletzt Mann schwer am Hals

Ein männlicher Braunbär liegt neben seiner Partnerin auf einem Baumstamm. Foto: epa/Sebastian Tataru
Ein männlicher Braunbär liegt neben seiner Partnerin auf einem Baumstamm. Foto: epa/Sebastian Tataru

BRATISLAVA: Ein Braunbär hat einen Forstarbeiter angegriffen. Die Rettung gestaltet sich schwierig. Für den Mann ist es nicht der erste Bärenangriff.

In einem Wald in der Slowakei hat ein Braunbär einen Forstarbeiter angegriffen und schwer verletzt. Der 37 Jahre alte Mann habe vor allem Bisswunden an Schulter, Knie und Hüfte erlitten, teilte eine Rettungssprecherin den Medien mit.

Wie der Fernsehsender TV Markiza online berichtete, sollte der Verletzte zunächst per Hubschrauber geborgen werden. Das dicht bewachsene und obendrein vom Regen nasse Gelände habe eine Landung des Helikopters in ausreichender Nähe oberhalb der Ortschaft Liptovska Anna aber unmöglich gemacht, sagte eine Sprecherin der Flugrettung dem Sender.

Schließlich seien Feuerwehrleute gemeinsam mit Rettungskräften in den Wald vorgedrungen und hätten den Mann auf dem Landweg ins Krankenhaus der Stadt Liptovsky Mikulas (Sankt Nikolaus in Liptau) transportiert. Der jetzt verletzte Waldarbeiter soll nach einem Bericht der Lokalzeitung «My Liptov» schon im Jahr 2024 durch einen Bären verletzt worden sein.

Erst am Dienstagabend hatte eine Bärin in der nur rund 70 Kilometer weiter westlich gelegenen Gemeinde Stranavy einen Wanderer schwer verletzt. Dabei handelte es sich vermutlich um ein Muttertier, das um seine Jungen fürchtete.

Mehr als tausend Bären in der Slowakei

Nach der letzten offiziellen Zählung, die im Jahr 2022 veröffentlicht wurde, gibt es in der Slowakei rund 1.200 freilebende Bären. Die Tiere gehen normalerweise Menschen aus dem Weg, wenn sie sie rechtzeitig bemerken. Bei einem überraschenden Zusammentreffen oder wenn Muttertiere ihre Jungen gefährdet sehen, können sie jedoch angreifen. Einzelne Zusammenstöße endeten in den vergangenen Jahren tödlich.

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