Wat Yan ist Thailands grösste Tempelstadt

Touristen sind eingeladen, Königliche Projekte zu besuchen

Die „Sala Swiss“ wurde vor fast 20 Jahren am Stausee auf dem Gelände des Wat Yan fertiggestellt. Im Vordergrund der Schweizer Stifter Walter L. Meyer.
Die „Sala Swiss“ wurde vor fast 20 Jahren am Stausee auf dem Gelände des Wat Yan fertiggestellt. Im Vordergrund der Schweizer Stifter Walter L. Meyer.

Unter den mehr als 3.000 von König Bhumibol Adulyadej und seiner Familie initiierten und geförderten Projekten nimmt das Wat Yanasangwararam einen vorderen Platz ein. Die nahe der Sukhumvit Road zwischen Pattaya und Sattahip gelegene Tempelanlage, auch Wat Yan genannt, ist buddhistisches Zentrum mit Krankenhaus, landwirtschaftlichem Entwicklungsprojekt, künstlichem See und einer für Thailand einmaligen Ansammlung von sakralen und profanen Gebäuden. Im Wat Yan versammeln sich Mönche und weitere Buddhisten aus dem ganzen Land zu Gebet und Meditation, für Schul­- kl­assen der Region ist ein Besuch mit Übernachtung ein Muss.

Die Tempelanlage entstand zum 60. Geburtstag seiner Majestät im Jahr 1987. Mehrere Länder wurden eingeladen, auf dem über 360 Rai (580.000 qm) grossen Areal Pavillons mit dem für ihr Land typischen Baustil zu errichten. Die unterschiedlichen architektonischen Stiftungen machen denn auch den besonderen Reiz der Anlage aus. Zu den ersten Staaten, die unter königlicher Obhut bauen liessen, waren Indien, Japan, China, Korea, Nepal und Singapur.

Um die König Taksin gewidmete Gebetshalle formiert sich Thailands flächen­mässig grösste Tempelstadt. Eine Attraktion ist der auf einem Hügel stehende, über 200 Treppen zu erreichende Tempel mit einem Fussabdruck Buddhas. Nach dem beschwerlichen Aufstieg hat der Besucher einen weiten Blick auf die Skyline Pattayas. Kunstvoll gestaltet sind Wachsfiguren in einem etwas abgelegenen, einstöckigen Gebäude: Es sind lebensgrosse Modelle von bedeutenden Mönchen bzw. Äbten thailändischer Klöster.

Zu den nicht religiösen Bauwerken zählen neben dem japanischen Haus und dem vom thai-chinesischen Kaufmann Sanga Kulkobkiat gespendeten chinesischen Kaiserpalast (Vihan Sien) das Schweizer Chalet.

Die direkt am Stausee errichtete "Sala Swiss" ist eine Schenkung von Walter L. Meyer und würdigt die Vollendung des 5. Tierkreiszirkels Seiner Majestät (60. Geburtstag). Der gebürtige Luzerner kam 1941 nach Thailand, hat mit Berli Jucker eines der grossen Handelshäuser geleitet und nach dem Zweiten Weltkrieg eigene Produktions­stätten eröffnet und Tausende Thais beschäftigt.

Auf der Suche nach einem geeigneten Chalet in der Schweiz, das als Duplikat zu den orientalischen Pavillons passen sollte, wurde Meyer im Dorf Wolfenschiessen im Kanton Nidwalden, in der Nähe der Kantonshauptstadt Stans fündig. Dort steht das Hechhuis, das als typisches Beispiel der frühen Schweizer alpinen Architektur betrachtet wird.

Sakrale und profane Gebäude unterschiedlicher Baustile machen den architektonischen Reiz der Tempelanlage bei Pattaya aus.
Sakrale und profane Gebäude unterschiedlicher Baustile machen den architektonischen Reiz der Tempelanlage bei Pattaya aus.

Der Grundstein zur "Sala Swiss" wurde am 21. Oktober 1986 gelegt. Es dauerte eineinhalb Jahre, ehe der Bau abgeschlossen war. Auf Wunsch Ihrer Königlichen Hoheit Prinzessin Maha Chakri Sirindhorn wurde der Sala ein Garten im Schweizer Stil beigefügt. Ihre Majestäten der König und die Königin, begleitet von Prinzessin Maha Chakri Sirindhorn, besuchten anlässlich einer Kathin-Zeremonie im Wat Yanasangwararam die "Sala Swiss" am 28. Oktober 1987.

Weil die meisten der König­lichen Projekte für Besucher zugänglich sind, hat die staatliche Tourismusbehörde (TAT) die wichtigsten aufgelistet. Touristen, die die folgenden Regionen aufsuchen, sind eingeladen, sich selbst ein Bild zu machen.

Norden:

Mae Fah Luang Art and Cultural Park & the Hall of Opium und das Doi Tung Development Project in Chiang Rai. Doi Inthanon Royal Project und die Royal Agricultural Station bei Angkhang in Chiang Mai. Thai Elephant Conservation Centre in Lampang. Osten:

Khung Kraben Development Studies Centre in Chantaburi. Zentralthailand:

Bhumi Rak Thammachart Centre und Tha Dan Dam in Nakhon Nayok. Bang Sai Arts & Crafts Centre in Ayutthaya. Mrigadayavan Palace und Laem Phak Bia Environmental Research and Development Project in Phetchaburi. Süden:

Phikul Thong Studies Centre in Narathiwat. Pak Phanang Delta Development Centre in Nakhon Si Thammarat. National Resource Conservation Project in Chumphon. Nordosten:

Ban Kut Na Kham Arts & Crafts Centre in Sakhon Nakhon. Ban Yang Noi Handicraft Centre in Ubon Ratchathani. Little Home in the Big Forest in Loei. Organic Farming in Nakhon Ratchasima. Weitere Infos bei der TAT unter Telefon 02.652.8235.

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