Unfallopfer plädieren für härteres Verkehrsrecht

Foto: The Nation
Foto: The Nation

BANGKOK: Vertreter des Life Quality Improvement Network und mehr als 30 Opfer von Verkehrsunfällen reichten am Donnerstag beim Ministerpräsidenten im Regierungssitz eine Petition ein, in der sie ein schärferes Verkehrsrecht und Maßnahmen zur Reduzierung von Verkehrsunfällen forderten.

Das Schreiben wurde Tewan Liptapallop, Minister im Büro des Premierministers, überreicht. Die Delegation arrangierte 60 Paar Schuhe, um das Bewusstsein zu stärken, dass täglich 60 Menschen im Straßenverkehr getötet werden. Das Netzwerk unterbreitete der Regierung vier Vorschläge:

1.Verkehrsrecht verschärfen, um Verkehrsunfälle zu reduzieren 2. Bei Alkohol am Steuer sollte die Strafe von einer Freiheitsstrafe von einem Jahr auf 15 bis 20 Jahre erhöht werden. Geschäfte, die alkoholische Getränke an Kunden unter 20 Jahren verkaufen, müssen mit harten Strafen rechnen. 3. Erhöhung des Budgets für die Unterstützung der Opfer von Verkehrsunfällen. 4. Den Zugang der Opfer zur Justiz erleichtern.

„Thailand belegt den 9. Platz in der Welt und den ersten Platz unter den ASEAN-Ländern bei Verkehrsunfällen. Die Regierung sollte das Gesetz stärken und zusätzliche Maßnahmen gegen Alkohol am Steuer ergreifen, bevor die festliche Jahreszeit endet“, betonte Tewan.

Überzeugen Sie sich von unserem Online-Abo:
Die Druckausgabe als vollfarbiges PDF-Magazin weltweit herunterladen, alle Artikel vollständig lesen, im Archiv stöbern und tagesaktuelle Nachrichten per E-Mail erhalten.
Pflichtfelder
JoHu 16.11.19 13:18
@ Heinz Abel
Voll ins Schwarze getroffen. Denke, durch funktionierende Beleuchtung an Mopeds könnte man einen enormen Anteil an Menschenleben retten und schwere Verletzungen reduzieren. Wenn ich nachts mit dem Auto auf Landstraßen unterwegs sein muss, habe ich immer ein mulmiges Gefühl. Als ich mal abends vor einer Arztpraxis in der Stadt auf meine Frau warten musste, hab ich aus Langeweile mal die Mopeds gezählt, die ohne funktionierendes Rücklicht vorbeigefahren sind. Bei 32 von 100 Mopeds hatte dieses Teil keine Funktion. Und das war in der Stadt, auf dem Land schätze ich aus eigener Erfahrung, dass es noch wesentlich schlechter aussieht. Hatte mal vom Schwager das Moped ausgeliehen, natürlich auch ohne funkt. Rücklicht. An ´nem Shop vorbeigefahren und eine neue Birne einsetzen lassen. Hat insgesamt 20 Baht gekostet. Okay, ist schon ´n paar Jahre her, könnte mittlerweile 30 Baht kosten. Günstiger kann man keine Menschenleben und unversehrte Körper schützen!
Mike Dong 16.11.19 13:12
Da es in Thailand jedes Jahr über 1 MILLION bei Verkehrsunfällen verletzte Menschen gibt, bleibt da noch viel Luft nach oben.
Heinz Abel 16.11.19 10:20
bestehende Regelungen durchsetzen
Stimme ich voll zu. Wenn schon die aktuellen Regelungen nicht durchgesetzt werden, wozu weitere hinzufügen oder ändern/verschärfen. Neben dem Thema Alkohol sollten auch die technischen Vorschriften von der Polizei kontrolliert werden. Viele, meist ältere Pick-Up haben eine sehr schlechte Beleuchtung nach rückwärts. Motorräder oft keine Beleichtung (vorne wie hinten). Wenn dann auch noch Autos mit stark getönten Frontscheiben (teilweise 50/60% Tönung) hinzukommen, ist ein Unfall in der Nacht unausweislich. Um die fehlende/schlechte Beleuchtung kann jeder Polizist bei dem üblichen Check-Points für Helm, Führerschein, Steuermarke schnell prüfen. Wird aber nie gemacht. Man hat hier in Thailand m.E, nicht den Willen, etwas an der Verkehrssituation ändern zu wollen (also ernsthaft).
Oliver Harms 16.11.19 10:17
@Breitrainer viele Thais fahren wie ihre Kommentar
Sie sind zum an den Kopf fassen. Zebrastreifen,nicht nur Farangs oder Afrikaner sondern auch Asiaten müssen beim queren der Strasse aufpassen egal ob Zebrastreifen oder Ampel und am Lenkrad oder Lenker sitzen da bei nicht nur Thais,sondern auch oft genug Farangs oder Araber und in dieser mehr oder weniger zu Thailand gehörenden Stadt namens Pattaya oft genug alkoholisiert. Im übrigen,stehen Thais nicht über den Gesetzen und sie werden g.g.f.zur Rechenschaft gezogen. Ausserdem sind sie/wir Gast in Thailand nicht mehr oder weniger. Wenn meine Kinder in meinem Heim etwas vorsätzlich beschädigen oder zerschlagen dann bekommen sie einen Anschiss,einen Besucher knüpfe ich Geld zum ersätzen ab und schmeisse ihn raus ganz einfach und genau so sollte es auch in einem Staat funktionieren.Als Gast habe ich mich vorbildlich zu verhalten und wenn mir das Gastland nicht mehr passen sollte,kann ich gehen.
Jürgen Franke 15.11.19 16:37
Es ist beschämend für eine Regierung
wenn Opfer von Verkehrsunfällen erst Empfehlungen aussprechen müssen, um die Tötungsrate einzuschränken. Auch eine Verschärfung des Verkehsrechtes wird sich nicht auf die Mentalität der Thais auswirken, die grundsätzlich rasen wollen.