Rosa Delfine kehren nach Hongkong zurück

​Weniger Schiffsverkehr 

Foto: Adobe Stock
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HONGKONG: Rosafarbene Delfine kommen wegen des reduzierten Schiffsverkehrs in der Corona-Krise zurück in die Gewässer um Hongkong. Rund um die chinesische Sonderverwaltungsregion drängen sich normalerweise Containerschiffe und Fähren. Nun wird der in der Region selten gewordene Meeresbewohner immer häufiger gesichtet.

Die Säugetiere, auch als chinesischer weißer Delfin bekannt, kehren allmählich nach Hongkong zurück, nachdem die Covid-19-Beschränkungen die Lärmbelastung verringert und die Lebensraumbedingungen für die Tiere verbessert haben, wie Wissenschaftler der Hongkonger Zeitung «South China Morning Post» berichteten.

Die Delfine, die ihren rosa Farbton von sichtbaren Blutgefäßen erhalten, sind in der Mündung des Pearl River westlich von Hongkong beheimatet und kommen auch in den Gewässern um Macao, Taiwan und Singapur vor. Wegen des immer dichteren Schiffsverkehrs nahmen ihre Sichtungen im Laufe der Jahre ab.

Meeresforscher der St. Andrews University in Großbritannien sagten der Hongkonger Zeitung, dass Sichtungen der seltenen Delfine um 30 Prozent gestiegen seien. Den Forschern zufolge ermöglichten die ruhigeren Gewässer den Delfinen, sich in größeren Gruppen zu versammeln und mehr Kontakte zu knüpfen, was eine genauere Untersuchung des Verhaltens der Säugetiere ermögliche.

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Markus Boos 21.09.20 17:26
@ Thomas
Darf ich du sagen?
Zu diesem Thema fände ich es angebracht, wenn du als Touristiker einen bebilderten Leserbrief an die Redaktion des Farang schreiben würdest. Denn ich glaube dass hierzu ein Rosses Interesse besteht.
Es würde mich freuen, deinen Beitrag im Farang lesen zu können.

Geniesse den Tag und bleib gesund
Thomas Sylten 21.09.20 15:52
@Markus: Genau dafür setze ich mich als Touristiker Zeit meines Lebens ein: Den (nachhaltigen) Schutz unserer wunderschönen Welt wirtschaftlich attraktiver zu machen als deren unwiderrufliche, jeweils nur einmal mögliche Zerstörung.

Im Augenblick fallen weltweit die Einnahmen durch nachhaltigen Naturtourismus weg, so dass Ranger nicht bezahlt werden und schützenswerte Natur Gefahr läuft, Wilderern und Raubbau zum Opfer zu fallen.

Der oft zerstörerisch wirkende Massentourismus muss hingegen dringend besser kanalisiert und auf wenige Strand-"Ghettos" o.ä. beschränkt werden - damit könnte man echte Naturräume vor Zerstörung durch Überlaufen vermeiden:
Quasi "der Ballermann den Ballermännern" und "die Natur den Naturliebhabern" - getrennt, wenn auch durchlässig bei Interesse.

Wäre machbar und für alle Seiten ein Gewinn -
sofern wir auch bereit sind die Flugkilometer fair auszugleichen per CO2-Abgabe, um den CO2-Fußabdruck mittelfristig in den Griff zu bekommen und weitere Gelder für einen effektiven Naturschutz zu generieren. Träum.. :)
Markus Boos 21.09.20 14:22
Genau Thomas Sylten
Wenn die Tourismusindustrie dereinst neu aufgebaut wird, sollte dieser positive Effekt mit einbezogen werden.
Der Tourismus soll naturbezogener werden. Ich glaube so fühlt sich der umweltbewusste Tourist angesprochen.
So würde ich Qualitätstourismus sehen. Und nicht nach Kaufkraft eingeteilt. Erstrebenswert ist eine touristische Lösung welche die Natur möglichst nicht stört.
Markus Boos 21.09.20 13:07
Hm!
Hätten David Gilmour dieses Tier gekannt, wäre es wohl zum Pink Floyd Maskottchen geworden.
Thomas Sylten 21.09.20 13:07
Dass man als Betroffener der Covid-Maßnahmen den Schaden für die Weltwirtschaft beweint, ist nachvollziehbar. Einerseits.

Andererseits ist dieses Aufblühen der Natur ein Segen, auch fürs strapazierte Gemüt: Ich finde es im Prinzip ganz richtig, dass der Mensch endlich mal einen Schritt zurücktreten muss und anderen Mitgeschöpfen dieses Planeten eine Erholung gönnt (wenn auch unfreiwillig).
Hoffentlich können wir uns das erhalten - und ausbauen, auch wenn die Krise irgendwann überwunden sein sollte.