Thailand will alle Arten von Krebsmedikamenten herstellen

Thailand will eine führende Rolle bei der Entwicklung von Krebsmedikamenten einnehmen. Foto: The Nation
Thailand will eine führende Rolle bei der Entwicklung von Krebsmedikamenten einnehmen. Foto: The Nation

BANGKOK: Die Government Pharmaceutical Organisation (GPO) hat mit dem PTT-Konzern eine Absichtserklärung zum Bau einer Fabrik unterzeichnet, die alle Arten von Krebsmedikamenten herstellen kann. Damit sollen thailändische Patienten leichteren Zugang zu Medikamenten zu weniger als der Hälfte des Preises haben.

Gesundheitsminister Anutin Charnvirakul informierte, Krebs sei eine der wichtigsten chronischen Krankheiten in Thailand und die häufigste Todesursache in den letzten zwei Jahrzehnten. Mehr als 80.000 Thailänder würden jedes Jahr an Krebs sterben. Die Herstellung von Medikamenten in Thailand werde deren Preis um mehr als 50 Prozent senken und auch die finanzielle Belastung durch den Import von Medikamenten verringern, der jährlich mehr als 21 Milliarden Baht koste.

Die Fabrik soll in Rayongs Wanarom Industrial Estate angesiedelt werden, und ihr Bau wird voraussichtlich 2,5 Milliarden Baht kosten. Baubeginn ist für 2022 vorgesehen, die Fertigstellung wird etwa 14 Monate in Anspruch nehmen. Laut dem Generaldirektor der GPO, Dr. Witoon Danwiboon, muss Thailand derzeit alle Arzneimittel gegen Krebs importieren. „Diese Fabrik wird die Kapazität haben, 30 Millionen Einheiten Chemotherapeutika und 31 Millionen Einheiten biologischer Medikamente pro Jahr herzustellen“, betont Dr. Witoon.

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Thomas Thoenes 26/09/2020 16:53
@Siam Fan
Rayong weil dort schon Pharma angesiedelt und leichter "erfahrene" Arbeiter und Logistikunternehmen zu finden sind.
Josef Reiter 26/09/2020 16:48
80 000 Tote
80 000 Tote jedes Jahr durch Krebs ???
25 000 Tote durch Verkehrsunfälle !!!!
59 Tote durch Corona !!!!! Ja ich schreibe es noch einmal Neunundfünfzig .
Ronaldo 26/09/2020 16:46
Ein qualitativ minderwertiger Artikel wieder mal
1. Thailand wird keine Krebsmedikamente entwickeln, sondern Generika in Kopie herstellen. Forschung und Entwicklung (Research & Developement) finden weiterhin in der 1. Welt statt.
2. Warum spielt der Preis der Medikamente beim Zugang eine Rolle, wenn alle staatlich KV-versichert sind?
3. Info für Anutin: Krebs ist weder eine "wichtige" noch eine "chronische" Krankheit.
4. Es wird keinen einzigen Thai-Krebstoten weniger geben nur weil Medikamente im Land produziert werden. Im Gegenteil: die Zahl 80.000 wird aufgrund der Alterung der Gesellschaft und der massiven Umweltverschmutzng weiter steigen.
5. @SIAM FAN: Prinzipiell gebe ich Ihnen Recht, aber Fabriken siedelt man nun einmal dort an, wo die entsprechende Infrastruktur vorhanden ist. Logistik ist dabei nur ein Aspekt von vielen.
Hansruedi Bütler 26/09/2020 16:45
Alle Krebsmedikamente?
Also auch Zytostatika?
Bei deren Herstellung/Abfüllung sind spezielle Sicherheitsmaßnahmen für das Personal vorzusehen!
Wird dann das eventuell so gehandhabt, wie mit radioaktiven Abfällen in der Vergangenheit?
Einige Zytostatika und deren Produktionsabfälle sind nicht biologisch abbaubar!
Im speziellen kennt man dies von:
Cyclophosphamid, Ifosfamid, Cisplatin und Mitomycin, welche sich als absolut resistent erwiesen.
In der Umwelt verteilt, behalten sie ihre zellschädigende Wirkung.
Dasselbe gilt bei Erdbestattungen, von wo aus die Zytostatika ins Grundwasser gelangen können.
Wilfried Stevens 26/09/2020 14:52
Generikums werden es wohl sein
Seht den Klassiker Aspirin, der in Thailand hergestellt wird, und weitaus weniger kostet als in DE.