Erdbeben in Venezuela: Was bekannt

Ein Verletzter wird nach den schweren Erdbeben in die Notaufnahme eines Krankenhauses in Caracas gebracht. Foto: EPA/Rayner Peña
Ein Verletzter wird nach den schweren Erdbeben in die Notaufnahme eines Krankenhauses in Caracas gebracht. Foto: EPA/Rayner Peña

BERLIN: Binnen weniger Sekunden erschütterten zwei starke Beben Venezuela. Mindestens 32 Menschen starben, rund 700 wurden verletzt. Was bislang bekannt ist - und welche Fragen offen bleiben.

Nach einem Erdbeben in Venezuela werden viele Todesopfer und große Schäden befürchtet. Ein Überblick über das, was bisher bekannt ist:

Was wir wissen

- Zahl der Opfer: Ersten Erkenntnissen zufolge sind mindestens 32 Menschen ums Leben gekommen und rund 700 weitere verletzt worden.

- Ort des Erdbebens: Das erste Beben ereignete sich am Mittwoch um 18.04 Uhr (Ortszeit; 0.04 Uhr MESZ Donnerstag) 24 Kilometer östlich von San Felipe im Nordwesten des Landes in einer Tiefe von 21,9 Kilometern. Das zweite, stärkere Erbeben ereignete sich wenige Kilometer weiter nördlich in nur rund zehn Kilometern Tiefe. Wegen der geringen Tiefe dürften die Auswirkungen des zweiten Bebens größer sein. Die Millionenstadt Caracas, aus der nach den Beben die ersten Bilder und Berichte kamen, lag dabei nicht besonders nah am Epizentrum, sondern mehr als 150 Kilometer östlich davon.

- Stärke des Erdbebens: Die US-Erdbebenwarte USGS gab die Stärke der beiden Erdbeben mit 7,2 und 7,5 an. Eine Modellrechnung der Behörde legte nahe, dass eine sehr hohe Opferzahl zu befürchten war. Zwischen beiden Erschütterungen lagen laut USGS nur 39 Sekunden. Es gab demnach schon 20 Nachbeben.

- Welche Hilfe angeboten wird: US-Präsident Donald Trump sicherte dem südamerikanischen Land schnelle Hilfe zu. US-Außenminister Marco Rubio erklärte kurze Zeit später, die Regierung bringe sofort Such- und Rettungsmannschaften sowie humanitäre und medizinische Hilfe auf den Weg. Auch andere Länder sagten sofort Hilfe zu.

Was wir nicht wissen:

- Weitere Opfer: Es wird befürchtet, dass es noch viele weitere Todesopfer und Verletzte geben wird. Die automatische Modellrechnung der US-Erdbebenwarte basierend auf der Stärke des Bebens und der Nähe einiger Städte legte eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit von mehr als tausend Todesopfern nahe.

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