Vulkan auf Philippinen stößt Gase aus

Warnung vor neuem Ausbruch

Die Sonne geht unter, während der Vulkan Taal Rauch spuckt, gesehen von der Stadt Tanauan in Batangas. Foto: epa/Mark Cristino
Die Sonne geht unter, während der Vulkan Taal Rauch spuckt, gesehen von der Stadt Tanauan in Batangas. Foto: epa/Mark Cristino

MANILA: Der Vulkan Taal auf den Philippinen hat wenige Tage nach einer Eruption ungewöhnlich hohe Mengen an vulkanischen Gasen ausgestoßen. Wissenschaftler warnten am Sonntag davor, dass er jederzeit wieder ausbrechen könne. Der nur 66 Kilometer südlich der Hauptstadt Manila gelegene Vulkan hatte am Donnerstag eine dunkle Wolke aus vulkanischen Gasen und Dampf einen Kilometer in die Luft geschleudert. Mehr als 3000 Menschen aus umliegenden Dörfern verließen ihre Häuser und brachten sich in Sicherheit.

Seit dem Ausbruch gab der Taal mehrfach Gase und Dampf von sich - doch am Sonntag sei mit 22.628 Tonnen Schwefeldioxid ein Allzeit-Rekordwert gemessen worden, teilte das staatliche seismologische Institut Phivolcs mit. Begleitet wurde der Gasausstoß der vergangenen Tage demnach unter anderem von 26 vulkanischen Beben. «Diese Beobachtungen könnten darauf hindeuten, dass eine Eruption ähnlich der vom 1. Juli 2021 jederzeit erfolgen kann», hieß es in einem Lagebericht der Behörde. Die Warnstufe hatte das Institut bereits am Donnerstag von Stufe 2 auf Stufe 3 hochgesetzt.

Der Taal ist nach dem Mayon der zweitaktivste Vulkan des südostasiatischen Inselstaats. Er liegt auf der Hauptinsel Luzon. Die Gegend ist dicht besiedelt und auch bei Touristen beliebt. Zuletzt war der Vulkan im Januar 2020 ausgebrochen. Damals mussten mehr als 370.000 Menschen ihre Häuser verlassen. Die Philippinen liegen auf dem Pazifischen Feuerring - der geologisch aktivsten Zone der Erde.

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