Angehörige von MH17-Opfern demonstrieren vor russischer Botschaft

 Die russische Botschaft in Den Haag. Foto: epa/Bart Maat
Die russische Botschaft in Den Haag. Foto: epa/Bart Maat

DEN HAAG (dpa) - Drei Jahre nach dem Abschuss von Passagierflug MH17 haben Angehörige vor der russischen Botschaft in Den Haag demonstriert. Sie protestierten gegen Versuche Russlands, die strafrechtliche Untersuchung zu blockieren, sagten sie dem niederländischen Fernsehen am Sonntag.

Die Passagiermaschine der Malaysia Airlines war am 17. Juli 2014 über der Ostukraine von einer Buk-Rakete getroffen worden. Die Rakete kam aus Russland. Sie wurde vom Gebiet der prorussischen Rebellen aus abgefeuert. Alle 298 Menschen an Bord wurden getötet, die meisten von ihnen waren Niederländer.

Die etwa 15 Demonstranten hatten auf einem Grasfeld vor der Botschaft eine Bank gestellt mit der Aufschrift: «Warten auf Verantwortlichkeit und völlige Aufklärung.» In einem Brief riefen sie Russland dazu auf, konstruktiv mit den Ermittlern zusammenzuarbeiten.

Russland hatte die Errichtung eines internationalen UN-Tribunals mit seinem Veto verhindert. Ein möglicher Strafprozess soll nun nach einer Vereinbarung der an den Ermittlungen beteiligten Länder in den Niederlanden stattfinden.

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