Ukrainekrieg: Meldungen am Montag

Foto: epa/dpa Fotomontage
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Tote und Verletzte durch russischen Beschuss auf Odessa

ODESSA: Die Ukraine hat ihre Angriffe vor der russischen Schwarzmeerküste verstärkt. Infolge zielt auch Russland wieder mehr auf ukrainische Häfen. In Odessa werden Hafenanlagen und eine Fabrik getroffen.

Durch einen russischen Luftangriff auf die ukrainische Hafenstadt Odessa sind nach Behördenangaben mindestens drei Zivilisten getötet worden. Außerdem habe es sechs Verletzte gegeben, teilte Regionalgouverneur Oleh Kiper auf Telegram mit. Seinen Angaben nach galt der Angriff unter anderem einem zivilen Industriebetrieb, in dem ein Brand ausbrach. Bürgermeister Serhij Lissak sprach auch von Schäden an der Infrastruktur der Stadt.

Moskauer Militär bestätigt Angriffe

Das russische Militär bestätigte Luftangriffe auf die Hafenanlagen von Odessa am Schwarzen Meer. Es seien zwei Schiffe mit Ladungen für die ukrainische Armee sowie Tanklager getroffen worden, schrieb das Moskauer Verteidigungsministerium auf Telegram. In Tschornomorsk seien Hafenanlagen beschädigt worden. Die ukrainische Seite machte dazu keine Angaben.

Russland hat seine Angriffe auf die ukrainischen Häfen verstärkt, seit die Ukraine mit Drohnen systematisch den russischen Schiffsverkehr auf dem Asowschen Meer und in der Straße von Kertsch attackiert. Die russischen Angriffe zielen auch auf ausländische Schiffe, die sich nach Odessa wagen. Auf einem Handelsschiff unter der Flagge von Guinea-Bissau wurden am Sonntag zehn Menschen getötet.


Belgorod: Ukrainische Drohne tötet Menschen in Bus

BELGOROD: Die russische Grenzregion Belgorod wird immer wieder von ukrainischer Seite beschossen - im Zuge von Kiews Gegenwehr gegen Moskaus Angriffskrieg. Immer wieder sterben dabei Zivilisten.

In der russischen Grenzregion Belgorod sind nach Behördenangaben bei einem ukrainischen Drohnenangriff mindestens fünf Insassen eines Busses getötet worden. Bei dem Einschlag in der Stadt Schebekino seien auch mindestens 23 Passagiere verletzt worden, teilte der geschäftsführende Gouverneur Alexander Schuwajew mit. «Vier Frauen und ein Junge sind an ihren Verletzungen gestorben», sagte er. Der Gouverneur sprach den Angehörigen sein Beileid aus.

Die Region Belgorod ist Aufmarschgebiet für die russischen Truppen und ihren Angriffskrieg gegen die benachbarte Ukraine. Kiews Truppen verteidigen sich gegen Moskaus Invasion mit Drohnenattacken auf russische Ziele. Dabei kommen immer wieder Zivilisten zu Schaden. Die Zerstörungen im Gebiet Belgorod sind massiv.


Opferzahl nach Beschuss von Schiff steigt auf zehn

ODESSA: In der Schwarzmeer-Region gibt es schwere Gefechte zwischen Moskau und Kiew. Nach ukrainischen Angaben wagen sich dennoch zivile Schiffe dorthin. Die Folgen sind schwer.

Nach dem Beschuss eines zivilen Handelsschiffes in der Schwarzmeer-Region Odessa am Sonntag sind die Vermissten tot gefunden worden. Damit stieg die Zahl der Todesopfer nach Angaben der zentralen Hafenverwaltung der Ukraine auf zehn. Bei neun von ihnen handele es sich um Besatzungsmitglieder des Schiffes unter der Flagge des westafrikanischen Landes Guinea-Bissau. Außerdem sei ein Lotse ums Leben gekommen, teilte die zentrale Hafenverwaltung mit. Die insgesamt 17 Crew-Mitglieder sind demnach indische und syrische Staatsbürger.

Die Seestreitkräfte der Ukraine hatten Russland am Sonntagabend vorgeworfen, das zivile Schiff angegriffen zu haben. Zunächst war die Rede von fünf Toten, fünf Vermissten und acht Geretteten.

Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als vier Jahren gegen den russischen Angriffskrieg. In der Schwarzmeer-Region gibt es schwere Gefechte zwischen den Kriegsparteien.


Tote nach russischen Angriffen in Südostukraine

PAWLOHRAD/SAPORISCHSCHJA: Russland überzieht die Ukraine mit einem zerstörerischen Angriffskrieg. Im Südosten des Landes hat das erneut schwere Folgen für Zivilisten.

Bei russischen Angriffen sind nach ukrainischen Behördenangaben mindestens drei Menschen getötet worden. In der Stadt Pawlohrad im südostukrainischen Gebiet Dnipropetrowsk seien zwei Personen ums Leben gekommen, teilte der Chef der Militärverwaltung der Region, Olexander Hanscha, bei Telegram mit. Weitere 13 seien verletzt worden. Nach Angaben der regionalen Staatsanwaltschaft setzte Russlands Militär dabei Gleitbomben ein und beschädigte mehrstöckige Wohnhäuser und Autos.

Auch in der südostukrainischen Stadt Saporischschja wurde Gouverneur Iwan Fedorow zufolge ein Mensch bei einem russischen Angriff mit Gleitbomben getötet. Fünf weitere seien verletzt worden. Wohnhäuser und andere Gebäude seien beschädigt worden.

Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als vier Jahren mit westlicher Hilfe gegen eine russische Invasion.

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