PATTAYA: Die Polizei in Pattaya hat den Tod des britischen Geschäftsmanns Quentin Griffiths bestätigt, eines Mitbegründers des Online-Modehändlers ASOS. Der 58-Jährige kam laut einem Bericht von „The Nation“ Anfang Februar bei einem Vorfall in einem Condominium ums Leben. Nach Angaben der Ermittler wurden in der Wohnung zunächst keine Hinweise auf ein gewaltsames Eindringen festgestellt. Die Leiche wurde zur Obduktion übergeben, während die kriminaltechnischen Untersuchungen weiterlaufen.
Nach ersten Erkenntnissen prüfen die Behörden auch einen möglichen Suizid, betonten jedoch, dass ein Fremdverschulden bis zum Abschluss der forensischen Auswertungen nicht ausgeschlossen werde. Videoaufnahmen hätten bislang keine Hinweise auf weitere Personen geliefert, die die Wohnung betreten hätten. Der Todesfall ereignete sich bereits am 9. Februar 2026, erlangte jedoch erst Aufmerksamkeit, nachdem britische Medien darüber berichteten.
Rechtsstreit belastete Geschäftsmann
Im Zuge der Ermittlungen verwiesen Beamte auf Aussagen eines thailändischen Bekannten, wonach Griffiths zuletzt wegen eines Rechtsstreits mit seiner früheren Ehefrau unter Druck gestanden haben soll. Diese habe ihm vorgeworfen, rund 500.000 Pfund aus einem gemeinsam geführten Unternehmen zweckentfremdet zu haben.
Entsprechende Unterlagen seien in der Wohnung sichergestellt worden. Bereits im vergangenen Jahr war der Brite von der Polizei zu Vorwürfen befragt worden, Dokumente im Zusammenhang mit dem Verkauf von Land und Unternehmensanteilen gefälscht zu haben; er wies die Anschuldigungen zurück.
Frühere ASOS-Karriere und Aktienverkäufe
Griffiths hatte ASOS im Jahr 2000 gemeinsam mit Nick Robertson und Andrew Regan gegründet und war bis 2005 in einer leitenden Marketingfunktion tätig. Medienberichten zufolge erzielte er später Millionenerlöse aus dem Verkauf von Unternehmensanteilen. In einem weiteren Rechtsstreit machte er geltend, durch fehlerhafte steuerliche Beratung im Zusammenhang mit Aktienverkäufen zu hohen Nachzahlungen verpflichtet worden zu sein.
Der Unternehmer lebte seit etwa 2007 in Thailand. Nach dem Ende seiner ersten Ehe heiratete er eine Thailänderin, mit der er zwei Kinder hat; das Paar trennte sich vor mehreren Jahren. Die Ermittlungen der Behörden dauern an.