PATTAYA: Eine 31-jährige Thailänderin mit körperlicher Behinderung geriet in tiefe Verzweiflung, nachdem Nachbarn sie immer wieder mit verletzenden Worten als „Belastung“ bezeichnet hatten. In ihrer Hoffnungslosigkeit äußerte sie wiederholt, niemandem mehr zur Last fallen zu wollen – und sprang schließlich vom 8. Stock eines Wohnhauses in Pattaya. Sie überlebte schwer verletzt.
Der tragische Vorfall ereignete sich am Montag (6. Oktober 2025) gegen 15.00 Uhr. Rettungskräfte der Sawang Boriboon Thammasathan Rescue Foundation Pattaya und Beamte der Pattaya City Police Station eilten zu einem Hochhaus an der Thappraya Road, nachdem gemeldet worden war, eine behinderte Frau sei aus dem 8. Stock gesprungen.
Helfer kämpfen um das Leben der jungen Frau
Zwischen den Gebäuden fanden sich zahlreiche Anwohner und ausländische Touristen, die entsetzt auf das Geschehen blickten. Auf einer Rasenfläche lag eine bewusstlose Frau. Sie hatte multiple Verletzungen, gebrochene Arme und Beine, eine Schwellung am Kopf und Blutungen aus der Nase. Helfer leisteten Erste Hilfe und brachten sie in kritischem Zustand ins Pattaya City Hospital.

In ihrem Apartment im 8. Stock fanden Ermittler einen Holzstuhl am Balkon, der vermutlich als Aufstiegshilfe diente. Außerdem entdeckten sie eine Behindertenkarte der Kategorie 3, die auf eine Lähmung von rechter Arm- und Beinseite nach einem Schlaganfall vor über einem Jahr hinweist.
Nachbarn sollen Frau seelisch verletzt haben
Die Mutter der Verletzten, 59, war beim Eintreffen der Polizei in Tränen aufgelöst. Sie berichtete: „Meine Tochter war tief verletzt, weil Nachbarn sie ständig beleidigten und sagten, dass sie nur eine Last sei. Sie hat mir oft gesagt, dass sie niemandem mehr zur Last fallen wolle. Ich habe sie immer wieder beruhigt und gesagt, dass sie sich solche Worte nicht zu Herzen nehmen solle – aber heute war ich zu spät …“

Die Mutter fügte hinzu, dass sie vor dem Vorfall im Zimmer geschlafen habe, bis der Wachmann sie anrief und mitteilte, dass ihre Tochter vom Balkon gesprungen sei. Beim Anblick der Szene sei sie wie gelähmt gewesen. Pol. Lt. Akkarapong Saenpurawong, Deputy Investigator der Pattaya City Police Station (Dongtan Sub-Division), untersuchte den Tatort und befragte Zeugen. Nach ersten Erkenntnissen litt die Frau unter anhaltendem Stress infolge ihrer Erkrankung und der ständigen verbalen Angriffe aus der Nachbarschaft. Die Polizei prüft nun weitere Beweise, um den genauen Hergang zu klären.
Wer sich in einer emotionalen Notlage befindet, kann sich rund um die Uhr an die Samariter von Thailand unter den Telefonnummern 02-713.6791 für englischsprachige Hilfe und 02-713.6793 für Hilfe auf Thai wenden. Zusätzlich steht die thailändische Hotline für psychische Gesundheit unter der Kurzwahl 1323 zur Verfügung.
Ich hoffe das gegen die degenerierte Nachbarschaft strafrechtliche Schritte unternommen werden.