Atomgespräche mit Iran laufen in konstruktiver Atmosphäre

Der iranische Chefunterhändler für das Nuklearabkommen, Ali Bagheri Kani, in einem Interview mit der Agencia EFE. Foto: epa/Fernando Alvarado
Der iranische Chefunterhändler für das Nuklearabkommen, Ali Bagheri Kani, in einem Interview mit der Agencia EFE. Foto: epa/Fernando Alvarado

WIEN: Die Verhandlungen zur Rettung des Atompakts mit dem Iran laufen nach Angaben aus Teilnehmerkreisen in einer konstruktiven Atmosphäre. Dies erklärte eine mit den Gesprächen vertraute Quelle am Donnerstag in Wien. Es zeichne sich ab, dass der Iran auf einer Art Zusicherung bestehen werde, dass künftig die Vereinbarungen eingehalten würden, hieß es. Dies werde allseits anerkannt, sei aber höchst schwierig umzusetzen. Insgesamt fehle noch die nötige Dynamik bei den Gesprächen, um wie erhofft in einigen Wochen einen Abschluss zu erzielen. Die aktuelle, siebte Verhandlungsrunde wurde bis kommenden Montag unterbrochen.

Die USA waren unter Ex-Präsident Donald Trump 2018 aus dem 2015 erzielten Rüstungskontrollabkommen ausgestiegen, da sie es für unzureichend hielten. Nach der Wiedereinsetzung der Sanktionen seitens der USA hielt sich auch Teheran nicht mehr an die Vorschriften zur Begrenzung seiner nuklearen Kapazitäten.

Irans Chefunterhändler Ali Bagheri erklärte, der Schlüssel zum Erfolg in den Verhandlungen sei die effektive Aufhebung der US-Sanktionen. Je seriöser die Gegenseite diesbezüglich agiere, desto weniger Zeit würden die Verhandlungen in Anspruch nehmen.

Zu den Streitpunkten, die bei den Gesprächen in Wien noch zu lösen sind, gehört die Abfolge der Deeskalationsschritte in Washington und Teheran. In bisher sieben Verhandlungsrunden konnten sich der Iran und die USA trotz Vermittlungsversuchen von Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Russland und China nicht einigen.

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