Anzeichen für toxischen Stoff in Oder

​Umweltminister zu Fischsterben

Tote Fische schwimmen in der Oder bei Brieskow-Finkenheerd. In der Oder ist es zu einem massiven Fischsterben gekommen. Foto: Frank Hammerschmidt/dpa
Tote Fische schwimmen in der Oder bei Brieskow-Finkenheerd. In der Oder ist es zu einem massiven Fischsterben gekommen. Foto: Frank Hammerschmidt/dpa

SCHWEDT: Die Ursache des Fischsterbens an der Oder ist weiter unklar. «Quecksilber ist gefunden worden, das ist richtig. Aber wir können zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Aussage treffen, dass Quecksilber ursächlich für den Tod der Fische verantwortlich ist», sagte der brandenburgische Umweltminister Axel Vogel (Grüne) am Freitag in Schwedt. «Wir wissen im Moment nicht, woran sie wirklich gestorben sind.»

Möglich sei eine Kombination von mehreren Faktoren wie Hitze, geringe Wasserführung und Giftstoffen, sagte Vogel. «Es kann durchaus sein, dass es sich hierbei um Stoffe handelt, die lange schon in die Oder eingebracht wurden, aber normalerweise bei Mittelwasser überhaupt kein Problem darstellen.» Aktuell gebe es aber historische Niedrigwasserstände an der Oder.

Solche geringen Wassermengen führten dazu, dass jeder Stoff im Wasser in einer höheren Konzentration vorliege, so der Umweltminister. Von daher könne es durchaus sein, dass Stoffe, die normalerweise in der Dosierung nicht so gravierend seien, jetzt durch die erhöhte Dosis gefährlich würden. Es sei inzwischen geklärt, dass Fische auch in Deutschland sterben würden und nicht nur verendete Tiere aus Polen angeschwemmt worden seien, sagte Vogel.

Die Landrätin des Kreises Uckermark, Karina Dörk, sagte, das Gebiet entlang der Oder werde mit Drohnen überflogen, um zu sehen, wie sich das Fischsterben weiter entwickle. Für diesen Samstag sei ein Einsatz zum Einsammeln der toten Fische geplant.

Überzeugen Sie sich von unserem Online-Abo:
Die Druckausgabe als vollfarbiges PDF-Magazin weltweit herunterladen, alle Artikel vollständig lesen, im Archiv stöbern und tagesaktuelle Nachrichten per E-Mail erhalten.
Pflichtfelder

Es sind keine Kommentare zum Artikel vorhanden, bitte schreiben Sie doch den ersten Kommentar.