BANGKOK: Ausländer investieren in die Finanzmärkte des Landes in der Hoffnung, dass sich Thailand bei einem Coronavirus-Impfstoff bald wieder für den Massentourismus öffnen wird.
Die Zuflüsse in thailändische Anleihen sind im November auf den höchsten Stand seit 17 Monaten geklettert. Und die Baht-Währung ist seit Ende Oktober um fast 3 Prozent gestiegen und damit nach der indonesischen Rupiah zur leistungsstärksten Währung in Asien geworden. Laut Poon Panichpibool von der der Krung Thai Bank wetten ausländische Investoren auf thailändische Währungsgewinne. Es sehe so aus, als würde sich der Baht in den nächsten 12 Monaten weiter verstärken, da ein Impfstoff ein wichtiger Auslöser für die Ankunft von ausländischen Touristen sein würde.
Die günstigen Ergebnisse der Impfstofftests, die Pfizer und das deutsche Unternehmen BioNtech in dieser Woche bekannt gaben, sind besonders positiv für die thailändische Wirtschaft, da der Tourismus etwa 20 Prozent des Bruttoinlandsprodukts des Landes ausmacht. Sie könnten dazu beitragen, die Wiedereröffnung des Landes für den Tourismus zu beschleunigen, zumal bereits Gespräche mit China zur Einrichtung eines quarantänefreien Reisekorridors ab Januar begonnen haben.
Nach Angaben von Bloomberg haben ausländische Investoren in diesem Monat bis Donnerstag thailändische Anleihen im Wert von netto 1,5 Milliarden US-Dollar erworben. Der Anstieg hat die Nettoauslandsverkäufe in diesem Jahr auf nur 132 Millionen US-Dollar reduziert, verglichen mit einem kumulativen Abfluss von bis zu 4 Milliarden US-Dollar nach den ersten fünf Monaten des Jahres.
Auch wenn es einige Negativbeispiele gibt, so sehen die Gesamtaussichten für thailändische Anleihen aufgrund der Impfstoff-Fortschritte und der Wiederaufnahme des Tourismus so gut aus wie schon seit einiger Zeit nicht mehr. Der sprunghafte Anstieg des Zustroms, der in diesem Monat bisher zu beobachten war, könnte sich im Jahr 2021 eher als die Regel denn als die Ausnahme erweisen, schreibt die „Bangkok Post“.