Flug MH370: Angehörige fordern Suche an Küste Madagaskars

Foto: epa/Fazry Ismail
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ANTANANARIVO (dpa) - Angehörige der Insassen der verschwundenen Malaysia Airlines-Maschine Flug MH370 haben die Ermittler aufgerufen, sich bei ihrer Suche nach Trümmerstücken auf die Küste Madagaskars zu konzentrieren. Bei einem Besuch des Inselstaates vor der Ostküste Afrikas warf die siebenköpfige Delegation den malaysischen Behörden am Montag eine Vernachlässigung des Falls vor. Bisher haben die Ermittler vor allem die Tiefen des Indischen Ozeans vor der australischen Küste abgesucht.

«Wir bitten sie seit rund einem halben Jahr, die Suche in Gang zu bringen», beklagte Grace Subathirai Nathan aus Malaysia, deren Mutter sich an Bord des Flugzeugs befunden hatte. «Wenn der Absturzort gefunden ist, werden sie auch den Rest des Flugzeugs finden», sagte der Franzose Ghislain Wattrelos, der seine Frau und zwei Kinder bei dem Unfall verloren hat.

Flug MH370 war am 8. März 2014 auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking vom Kurs abgewichen und Richtung Süden geflogen. Ermittler glauben, dass die Boeing mit 239 Menschen an Bord über dem Indischen Ozean abstürzte. Die Angehörigen protestieren gegen eine Einstellung der Suche und haben angekündigt, bei ihrem Besuch auf der Insel selbst nach Trümmerteilen suchen zu wollen. James Andrianalisoa von der Luftfahrtbehörde in Madagaskar zufolge trafen in der vergangenen Woche Ermittler aus Malaysia auf der Insel ein, um vor Ort über die Suche zu sprechen.

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