Viele Bäcker gründen neue Betriebe

Gesamtzahl sinkt aber

Brötchen liegen in einer Bäckerei in einem Korb. Foto: Robert Michael/dpa
Brötchen liegen in einer Bäckerei in einem Korb. Foto: Robert Michael/dpa

Berlin: Die Zahl der Bäckereibetriebe ist im vergangenen Jahr erneut gesunken - allerdings gab es gleichzeitig ungewöhnlich viele Neugründungen. Wie der Zentralverband des Bäckerhandwerks mitteilte, wurden 448 Betriebe neu gegründet - und damit rund 40 mehr als noch ein Jahr zuvor. Schon seit einigen Jahren gab nicht mehr so viele Neugründungen innerhalb von zwölf Monaten.

«Wer heute eine Bäckerei gründet, braucht Mut, Leidenschaft und Unternehmergeist. Die hohe Zahl bei den Neugründungen zeigt, welches Vertrauen junge Unternehmer in unser Handwerk haben», sagte Roland Ermer, Präsident des Zentralverbands, laut Mitteilung. 

Trotz der positiven Signale sieht der Zentralverband dringenden politischen Handlungsbedarf. Der Verband setzt sich unter anderem für eine Reform des Arbeitszeitgesetzes ein, damit sonntags mehr gebacken werden kann. Nach dem Arbeitszeitgesetz dürfen Bäckereien bisher an Sonn- und Feiertagen bis zu drei Stunden Backwaren herstellen und liefern. Im Koalitionsvertrag heißt es, der sogenannte Ausnahmekatalog im Arbeitszeitgesetz für Sonn- und Feiertagsbeschäftigung solle um das Bäckereihandwerk erweitert werden.

Insgesamt gab es mit Stichtag 31. Dezember 2025 rund 8.660 Bäckereiunternehmen in Deutschland. Zehn Jahre zuvor waren es laut dem damaligen Geschäftsbericht des Zentralverbands 12.155.

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