Schwangere Frau fällt in Regenabfluss

Foto: Thailand Footpath / Facebook
Foto: Thailand Footpath / Facebook

BANGKOK: Eine schwangere Frau hat am Dienstag bei der Regierung Beschwerde eingereicht, weil sie in einen unzureichend abgedeckten Regenabfluss gefallen war und sich dabei ihr Bein schwer verletzt hatte.

Kwanjai Jansert, die im achten Monat schwanger ist, bummelte mit ihrem Ehemann über den Chatuchak Weekend Market, als sie ausglitt und in einen Abfluss fiel. Dieser war nur von einem Stück Holz bedeckt. Kwanjai erlitt Verletzungen am rechten Bein und erhielt im Hospital 42 Stiche. Der Unfall hatte keinen Einfluss auf ihre Schwangerschaft. Ihr Ehemann Surawut Kamdee beschwerte sich beim Chatuchak-Markt, wurde aber abgewiesen, weil der Markt nicht in der Verantwortung der Stadtverwaltung liegt, sondern der staatlichen Eisenbahn, die ebenfalls nicht auf die Beschwerde reagierte.

Gebrochene Schächte und ungeschützte Abwasserleitungen sind in der Hauptstadt seit langem ein Problem und verursachen regelmäßig Unfälle, manchmal sogar tödliche, berichtet „Khao Sod“. Letzte Woche verletzte sich ein Universitätsstudent am Bein schwer. Er war in der U-Bahn in einen Abfluss gestürzt, weil die Metallabdeckung unter seinem Gewicht brach. Ende letzten Monats ertrank eine Frau fast, als sie versehentlich in einen nicht eingezäunten und unbedeckten Schacht in Chatuchak trat. Im Jahr 2017 starb ein vierjähriges Mädchen in Samut Sakhon, nachdem es in einen ungeschützten Abfluss gefallen war. Im letzten Jahr hat die Stadtverwaltung Berichten zufolge mehr als 750 Beschwerden über Menschen erhalten, die in die Kanalisation gefallen waren.

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Leserkommentare

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Jürgen Franke 20.05.18 17:34
Herr Drescher, Ihre Erfahrungen kann
ich nur bestätigen, doch möchte ich hinzufügen, dass es nicht überall in Thailand so sein muss.
Wolfgang Thierbach 20.05.18 12:52
Regenabfluss
Wenn man beim Laufen nicht auf sein Handy schaut ,sondern auf die Strasse dann fällt man in kein Loch !
Peter Drescher 17.05.18 11:10
Wuerde mich interssieren wie das ausgeht.
Nach meiner Erfahrung ist es In ThH grundsätzlich so, dass man eben selbst aufpassen muss wo man hintritt oder fährt. Dies mag kontrovers sein, funktioniert aber und ist auch eigentlich gar nicht so verkehrt. Dies bedeutet aber auf der anderen Seite, dass Diejenigen die Bauten erstellen, Diejenigen die sie in Auftrag geben und Diejenigen die Diese betreiben, fast frei von jeglicher Verantwortung sind. Und so kommt es dann das jeder jegliche Verantwortung auf den anderen schieben kann. Geil wa? Das Problem, so wie ich es sehe, liegt also nicht an den Unternehmen, oder an unzureichenden Materialien oder Qualitäten, sondern an einer unzureichend oder nicht vorhanden Festmachung der Haftbarkeiten. Nur wenn klar gelegt ist wer für was wie lange in welcher Form verantwortlich und Haftbar ist, werden sich solche Zustande ändern. Eine bessere Ausführung, bessere Qualitäten und Materialien gehen damit dann automatische einher.
THOMAS S 16.05.18 22:35
Problem
100% liegt das Problem bei den Sub Unternehmern.Die wollen Sparen wo es nur geht. Vater Staat kontrolliert nicht´s. Und Garantien gibt es hier wohl auch nicht.
Prof. Dr. Dr. Ulm 16.05.18 14:37
Wundert mich nicht, da Zement und Stahlarmierung von mangelender Qualität sind ! Man muss sich fragen?Das budget ist in zahlen gegossene material.Wo ist die Differenz?