Wilde Elefanten und Affen sollen kontrolliert werden

Domestizierter Elefant in Pattayas Elephant Village. Foto: Jahner
Domestizierter Elefant in Pattayas Elephant Village. Foto: Jahner

BANGKOK: Das Regierungskabinett hat 435,29 Millionen Baht bereitgestellt, um die Auswirkungen von Wildtieren auf Menschen zu reduzieren.

Mehr als drei Viertel des Budgets - 360,61 Millionen Baht - werden für den Schutz von Anwohnern und Bauern vor wilden Elefanten ausgegeben, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Traisuree Taisaranakul. Das Geld soll dazu verwendet werden, die natürlichen Nahrungsquellen der Elefanten wiederherzustellen und Zäune zum Schutz der Einheimischen zu errichten. Die Mittel wurden vom Ministerium für natürliche Ressourcen und Umwelt beantragt.

Weitere 24,46 Millionen Baht werden zur Lösung von Problemen verwendet, die durch Affen verursacht werden. Finanziert werden u.a. Geburtenkontrolle, eine Datenbank für Affen und Zäune zur Begrenzung der Gebiete, in denen sie sich bewegen können. Dieser Schritt erfolgt, nachdem die Affen in Lopburi während der Abriegelung von Covid-19 Amok gelaufen waren, als sie ihrer Hauptnahrungsquelle - dem Tourismus - beraubt wurden.

Das verbleibende Budget in Höhe von 40,22 Millionen Baht wird investiert, um die Kapazitäten der Regierungsbehörden zur Aufnahme und Pflege von Tieren, einschließlich der in Strafverfahren beschlagnahmten Tiere, zu verbessern. So sollen neue Tierkliniken gebaut werden.

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Markus Boos 07.08.20 18:43
Wow
Siam Fan. Du. Ist ein Genie. Das ist jetzt nicht ironisch gemeint.

Etwas hab ich noch anzufügen.
Beispiel Nam Tok Palau. Die Strasse dort hin führt durch Elefantengebiet. Diese Strasse sollte durch einen Tunnel ersetzt werden. Diese Investition würde allen dienen. Dem Wildlife wie auch dem Mensch. Auf jeden Fall besser als eine Brücke nach Samui.

Gruss Markus
Siam Fan 07.08.20 10:37
Ergaenzung!
Daran wird es wahrscheinlich scheitern.
KEINER(!) darf diese Absperrung ueberschreiten, auch nicht die Thai-(Frei)Laender!
Alle die dahinter Land haben, muessen umgesiedelt werden.
Direkt unterhalb des Grabens wird neues,bewaessertes Land entstehen, auf das die Umsiedler verteilt werden koennen.
Strassen durch das Gebiet, zu Bungalows der NP-Verwaltung oder Golfplaetzen, darf es nicht mehr geben, da sie unverhaeltnismaessig viel Land "verbrauchen".
Links und rechts in die Haenge koennen Huetten und Beobachtungs Punkte angeboten werden, aber nur gleich am Anfang und dann absolut Ende. Wenn an den Trinkstellen auch Salzlecken und andere Leckereien angeboten werden, gibt es auch was zu beobachten. Die Haenge koenn grundsaetzlichvon den Elefanten, ohne Wildwechselpfade , nicht genutzt werden, aber von viele anteren Tierarten.
Wenn der Thai wandern (unglaubhaft), zelten, ... will, soll man das AUSSERHALB anbieten. Das Gleiche gilt fuer Golfplaetze.
Die Tierkliniken werden entlastet, wenn alle herrenlose Tiere "ausgewildert" werden,
Man kann einige aber auch nutzen um traechtigen Arbeitselefantinnen ~6Monate Mutterschaftsurlaub zu gewaehren.
Ich hatte an anderer Stelle schon gesagt, keiner sollte Eigentuemer eines Elefanten sein!
Hier sollten wie beim Koenigsland nur "Nutzungsrechte" eingeraeumt werden!
Dann koennte man die hochtraechigen Kuehe auch hinter den Wassergraeben ihr Kalb zur Welt bringen lassen.
Nach dem Entwoehnen koennte man die Mutter wieder einfangen.
Harry Fischer 06.08.20 16:06
Wilde Elefanten und Affen...
@Siam Fan. Sehr guter Beitrag, Siam Fan, hört sich auch machbar und leicht zu händeln an. Hoffentlich wird davon etwas aufgegriffen.
Markus Boos 06.08.20 13:37
Jawohl Harry Fischer
Sie haben bereits einen Zaun um mein Häuschen gebaut. Denn ich hab ab und zu ein kleines Äffchen.

Spass beiseite. Zäune gegen Affen? Bis anhin dachte ich immer, dass die Biester klettern können. Sind da etwa Elektrozäune angedacht? Wie mancher Orts wäre ein Fütterungsverbot sinnvoll.

Die Wiederherstellung von Futterquellen für Elefanten sehe ich als gute Idee. Denn der Mensch hat den Lebensraum der grauen Riesen ziemlich eingeengt.

Siam Fan 06.08.20 13:07
Wassergräben, 2-5 Fliegen mit einer Klappe
Aus dem Zoo kennen wir (fast) alle den Elefantengraben. Wenn die Elefanten knieend mit dem Rüssel, den Grund des Grabens nicht ertasten können, werden sie den Graben nicht versuchen, zu überwinden!
Der Graben paßt sich optisch besser an.
Mit diesem Graben kann man "oben" bewässern.
Man kann damit Hochwasser ableiten und die Flutwelle dämpfen.
Es ist eine platzsparende, trennende Grenze.
Unterhalb kann direkt das erste bewässerte Land anfangen.
"Oben" versickert ganzjährig Wasser, was den Grundwasserspiegel erhöht.
Bei Dürre kann Wasser eingeleitet werden.
Oberhalb können Bade-und Trinkwasserstellen, abgesperrt, eingebunden werden.
Mit dieser Abgrenzung (auch Zäune), könnte das Konzept der Auswilderung neu überdacht werden. Bisher werden nur entwöhnte Jungtiere ausgewildert.
Weibliche, erwachsene Tiere werden sich, wie in Zoos, in vorhandene Herden integrieren und in der Wildbahn Jungtiere zur Welt bringen. Bullen sind eh Einzelgänger.
Neben den natürlichen Nahrungsquellen muß überall, 12 Monate lang, Trinkwasser und Bade-/Puderstellen ausreichend vorhanden sein.
Die Tierkliniken müssen gebührenpflichtig sein, sonst besteht die Gefahr, man fügt den Tieren zu Beginn der Nebensaison, Verletzungen bei, um sie durchgefüttert zu bekommen.
Alle bechlagnahmten Tiere, können oberhalb der Absperrung "ausgewildert" werden.
Wenn die Affen im Biotop Trinkwasser haben, sollte sich das auch erledigen, wenn es noch Biotope gibt.