Ukrainekrieg: Meldungen am Freitag

Foto: epa/dpa Fotomontage
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Großbritannien erhöht Militärpräsenz

TALLINN: Zum Schutz der Nato-Ostflanke werden Großbritannien und Estland ihre militärische Kooperation weiter ausbauen. Dazu sollen auch weitere britische Truppen in Russlands Nachbarland verlegt werden

Großbritannien wird seine militärische Präsenz in Estland erhöhen. Im kommenden Frühjahr sollen 300 weitere britische Soldaten samt Waffen und Ausrüstung in dem an Russland grenzenden EU- und Nato-Land stationiert werden. Damit werde deren Gesamtzahl vor Ort auf 1.200 steigen. Dies sieht eine von den Verteidigungsministerien in Tallinn und London unterzeichnete Vereinbarung vor. Darin wurde auch eine engere Kooperation in anderen militärischen Bereichen und der Rüstungsindustrie festgelegt.

«Wir verstärken unsere Präsenz in Estland, um Nato-Territorium zu verteidigen und Russland abzuschrecken», wurde der britische Verteidigungsminister Dan Jarvis in einer Mitteilung zitiert. Die Truppe werde «mit hochmobilen Fahrzeugen, fortschrittlichen Waffensystemen und Hightech-Drohnen» ausgerüstet sein. Deren Verlegung soll nach Angaben seines estnischen Kollegen Hanno Pevkur noch in diesem Jahr beginnen.

Angepasst sei die Struktur der Truppe an die Gegebenheiten in Estland und die Anforderungen der modernen Kriegsführung. Dabei seien Lehren aus dem Ukraine-Krieg berücksichtigt worden, hieß es in den Mitteilungen aus Tallinn und London. Großbritannien führt in Estland seit 2017 einen multinationalen Nato-Gefechtsverband. Zudem hält die britische Armee eine Estland zugeteilte Brigade in ständiger Bereitschaft für den Krisenfall vor.

Estland hat 1,2 Millionen Einwohner und grenzt im Osten an Russland. Dessen Krieg gegen die Ukraine wird in dem Baltenstaat als direkte Gefahr für die nationale Sicherheit gesehen.

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