USA feiern 250. Geburtstag

Militärflugzeuge fliegen über New York beim Parade of Sail zum 250. Unabhängigkeitstag der USA. Foto: epa/Kena Betancur
Militärflugzeuge fliegen über New York beim Parade of Sail zum 250. Unabhängigkeitstag der USA. Foto: epa/Kena Betancur

WASHINGTON: Die Vereinigten Staaten von Amerika werden an diesem Samstag 250 Jahre alt. An dem Jubiläum sind viele Feierlichkeiten geplant - auch US-Präsident Trump ist natürlich mit von der Partie.

Die Vereinigten Staaten von Amerika feiern an diesem Samstag die 250-jährige Geschichte ihres Landes. An dem ohnehin traditionsreichen Feiertag werden dieses Jahr besonders große Feierlichkeiten erwartet: Größere Partys sind landesweit und in Metropolen wie New York, Boston und Los Angeles angekündigt. US-Präsident Donald Trump will indes bei angekündigten knapp 42 Grad «eine richtig lange Rede halten, nur um zu zeigen, dass ich alles schaffen kann.» Sein Auftritt ist für 21.45 Uhr US-Ostküstenzeit (Sonntag, 3.45 Uhr MESZ) geplant.

In der US-Hauptstadt Washington gibt es über den Tag verteilt eine Reihe von Events. Entlang der National Mall soll am Vormittag etwa eine Unabhängigkeits-Parade stattfinden. An dem Park lädt zudem die Ausstellung «Great American State Fair» Besucher ein, sich ein Bild aller US-Bundesstaaten zu machen.

Große Flugshow geplant

Über den Tag verteilt sollen zudem Kampfjets, Hubschrauber und die Air Force One über Washington fliegen. Nach Veranstalterangaben sind ab kurz nach 13.00 Uhr US-Ostküstenzeit (19.00 Uhr in Deutschland) mehr als 30 Überflüge geplant. Bereits am Freitagvormittag überschattete der Lärm der Kampfjets das Innenstadtgebiet, Grund dürften letzte Proben gewesen sein.

Einer der Höhepunkte dürfte am Samstag indes der Überflug der Air Force One sein, also der offiziellen Maschine der US-Regierung. Neben dieser sollen dem Plan nach unter anderem zudem US-Bomber in einer Dreierformation sowie Hubschrauber über Washington fliegen. Für Aufmerksamkeit dürften dann auch die weltbekannten Kunstflugstaffeln der Blue Angels und Thunderbirds sorgen.

Riesiges Feuerwerk zum Abschluss - mit Potenzial für Weltrekord

Das Feuerwerk am Abend soll dann einen Weltrekord aufstellen. 850.000 Feuerwerkskörper an zehn Standorten, unter anderem dem Reflecting Pool am Lincoln Memorial sowie in der Nähe des Flusses Potomac, sollen in rund 40 Minuten gezündet werden.

Der 4. Juli wird in den USA als Unabhängigkeitstag groß gefeiert. An diesem Tag im Jahr 1776 hatten Abgesandte der 13 amerikanischen Kolonien in Nordamerika die Unabhängigkeitserklärung verabschiedet, mit der sie sich als Vereinigte Staaten von Amerika von Großbritannien lösten. Die Unabhängigkeitserklärung gilt somit als Geburtsstunde der USA.

Gedenken an Sklaverei: US-Gericht stärkt Regierung den Rücken

Präsident Trump geht gegen alles vor, was die US-Geschichte in Verbindung mit Rassismus bringt, auch in Nationalparks. Ein Gericht forderte die Rolle rückwärts - nun funkt ein anderes dazwischen.

Die US-Regierung muss von ihr entfernte Denkmäler zu Sklaverei, Rassismus und weiteren Themen vorerst nicht wieder in Nationalparks und auf öffentlichen Plätzen installieren. Ein Berufungsgericht kassierte eine einstweilige Verfügung, der zufolge die Regierung vorgenommene Änderungen wieder hätte rückgängig machen müssen. Konkret ging es dabei um Eingriffe in die Erinnerungskultur, die seit dem vergangenen Jahr auf Geheiß von Präsident Donald Trump unternommen wurden.

Trump hatte sein Innenministerium im März 2025 angewiesen, sämtliche Gedenkstätten, -tafeln, Statuen und Ähnliches darauf zu überprüfen, ob sie die Geschichte der USA in ein schlechtes Licht rücken. Der Name des Dekrets: «Wiederherstellung von Wahrheit und Vernunft in der amerikanischen Geschichte». Als Grund nannte Trump einen angeblich breit angelegten Versuch, die Geschichte des Landes als rassistisch und unterdrückerisch umzuschreiben. Wo das geschehe, müssten Ausstellungen, Denkmäler oder Inschriften geändert oder entfernt werden.

Urteil steht weiter aus

In der Folge verschwanden bundesweit etwa Gedenktafeln, die Sklaverei thematisierten, etwa an George Washingtons ehemaligen Wohnhaus in Philadelphia. Auch Hinweise auf den Klimawandel - den Trump nicht als Bedrohung ansieht - wurden vielerorts entfernt. Eine Reihe von Verbänden aus den Bereichen Geschichte, Naturschutz und Wissenschaft klagte dagegen.

Vor rund drei Wochen erließ eine Bundesrichterin aus Boston eine einstweilige Verfügung gegen das Vorgehen. Die Regierung verfolge das Ziel, «die Geschichte der Nation mit einem Korrekturstift umzuschreiben», begründete die Richterin ihre Entscheidung. Ihre Anordnung richtet sich an die Aufsichtsbehörde der Nationalparks, in deren Verantwortung auch öffentliche Denkmäler liegen. Die Richterin ordnete an, alle im Namen des Dekrets entfernten Denkmäler wieder einzusetzen, und zwar binnen 21 Tagen.

Das muss die Regierung nun nicht tun. Ein Urteil in der Sache steht weiterhin aus.

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